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Down In The Valley
 
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Down In The Valley

David Morse , Edward Norton , David Jacobson    DVD
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: David Morse, Edward Norton, Evan Rachel Wood, Rory Culkin
  • Regisseur(e): David Jacobson
  • Format: PAL, Farbe
  • Sprache: Englisch, Italienisch
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: Unbekannt
  • Anzahl Disks: 1
  • Studio: Universal Pictures
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 111 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001FZG8Q4

Rezensionen

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von RM
Format:DVD
Hingegen der weitläufigen Meinung erachte ich diesen Film als sehr gelungen.
Ob er einem gefällt, ist davon abhängig was für Erwartungen man an diesen Streifen hat!
Wenn man Lust auf zwei knappe Stunden unkonventionelle, experimentalistische Independet-Filmkunst auf hohem Niveau hat, ist man goldrichtig.
Der Film ist über lange Strecken ruhig, ausdrucksstark und trotz der etwas mageren Geschichte ein Garant für gute Unterhaltung...nicht zuletzt wegen ein paar "Hammer-Sequenzen", Edward Nortons Schauspielkunst und den wahrlich wunderschönen Naturbildern.
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47 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Der Storyansatz ist durch Amazon hinreichend dargestellt. Deshalb widme ich mich lediglich der Bewertung und Empfehlung.

Down in the Valley ist einer jener Filme, der durch die Darstellung glänzt und nicht durch schöne Bilder oder einen scharfsinnigen Plot (was nicht heißen soll, dass der Plot des Filmes schlecht wäre). Mit Edward Norton und David Morse im Repertoire kann ein Film nur schwerlich etwas falsch machen. Norton spielt gewohnt vielschichtig und facettenreich (Seine übliche und hervorragende deutsche Synchronstimme ist leider durch eine ganz andere ersetzt worden, aber auch diese ist in Ordnung). Nur wenige Schauspieler sind so wandlungsfähig, dass sie beim Zuschauer innerhalb einer Szene gleichzeitig (oder sehr schnell hintereinander) Gefühle von Sympathie und Abscheu für den Protagonisten hervorrufen können. Wer sich als Zuschauer auf Evan Rachel Wood einlässt und mit ihr fühlt, der wird gegenüber Norton im einen Moment das Gefühl echter Freiheit verspüren und im nächsten die Beklemmung nicht loswerden, wenn dieser so vereinnahmend spielt, dass man sich von einer Müllpresse geliebt fühlt, die einen drücken möchte so fest sie nur kann. Wood fügt sich übrigens wunderbar ein. Ihre Darstellung der störrischen Teenagerin, die ihre eigenen Entscheidungen treffen möchte ist durchweg glaubhaft dargestellt und dennoch ist sie dabei so sehr Sympathieträgerin, dass man ihre Gegenwart im hinteren Teil des Filmes sehr vermisst. David Morse scheint sich auf (tragende) Nebenrollen spezialisiert zu haben, die er dafür auch mit Bravour meistert. So auch in diesem Film. Auch bei ihm gerät der Zuschauer sehr schnell in die Versuchung seinen Charakter in eine Schublade zu stecken. Doch wird diese schnell zu klein werden. Der kleine Culkin bleibt so undurchsichtig wie es die Rolle verlangt. Er ist ein verstörter kleiner Junge der nicht weiß wo er hingehört und es auch gar nicht wissen kann. Zurückgezogen und verschüchtert stellt er ein Anhängsel dar, das auf der Suche nach Zuwendung ist. Auch seine Darstellung ist überzeugend.

Die Konstruktion der Geschichte an sich ist einfach, aber nicht einfach zu schlucken. Die schon beschriebene Darstellung von Norton ist Thema des gesamten Filmes: Enge und Weite. Die Sehnsucht nach Freiheit und dennoch der unbändige Drang nach Kontrolle. Dass diese Wünsche spätestens dann kollidieren, wenn mehr als eine Person auf Erden lebt bekommt der Zuschauer bald zu spüren. Es gibt keine Helden deren Verhalten man nicht ständig rügen müsste, aber auch keine Bösewichte die nicht auch ihre liebenswerten Seiten hätten. Es gibt kaum ein klares Opfer- oder Täterprofil. Die Handlung setzt auf echte Menschen und die sind allesamt grau. Und der Film ist eine Lehrstunde darin, wie sehr man sich doch immer wieder von ersten Eindrücken bei Menschen täuschen lässt. Aber es sind nicht nur solche banalen Weisheiten die der Film wachruft, sondern auch die Erkenntnis, dass Vorurteile zwar schlecht, deshalb aber nicht unbedingt falsch sind und dass auch Menschen die einen anwidern Recht behalten können und oftmals klüger sind als die Sympathieträger mit denen man sich so leicht identifiziert.

Dass Down in the Valley sowohl eine echte Romanze als auch ein echter Thriller ist, heißt nicht, dass er der perfekte Film für Paare ist, deren einer Teil auf Romantik mit wohltuendem Ende und deren anderer Teil auf kompromisslose Härte ohne Gefühlsduselei bedacht ist. Es würden beide enttäuscht werden. Der Film ermöglicht keinen munteren Abend und er wehrt sich auch dagegen in Reihe mit anderen Filmen gesehen zu werden. Meine fünf Sterne wird wohl nur der unterschreiben können, der Schauspiel als Kunst betrachtet und seine Freude daran hat diese Kunst par excellence zu erleben, unabhängig davon, womit einen dieses Handwerk konfrontiert. Denn wer beim Filmschauen immun gegen Gefühle (gleich welcher Art) ist und der Darbietung der Schauspieler gleichgültig gegenüber steht, der wird sich wahrscheinlich langweilen.

Viel Freude wünsche ich allen, die sich auf ernst zu nehmende Charaktere und eine schillernde Geschichte einlassen möchten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
gelungen 10. November 2011
Von Frankie TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Der Film "San Fernando Cowboy" (Down the Valley) zeigt für mich sehr eindringlich das Sein und Scheitern eines Mannes, der sich im Hier und Jetzt weder zurechtfindet, zurecht finden möchte, noch den Sinn in der geordneten Reihenhaus-Vorstadt-Idyll-Lebensvorgabe (zu Recht) erkennt.

Harlan ist im wahrsten Sinne ein echter Cowboy, ein Revolverheld vergangener Zeiten, der am liebsten durch die Prärie reitet und trotzdem erst einmal versucht sich irgendwie ordentlich in der Kleinstadt-Realität zurechtzufinden. Vor 150 Jahren sicherlich frei lebend und berühmt oder berüchtigt, heute, wo nur noch Kinder Cowboy spielen dürfen, eine Gefahr für die gesellschaftliche Ordnung, nicht gerne gesehen, nur geduldet und das auch nur sehr ungern. Harlan hat seine eigene Ansicht von Recht und Ordnung und kann diese, das ist das besondere, wenn es sein muss auch mit seiner Bereitschaft seinen Revolver gekonnt einzusetzen, durchsetzen. So wehrt er sich nach und nach immer mehr, letztenendes mit Gewalt gegen den Druck der Gesellschaft, der Ordnung und Ungerechtigkeit, wie er sie nun einmal versteht.

Was, auch für mich, als sehr unschuldige, zarte Liebesromanze zwischen zwei Menschen beginnt, gerät nach und nach immer mehr zur Kritik an die Gesellschaft und zum Irrlauf für ihn. Viele mögen das Verhalten von Harlan als nicht richtig ansehen, aber wieviel ist Richtig an einem trostlosen Leben in einer geordneten Kleinstadt, in einem Reihen-Reihen-Reihen-Haus-an-Haus-an-Haus Nr. 1423322 mit einem Handtuchgroßen Grundstück? Die Szene wo er mit seinem Pferd durch genau solch eine Siedlung reitet macht das für mich eindringlich deutlich. Der Film polarisiert sicherlich und kann aus vielen Blickwinkeln betrachtet werden. Harlan (der Cowboy), Tobe (das Mädchen in die er sich verliebt), Lonnie (der kleine Bruder von ihr) und Wade (der Stiefvater von Tobe und Lonnie) habe alle irgendwie recht.

Ein sehenswerter Film.
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