Das SOLITUDE AETURNUS zu den besten Metalbands der 90er zu zählen sind, ist leider nicht zu besonders vielen dieser Musik zugetanen Menschen vorgedrungen, was wohl zum Teil der Geschwindigkeit des hier dargebotenen liegen mag: Doom war und wird wohl nie der große Trend. Aber wie immer zeigen sich die fünf Amis sehr abwechslungsreich und treten gegebenenfalls das Gaspedal auch einmal gediegen durch, ohne dabei freilich in Slayer-Regionen vorzudringen. So etwa auf dem tollen Opener `Phantoms`, auf dem Rob Lowe die ganze Klasse seiner Stimme auszuspielen weiß, und dem Hit `Chapel of Burning`. Ansonsten regieren aber wieder Slowmoriffs und eine ausgesprochen düstere Atmosphäre auf `Downfall`, wobei vor allem `Only this (and Nothing More)` und `These are the Nameless` hervorzuheben sind. Eine Kaufempfehlung ist hier unbedingt auszusprechen, und lediglich die etwas zu demomäßige Produktion und das nervige `Elysium` verhindern hier die Höchstnote. Nach `Adagio` das beste SOLITUDE AETURNUS-Album.