In diesem Buch, deren 10 Erzählungen hauptsächlich in Frankreich angesiedelt sind, bewegt sich Julian Barnes eloquent durch die Zeit. Neben dem Reisen in Frankreich geht es um Themen die typisch sind für dieses Land: Wein, Musik,die Tour de France. Barnes kennt sich aus mit den Franzosen, das wird schnell klar. Ebenso das er Land und Leute verehrt. Er schreibt auf hohem Niveau und beweist in fast jeder Geschichte, das er die Klaviatur des Humors perfekt beherrscht. Das hat Stil und ist weit mehr als nur gepflegte britische Unterhaltung. "Eremitage" eine Geschichte über 2 englische Frauen, die ein altes Weingut kaufen um es wieder herzurichten und sich einen persönlichen Traum erfüllen hat mir am besten gefallen. Aber ich denke für jeden ist etwas dabei. Schon als frankophiler Anglist stellt Julian Barnes vermutlich etwas besonderes dar; seine Bücher sind es jedenfalls. Weitere Vorschläge für angehende Julian Barnes Fans: "Flauberts Papagei" und "Eine Geschichte der Welt in 10 einhalb Kapiteln". So wie der Tunnel oder die Kanalfähren England und Frankreich miteinander verbinden, so ist Barnes vielleicht der Schriftsteller der es am besten versteht durch Satzkonstruktionen Brücken zwischen diesen gegensätzlichen Ländern zu bauen.