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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nach vielen Jahren nach wie vor toll!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dornenvögel: Roman (Taschenbuch)
Nach über 25 Jahren bekam ich jetzt Colleen Mc Culloughs "Dornenvögel" wieder in die Hände, und ich bin wie damals begeistert.Nachdem in den letzten Jahrzehnten Australien-Schriftsteller wie Patricia Shaw, Tamara Mc Kinley usw. ja boomten, sind sie für mich aber kein Vergleich mit diesem Buch. Die Familiensaga, die im letzten Jahrhundert spielt und sich hauptsächlich um Meggie Cleary dreht, ist bewegend, fesselnd, atemberaubend. Die Atmosphäre ist berauschend beschrieben und versetzt einen hautnah in das Geschehen. Sicher kennen viele die Ereignisse aus dem Film mit Richard Chamberlain, doch ist das Buch tausendmal besser und umfassender. Die Familie Cleary mit Paddy als Vater, Fee als Mutter, Meggie als Tochter und vielen Söhnen wandert von Neuseeland nach Australien aus, wo sie auf der großen Schaffarm Drogheda für Paddys ältere Schwester Mary Carson arbeiten und dann ihr Leben verbringen. Als Pater Ralph in ihr Leben tritt und die Beziehung mit Meggie beginnt und ihren Lauf nimmt, kommt die interessante Komponente der Kirche, des Zölibats, der Interna im Vatikan dazu. Die Nöte Meggies inmitten vieler Brüder, mit einer gefühlsarmen Mutter und fehlender Aufgeklärtheit werden einem sehr nahe gebracht und lassen einen sehr mit ihr fühlen. Menschen sterben, werden geboren- Meggies Leben nimmt seinen Lauf. Am meisten fasziniert hat mich aber der Charakter von Justine, der Tochter von Meggie. Sie ist es, die mir am nachhaltigsten im Gedächtnis blieb und die mich berührte. Ein Super- Buch, das leider etwas in Vergessenheit geriet, aber absolut lesenswert und empfehlenswert, immer wieder!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Immer wieder ergreifend,
Rezension bezieht sich auf: Dornenvögel. Roman. (Broschiert)
Von den berühmten "Dornenvögeln" habe ich schon als Kind gehört.Ich habe immer heimlich den Film mitgesehen und war von der verbotenen Liebe zwischen Priester und Mädchen fasziniert, in der Verfilmung zunächst von Rachel Wards roter Haarmähne und den Nachgesprächen meiner Familie über Danes tragischen Tod. Mit elf, zwölf Jahren bekam ich das Buch dann in die Hände und habe es zum ersten Mal gelesen. Ich habe damals nie begriffen, was der Kauf der Puppe am Anfang des Buches für eine Bedeutung für den Gesamtverlauf des Werkes haben sollte. Im nachhinein wurde mir immer klarer, dass es sich auf Meggie Clearys Schicksal insgesamt beziehen musste: sie verlor das Kostbarste, das sie sich vorstellen konnte, indem andere Menschen sich in ihr Leben und in ihre Träume einmischten. - Je älter ich wurde, umso öfter habe ich das Buch gelesen. Ich konnte mich zunehmend mehr mit der Figur der Meggie Cleary identifizieren, bin sozusagen mit der Romanheldin selbst mitgewachsen. Vor allem das Motiv der unerfüllten Liebe und Sehnsucht zu einem für sie wunderbaren Mann, der alles andere über sie stellt und ihr (erst spät) trotz allem für kurze Momente auch seine körperliche Liebe schenkt, der Drang, gegen verschlossene Türen anzurennen, kam mir sehr bekannt vor. - Die Saga wird von vielen interessanten und auch liebenswerten wie auch kaltschnäuzigen Menschen bevölkert: Fiona, der Mutter, die ihr mögliches Glück mit ihrem Mann Paddy dem Gedenken eines vermeintlich größeren Liebe opfert und zu spät ihre Gefühle für Paddy erkennt; der gewalttätige jähzornige Frank, Fees "Einziger", der an Mutter und Schwester mit inniger Liebe hängt; der arbeitsame Paddy, der unter der Fuchtel seiner älteren Schwester steht und versucht, mit seiner Familie eine neue Existenz in Australien aufzubauen; die vielen Brüder Meggies wie auch ihr eigener Ehemann Luke O'Neill, deren Energie dem beruflichen Weiterkommen gilt; das liebenswerte Ehepaar auf "Himmelhoch", das Meggie aufnimmt, als sie aus unglücklicher Ehe kommend "Heilung" sucht; die Kinder Dane und Justine, die ihr Glück in Europa versuchen; Rainer, der Justine die Liebe geben will, die die Mutter ihr versagt... Dazu die ständigen Konflikte zwischen weltlicher und klerikaler Macht, gezeigt am Beispiel des ehrgeizigen Ralph und seines einfachen Lieblingsmädchens Meggie, der zuliebe er seine Zölibat einfach nicht aufgeben will/kann. Gegner des Zölibats werden einmal Grund mehr finden, diese eher überholte Regelung aus dem 11. Jahrhundert zu kritisieren. - Landschaft, Weltlage und verschiedene Gesellschaftsschichten werden geschildert - vom einfachen Schafscherer bis zu den Kirchenfürsten im Vatikan, der Zweite Weltkrieg, Buschfeuer, Kaninchenplage und immer wieder Staub, Fliegen und Hitze. Dazwischen das Idyll Matlock Island, das unerträglich feuchte Queensland und das von Dürre geplagte Neusüdwales. - Insgesamt ein faszinierendes Werk, das man immer wieder gut lesen kann, wenn man Hang zu Romantik vor gesellschafts- und weltpolitischem Hintergrund hat. - Außerdem ein persönliches Denkmal der Autorin an ihren verstorbenen Bruder, der in den 60er Jahren tatsächlich vor Kreta bei einem Rettungsversuch ums Leben kam. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Es gibt viel zu erleben, in nur einem Buch,
Von Petra Pfaffenberger (Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Dornenvögel (Taschenbuch)
Während meiner Kindheit wurde immer wieder vom Film "Die Dornenvögel" geredet.Du weißt schon, der Film, in dem der Priester und das junge Mädchen ... Dadurch dachte ich immer, dies wäre ein seichter Schmachtfetzen, in dem ein Priester eben den fleischlichen Gelüsten erliegt. Nun, ich muss sagen, es ist sooo viel mehr. Die Geschichte beginnt mit der verarmten Familie eines Schalfschärers in Neuseeland. Die Familie kann sich trotz Arbeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, gerade mal so über Wasser halten. Als dann das Angebot der reichen Tante aus Australien kommt, auf deren Schaffarm zu arbeiten, ergreifen sie ihre Chance. Schon bei der Ankunft in Australien lernen sie den zuständigen Pfarrer kennen, der sich sofort zu dem Mädchen Meggie hingezogen fühlt. Als Meggie heranwächst, wird sie sich ihrer eigenen Liebe ihm gegenüber immer mehr bewusst. Natürlich steht das Keuschheitsgelübde des Priesters zwischen ihnen. Meggie heiratet später aus Trotz einen anderen Mann, der sie allerdings nicht glücklich machen kann. Sie kehrt mit zwei Kindern wieder zur Schaffarm zurück und erlebt dort weitere Schicksalsschläge. Man begleitet auf rund 800 Seiten drei Generationen. Die gefühlstote Mutter, Meggie mit ihrer nie endenwollenden verbotenen Liebe zum Priester und schlussendelich ihre Kinder. Ein Buch das wahrlich lesenswert ist, sofern man nicht auf einen Skandal oder erotische Liebesszenen hofft. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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