In dem Internat 'Kollegium Isacaaron', in der Nähe von London, wird ein Schüler bestialisch unter den Augen der Lehrerschaft und der Direktion getötet. Die Sekretärin, die die Eltern des toten Schülers benachrichtigt, verschwindet spurlos. Die Inquisitionsabteilung des Secret Service setzt Coco Zamis, Marvin Cohen und Donald Chapman auf den Fall an, da sich Dorian Hunter noch auf dem Rückflug von Borneo befindet. Die ehemalige Hexe schleust sich inkognito als neue Sekretärin in das Internat ein. Bereits kurze Zeit später stellt sie fest, dass es in der Einrichtung nicht mit rechten Dingen zugeht. Barbarische Strafen sind an der Tagesordnung und wer nicht in die Machenschaften der Drahtzieher verstrickt ist, hält den Mund aus Angst, das nächste Opfer zu werden. Coco Zamis und Donald Chapman sinken immer tiefer in einen Sumpf aus Angst und Schweigen, bis sie selbst in das Visier der dämonischen Mörder rücken '
Nach dem Hören dieser Folge verbleibt ein großartiger Gesamteindruck. Die Handlung ist extrem spannend, was vor allem dem atmosphärischen Setting zu verdanken ist. Die verschachtelte Erzählstruktur mit den Vergangenheitsszenen, verleiht dem Hörspiel eine originelle und anspruchsvolle Note, zumal die Gouvernante des Baron de Conde (Genial: David Nathan) in der Gegenwart eine wichtige Rolle spielt. Coco Zamis als Haupthandlungsträgerin gibt der Serie neue Facetten und macht das enorme Potenzial der Serie transparent, während die Einführung von Mrs. Pickford eine Prise trockenen Humors in die düstere Geschichte einstreut. Musik und Effekte bieten Kino-Feeling in Reinkultur, inklusiver einer brillanten Mischung. Allein der Einsatz der Flammenwerfer ist enorm. Die Sprecher sind schlicht hervorragend. Insbesondere Katja Brügger ist genial und zeigt, was in ihr steckt. Jeder einzelne Schauspieler liefert wahre Glanzleistungen, angefangen bei Thomas Schmuckert und Claudia Urbschat-Mingues, bis hin zu den Sprechern der Kinder. Regina Lemnitz ist die ultimative Mrs. Pickford, niemand anderes kann diesen Spagat zwischen Kratzbürstigkeit und mütterlicher Fürsorge allein mit der Stimme so glaubhaft verkörpern, wie diese Schauspielerin. Einziger Negativpunkt ist die Rubrik 'Was bisher geschah', die einfach zu hektisch und fragmentarisch ausgefallen ist, um dem Hörer einen Überblick verschaffen zu können. Dank der gefälligen Tracksetzung ist sie aber leicht zu überspringen. Das Ende bildet schließlich eine grandiose Überleitung zur kommenden Folge und ist der optimale Cliffhanger.