Julia und Ann-Kathrin sind 16 und zweieiige Zwillinge, jedoch vom Charakter total verschieden: Die eher ausgeflippte Ann-Kathrin interessiert sich für Jazztanzen, Partys und angesagte Klamotten. Julia dagegen ist introvertiert, schüchtern und denkt sich gerne Geschichten aus. In der Stadt, in welche die Familie gerade umgezogen ist, fühlt sich Julia nicht wohl und lebt fast nur noch in ihrer Traumwelt. Ann-Kathrin hält ihre Schwester für leicht zurückgeblieben und macht sich Sorgen um diese. Sie selbst hat, kontaktfreudig wie sie ist, schnell neue Freunde gefunden und nimmt Julia kurzerhand mit ihrer Freundin und deren älterem Bruder mit ins Kino. Als Julia Ruben kennen lernt, taut sie förmlich auf und es entwickelt sich eine stille Liebe. Ruben merkt, dass Julia anderes ist, als andere Mädchen, aber gerade das fasziniert ihn an ihr. Für ihn schreibt Julia ihre Traumgeschichte endlich auf und Ruben zeigt ihr sein „Paradies". In diesem Paradies, einem ausrangiertem Schwimmbad fotografiert er Julia und sie kann einfach ausgelassen und frei sein. Doch plötzlich tauchen Fotos auf, auf welchen Ann-Kathrin von Ruben halbnackt fotografiert wurde. Für Julia bricht eine Welt zusammen. Hat sie sich so in Ruben getäuscht?
Wie die Geschichte endet und ob es ein glückliches Ende für Julia und Ruben gibt, das müsst ihr schon selber lesen. Ich verrate euch nur, dass es sich auf jeden Fall lohnt, dieses Buch zu lesen. Besonders gut gefällt mir der interessante Perspektivenwechsel, durch welchen die Leserin und der Leser nicht nur die Gedanken Julias, sondern auch die der anderen Personen gut nachvollziehen kann. Man merkt deutlich, dass die Kristina Dunker die Sprache der Jugendlichen kennt. Leider hat ist das Buch mit 112 Seiten viel zu schnell durchgelesen, was die Autorin vor allem durch die dichten Szenen und viel Tempo erreicht.