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Dornenzeit.Ein Hiddensee-Roman. Gebundene Ausgabe – 1993


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Über den Autor

Gerhard Dallmann, geboren 1926 in Stettin, Optikerlehre, August 1943 Einberufung zum Militärdienst, Funker bei der Marine, Desertion, Gefangenschaft, 1948 Krankenpfleger im Allgäu, diakonische Ausbildung, Jugendarbeit, Pastor in Pommern, zuletzt in Greifswald. An literarischen Arbeiten: historische Romane, Kinderbücher, Erzählungen, Hörspiele. Im Husum Verlag sind von ihm die Romane Dornenzeit und Das Kahnweib erschienen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Ein leiser Wind spielte über die Insel. Irgendwo stieg er auf. Wer weiß schon, wo Wind geboren wird. Er ist. Er kommt, er geht. Durch ihn lebt das Leben vieler, das der Fischer, das der Seefahrer, das der Windmüller - auf der ganzen Welt. Heute stand seine Urquelle wohl im Baltischen, im Osten. Er kam über die Haffs, über die flachen Strandseen Kurlands, und trug mit würziger Wärme den Atem des Röhrichts, den der dunklen Wälder herüber. Entlang der Pommerschen Küste hatte er die Süße staubender Getreidefelder aufgelesen und die brackigen Dünste, wie sie aus den Fischnetzen quollen, dazu die Teergerüche aus den Bottichen der Fischer und einen Schwall Blütenhauchs sommerlich mittagswarmer Wiesen. So gesättigt fuhr er westwärts, strich über die Wälder Wollins und Usedoms, segelte über die See, über die Insel Rügen, über Hiddensees kahle Hügel und weiter, weiter, irgendwohin, um zu verwehen, um nicht mehr zu sein.

Mittagsstille über Hiddensee - das große Sommerglück. Da regte sich noch nicht einmal das dürre Gras. Die Möwen träumten vor sich hin, in langweilendem Gleichmaß schwappten auslaufende Wellen über den Uferkies am Außenstrand oder verloren sich binnen im Schilf. Ein Stockentenpaar umruderte lautlos seine fiependen Jungen, Wippsterts schnappten nach ihren Mücken, Austernfischer mit roten Hackschnäbeln wateten am Wasserrand, die Heidelerche trillerte sich in den blaßblauen Himmel, und im Schilf wachte der langbeinige Reiher. Neben Stoffer Schlucks Katen in der Vitte döste ein Schaf, und an den Hängen des Dombuschs lagerten die Rinder und mahlten gedankenlos mit ihren Mäulern. Und der Duft frischen Heues füllte die Luft.


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