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Dorfpunks. Entschuldigung, es ging nicht anders
 
 
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Dorfpunks. Entschuldigung, es ging nicht anders [Taschenbuch]

Rocko Schamoni
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (58 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 201 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 9 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499236184
  • ISBN-13: 978-3499236181
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (58 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 229.452 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Rocko Schamoni
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als die Punkwelle aus England Ende der trübsinnigen Siebziger auch über Schleswig-Holstein hinwegschwappte, wurde selbst das verschlafene Schmalenstedt gewaltig durchgespült. In dem drögen Ostseekaff, in dem bis dahin der Totentanz als einzig bevorzugtes Freizeitvergnügen galt, hatte die Flutwelle einen Jungen ganz besonders heftig erfasst. Bis heute surft er auf ihr weiter. Ungläubig und witzig-wehmütig blickt Kultstar Rocko Schamoni nun noch einmal zurück auf seine Jugend, sein früheres Alter Ego Roddy Dangerblood, und einen mehr als schrägen Karriereweg.

Die Erinnerungen des "SH-Punks" (SH steht für Schleswig-Holstein) kreisen vorwiegend um Initiationsriten auf dem Weg zur Mann- und Punkwerdung. Dabei folgt Schamoni präzise den Spuren des uralten Traums von Sex, Drugs & Rock 'n' Roll. Sex in Schmalenstedt fiel dabei eher mau aus (Näheres im viel sagenden Kapitel "Sexualität ist eher unangenehm"). Dafür boten LSD und Cola-Rum in rauen Mengen gerechten Ausgleich. Schließlich war es so weit: AC/DC, Schamonis persönliche Hausgötter, wurden 1978 schlagartig von den Sex Pistols abgelöst. Endlich hatte die Wut eine Sprache erhalten, das bürgerliche Lager war heil umschifft.

Sieben Alben, unzählige Livegigs, Viva-Moderator -- Popliterat? Wurde Schamonis Gaga-Prosa aus seinem Erstling Risiko des Ruhms stilistisch immerhin noch irgendwo zwischen Käpt'n Blaubär und Helge Schneider verortet, wie ein Amazon-Leser aus München anmerkt, so reicht der neue "Entwicklungsroman" des Kings kaum an die großen wütenden Vorbilder dieses Genres heran. Skurrile Schmalenstedter Bauernköppe, Spießerhatz, Forschertätigkeit unter Mädchenpullovern, Knallfrösche, Keilereien und Stinkbomben für den Lehrer -- dies alles erinnert doch wohl eher an ein Sammelsurium mehr oder minder lustiger Jugendstreiche beim Klassentreffen. Fans werden es dennoch lieben. --Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Hatte die taz recht, als sie schrieb, Rocko Schamoni sei "lustiger als hierzulande erlaubt, und ernster als hierzulande gewünscht"? Natürlich, dieses Buch ist der Beweis. Es ist die Erinnerung an eine Jugend, wie sie viele hatten. Kühe, Mofas, Bier, Konfirmanendenunterricht, Schulstress, Liebeskummer und die tödliche Langeweile auf dem flachen Land, die Windstille am Ende der schlimmen Siebziger.

Doch dann kam PUNK, und PUNK kam auch nach Schmalenstedt in Schleswig-Holstein ...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Biographisch, individuell, witzig und dramatisch..., 21. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Dorfpunks (Taschenbuch)
Nach Rocko Schamoni's Buch "Risiko des Ruhms", folgt mit "Dorfpunks" nun eine Reise zurück in seine Kindheit, Jugend und den wahnwitzig-grotesken Erlebnissen auf dem Weg des "erwachsen werden's" (in diesem Falle "beendet" mit der erfolgreichen Abschließung seiner Lehrzeit).

Angefangen von ganz frühen Erinnerungen, als er mit seiner Familie in das kleine Dorf Schmalenstedt (in Schleswig-Holstein) zog, und sich erstmals bei der dortigen Dorfjugend mit etlichen Mutproben behaupten musste, um überhaupt akzeptiert und respektiert zu werden.

Gefolgt von den Jahren, als der Hard-Rock und Heavy Metall (vor allem die Kultband AC/DC) das höchste der Gefühle war und man unbedingt genauso "hart und cool" sein wollte, wie die ganzen "Lederklamottenträger".

Allzu lange hielt diese Lebensdoptrine allerdings nicht an, denn dann kam Anfang der 80er Jahre auch der "Punk" nach Schmalenstedt... und Rocko war einer der ersten von ihnen (auch wenn er zu anfangs nichts wusste WAS "Punk" nun eigentlich sein sollte bzw. wofür er nun eigentlich stehen mag *gg*).

Ab hier beginnt der bisher wohl längste und aufregendste Abschnitt in Rocko's Leben... schliesslich wollte man ein "richtiger" Punk sein und dies heisst vor für ihn (und seine doch immer grösser werdende Truppe und Freunden von Punks): "Anit-sein, Saufen, viel und laute Musik, Schmutz & Dreck, Feiern und "Null-Bock auf alles erwachsene und spießige"

Das so ein Leben nicht immer ganz einfach ist, das zeigen die vielen allgemeinen und täglichen Probleme, mit denen zu Kämpfen war, wie z.B. Auseinandersetzungen und Prügeleien mit Nazis und Skins, Probleme in der Schule und den Eltern (bzw. mit Vorgesetzten allgemein), Fehleinschätzungen von den Wirkungen des Alkohols und der anderen Drogen (wie z.B. LSD)... und letztendlich auch die Lehrzeit (in diesem Falle als Töpfer), welche ihn innerlich m.u. am meisten zu schaffen machte und in den geschriebenen Zeilen diese ganze "innere Zerrissenheit" sehr authentisch und nachvollziehbar rüber kommt, welche zumeist zwischen "Agonie, Frust, Wut und Hilflosigkeit (Verschiebung der persönlichen Ideale und (Wert-)Vorstellungen)" schwankte.

Natürlich darf auch die Liebe (und deren Enttäuschungen) in diesem 200 seitigen Buch nicht fehlen... Sie ist schliesslich etwas, das jedem von uns begegnet und vor allem in der frühen Jugend (und bekanntlich nicht nur da! *gg*) zu so machen "Turbulenzen" führen kann (wie u.a. auch hier nachzulesen ist). ;)

Auch wird zu Ende hin, immer deutlicher welchen weiteren Weg Rocko später einmal einschlagen und gehen würde... denn die "Musik", zieht sich wie ein feiner, roter Faden durch das gesamte Buch und lässt einen bei so machen, frühen Liedtexten doch ein sehr breites Grinsen im Gesicht entstehen. :)

Fazit:

Obwohl es m.u. doch hier und da mal kleinere "Durchhänger" in den einzelnen Erzählungen gibt (insgesamt ist das Buch bei 200 Seiten in 48 "Unterrubriken" aufgeteilt), kann das Buch "Dorfpunks" wirklich als sehr gelungen bezeichnet werden, das wahrlich nicht nur Fans von Rocko Schamoni fesseln und begeistern wird!

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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Opa erzählt wieder vom Krieg..., 27. Februar 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Dorfpunks (Taschenbuch)
Kinder, wie die Zeit vergeht… Die Punks sind alt geworden und erzählen von früher: Saufgelage, Stress mit Poppern und Faschos, viel Musik und manchmal auch Frauen. Man kennt das ja. So eine Bilanz kann sehr schnell peinlich werden, wenn die nötige Distanz fehlt. Rocko Schamoni schaffte es in diesem unterhaltsamen Buch aber gut, den Leser in die späten Siebziger/frühen Achtziger in der schleswig-holsteinische Provinz zu führen. Das ist alles sehr vorhersehbar und ohne großartigen Erkenntnisgewinn, aber auch…unterhaltsam.

Eben weil der alternde Ex-Dorfpunk seine Vergangenheit nicht allzu ernst nimmt, zieht sich ein angenehm entspannter Ton durch das Buch. Das Aufeinandertreffen von Punkszene und Dorfleben schafft einige lustige Momente. Und Schamoni hat auf jeden Fall (Achtung: schreckliches Wort…) street credibility.

Viel länger dürfte das Buch allerdings nicht sein, und am Ende freut der Leser sich mit dem Autor, dass dieser die tragisch-komische Provinz hinter sich lassen durfte. Ein bisschen erinnert das Buch an Heinz Strunks „Fleisch ist mein Gemüse“, erreicht aber nicht ganz dessen unglaublich witzige Höhen und todtraurige Tiefen. Dennoch: Unterhaltung und Erinnern mit einem Augenzwinkern – nicht mehr, aber auch nicht weniger bietet „Dorfpunks“.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Memories, 6. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Dorfpunks. Entschuldigung, es ging nicht anders (Taschenbuch)
Aaach du süße Jugendzeit... Ein Entwicklungsroman, gelesen als Blaupause für die Erinnerungen der Jahrgänge 61 - 66. Für alle die *nicht* in dieser Szene (mehr oder weniger) aktiv waren: Hier wird euch schlussendlich erklärt, wie manche eurer Klassenkameraden 'getickt' haben, als sie mit 16 ohne Abschluss die Schule verliessen...

Und allen, die damals Clash den Vorzug vor Barclay James Harvest gaben -- hier darf man nochmal nachvollziehen, warum es sich

1. gelohnt hat, dass "Erwachsenwerden" um ein paar Jahr hinauszuschieben, 2. warum aus dem damaligen revolutionären Infragestellen eines langweiligen und heuchlerisch gewordenen Pop-Kulturkanons ("nur Dylan und Zappa zählen") wiederum ein langweiliger und dummer Pop-Kulturbegriff geworden ist ("alles geht")

Nein wirklich, das Büchlein liest sich ratzfatz weg. Es sind nicht "Wilhelm Meisters Lehrjahre" - aber es ist auch keineswegs so miserabel formuliert, wie es manche meiner Vorredner hier implizieren. Und es ist recht gut recherchiert (erinnert) - soweit ich das beurteilen kann (Immerhin hatte ich selbst mit einigen realen Protagonisten dieser "semi-Autobiographie" zu tun).

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