Wer sich heute noch Stummfilme anschaut, der ist Filmhistoriker oder Filmliebhaber. Wer keine Lust auf Texttafeln und alte s/w-Aufnahmen hat, dem ist die gleichnahmige Verfilmung mit Gene Barry und Lana Turner aus den 1950ern empfohlen und braucht hier nicht mehr weiterzulesen.
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Dies ist nicht die einzige Stummfilmfassung des Dumas-Klassikers, aber wahrscheinlich die beste. Mit insgesamt 118 min ist dieser Film ausgesprochen kurzweilig. Dies verdankt er den prächtigen Kulissen und Kostümen sowie den Schauspielern. Das leichte Überchargieren ist eher typisch Stummfilm und stört nicht weiter. Bemerkenswert ist hier die Ausleuchtung der Sets und der Schauspieler. Expressionistische Anleihen sind nicht zu übersehen. Die meisten Szenen haben eine statische Kamera, aber bei den Verfolgungsjagden und manchen Reitszenen bewegt sich Kamera mit. Das ist für die damalige Zeit eher ungewöhnlich und zeugt vom Experimentiergedanken der Macher. Der Film gewinnt dadurch an Tempo. Die von Fairbanks selbst ausgeführten Stunts sind immer noch klasse, allen voran die Fechtszenen.
Der Film ist immer noch eine Empfehlung für jeden Filmliebhaber.
Das DVD-Cover verspricht eine digital restaurierte Fassung, allerdings darf man keine zu hohen Ansprüche stellen. Das Bild wurde lediglich etwas nachgeschärft, entrauscht und sepiafarben coloriert. Alle Blitzer, Kratzer, Filmrisse, etc. sind unbearbeitet geblieben. Durch das Entrauschen sind zudem manche Einzelheiten wie zum Beispiel Mauertexturen weniger deutlich zu erkennen. Aber letztlich ist das Meckern auf hohem Niveau, der Film ist schließlich von 1921!
Die Texttafeln des Films liegen auch in Deutsch vor und sind deutlich schärfer, als die Originaltafeln.
Der Filmscore besteht aus typischer 1920er-Musik. Ob das nun die Originalmusik von damals ist, weiß ich nicht. Er ist aber gut gespielt und nicht aufdringlich und liegt in Zweikanal-Mono vor.
Informativ sind die zusätzlichen Texttafeln zu Douglas Fairbanks Sr., sie enthalten die wichtigsten Stationen seiner Karriere.