Yoshimotos neuestes Werk, besteht aus drei Kurzerzählungen in deren Mittelpunkt sich ein und dieselbe Tätigkeit befindet: der Schlaf.
Was bedeutet der Schlaf für uns Menschen? Meistens werden ihm durchaus positive Eigenschaften zugesprochen, nicht umsonst heißt es „schlaf erstmal drüber und dann sehen wir weiter!". Schlaf stimuliert angegriffene Psychen, stärkt den Körper in Form einer Regenerationsphase, beschert Träume und Entspannung.
Was geschieht jedoch wenn der Schlaf die Rolle eines Betäubungsmittels einnimmt, aus dessen Klauen man sich nicht mehr befreien kann? Was, wenn der heilende Kokon den ein vom Schicksal getroffener Mensch um sich spinnt, um dem Schmerz der Realität zu entkommen, sich nicht mehr entwirren lässt und eine bodenlose Trägheit einen befällt? Was wenn sich während des Schlafes, unser Unterbewusstsein auf Wanderschaft befindet, Visionen heraufbeschwörend, die zugleich beunruhigend wie auch Sehnsucht erweckend, unser reales Leben beeinflussen?
Mit diesen Erfahrungen werden in unabhängigen Geschichten, drei Frauen konfrontiert, deren Schicksal vom Schlaf geprägt wird.
Yoshimoto bezaubert den Leser dabei durch eine Kombination aus durchaus realen Lebensumständen, in die ein jeder von uns geraten könnte und einem Hauch Transzendenz bzw. Mystizismus. Alles verpackt in einer wunderschön poetischen Ausdrucksweise, die beim Lesen Bilder evoziert, die in Sachen Leichtigkeit und Zauber, wahren Träumen in Nichts nachstehen.