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Doppelleben
 
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Doppelleben [Gebundene Ausgabe]

Tim Parks , Michael Schulte
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 440 Seiten
  • Verlag: Kunstmann; Auflage: 6., Aufl. (20. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3888973236
  • ISBN-13: 978-3888973239
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 261.841 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Tim Parks
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dass Richter besonders aufrichtige Menschen sind, nur weil ihr Beruf sie (angeblich) auf die Wahrheit verpflichtet, ist eine Mär. In Tim Parks Roman ist der brasilianischstämmige britisch adoptierte Richter Daniel Savage nicht nur nicht besonders aufrichtig, er ist schlicht die Inkarnation der Lüge selbst. Über Jahre hat er seine Frau in einer Unzahl von Affären betrogen. Doch nun, mittlerweile ein wenig in die Jahre und auf der Karriereleiter dort angekommen, wo er bis zum Ende seines Berufsleben verweilen möchte, soll alles anders werden. Savage hat sich entschlossen, seinen Lebenswandel mit dem äußeren Anschein seiner guten Situierung in Deckung zu bringen. Ganz unaufgeregt und ohne neue Amouren will er mit seiner Frau und den beiden Kindern nur noch heile Welt spielen und ansonsten der Gerechtigkeit zu ihrem Recht verhelfen.

Doch es kommt, wie es kommen muss: In Gestalt einer längst verflossenen Liebschaft holt Savage sein Doppelleben ein. Er tut, was er immer getan hat, und macht am Ende alles falsch. Er wird fast zu Tode geprügelt, die Ehe scheitert endgültig, und die Geliebte liegt plötzlich tot neben ihm im (Hotel-)Bett. Und zwischendurch wird Recht gesprochen.

An der Geschichte wollen wir nicht groß herummäkeln. Stilistisch freilich -- so aufrichtig wollen wir sein -- hätten wir uns nach der atemlosen Lektüre von Parks' elftem Roman Schicksal ein klein wenig mehr erwartet. Manches Unbehagen bei der Lektüre ist dabei sicherlich der etwas zu eiligen Übersetzung anzulasten. Musste denn die deutsche Ausgabe von Doppelleben hier zu Lande wirklich fast zeitgleich mit dem englischsprachigen Original erscheinen? Lieber Antje Kunstmann Verlag, fürs nächste Mal: So ungeduldig sind wir gar nicht. Ehrlich! --Andreas Vierecke

Pressestimmen

"Tim Parks ist ein glänzender Beobachter des modernen Lebens." (Marcel Reich-Ranicki)
"Dramatisch gewieft wie Javier Marías, rhetorisch brillant wie Philip Roth - und in jedem Detail durchdacht." (Elke Schmitter)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der britische Autor Tim Parks hat sich spätestens mit dem Buch Schicksal auf dem deutschen Buchmarkt vom Geheimtipp zum Bestseller-Autor gemausert. Seit der Empfehlung in der jüngsten Sendung von Elke Heidenreich sind auch die Verkaufszahlen des jüngsten Romans "Doppelleben" in ungeahnte Höhen geschnellt. Doch zu Recht?

In Italien waren es sechshundertvierzig, in Deutschland zweihunderteinunddreissig und in Spanien hat Mozarts Don Giovanni eintausendunddrei Frauen verführt. Daniel Savage - der Held in Tim Parks Roman „Doppelleben" - könnte da wahrscheinlich gut mithalten, er hat seinem Nachnamen und den Klischees, die sich um sexuelle Kapazitäten schwarzer Männer ranken, alle Ehre gemacht und es während seiner fast 20jährigen Ehe nebenher wild getrieben. Doch damit ist jetzt Schluß. „Es gibt kein Leben ohne Doppelleben, und doch hat man irgendwann genug davon", mit dieser Selbsterkenntnis lässt Parks seinen Roman beginnen. Daniel Savage hat allen Grund zur Umkehr, nachdem eine seiner Affären aufflog, seine Frau ihn deswegen aus der Wohnung schmiss, um sich schließlich doch wieder zu versöhnen. Dies und seine Ernennung zum Strafkammer-Richter sind Anlass für einen Neustart, besiegelt durch den Kauf eines eigenen Hauses für die aus der Asche einer mittelgroßen Krise wiedererstandene Familie. „Die Zeit der Metamorphosen ist vorbei. Ich habe mich selbst gefunden", stellt Daniel Savage fest.

Wenn ein Buch mit der Selbstfindung seines Protagonisten beginnt, mutmaßt man zu Recht, dass da wohl noch ein dickes Ende kommen muß. Richter Savage erweist sich denn bei näherem Kennenlernen auch als nach wie vor ziemlich unausgegorenes selbstbezogenes kaltes Ekel und es braucht schon viele Dutzend Seiten, bis man wenigstens so etwas Mitleid mit ihm bekommt. Savage heißt nicht nur wild, sondern auch grausam, der Richter allerdings ist im entscheidenden Moment eher nicht grausam genug. Eine frühere koreanische Geliebte ruft ihn an und bittet flehentlich um Hilfe. Savage geht dem Ganzen nach und begibt sich in einen Sumpf aus Schleuserbanden, Rauschgifthändlern und verdeckten Ermittlern - all das vollkommen ahnungslos, was besonders deshalb erstaunlich ist, weil der Umgang mit zwielichtigem Gesindel zu seinem Tagewerk als Richter gehört.

Savage jedenfalls wird bei der Suche nach seiner Ex-Geliebten aus dem Hinterhalt überfallen und halbtot geschlagen, was an sich schlimm genug ist, doch bei ihm kommt noch hinzu, dass er nach dem Erwachen aus dem Koma nicht ehrlich sagen darf, wer vermutlich dahinter steckt, jedenfalls nicht ohne mit der ganzen Wahrheit herauszurücken, seine frisch wiedergewonnen Familienfrieden zu zerstören und den Ruf und die Stellung als Richter aufs Spiel zu setzen.
Wie viele der Angeklagten, die er täglich vor sich hat, entscheidet sich Savage zunächst für eine Strategie der Vertuschung, um dann peu à peu erst mit der halben und schließlich mit der ganzen Wahrheit herauszurücken, ohne dass ihm das dann noch etwas nützen würde. So gerät er endgültig in einen selbstzerstörerischen Strudel aus Lügen und Halbwahrheiten, Maskerade und Entblößung, Demütigung und Selbstmitleid.

Vielleicht wäre die ganze persönliche Geschichte langweilig geworden, hätte sie Parks nicht so klug mit dem britischen Rechtssystem verwoben. So aber gewinnt die Geschichte ihre Spannung auch aus den Parallelen und Überschneidungen zwischen Familienleben und Gerichtsalltag, zwischen privater Moral und Rechtsnormen einer Gesellschaft, zwischen persönlichen Verfehlungen und öffentlichen Interessen. Vor Gericht und bei Freundschaft und Liebe geht es schließlich um ähnliche Fragen: Wem kann man trauen, was ist die Wahrheit und was nur die Inszenierung davon? Wie wichtig sind Regeln und Normen, auch wenn man weiß, dass sie nie hundertprozentig erfüllt werden können? Was ist eine angemessene Sühne und wann ist keine Rückkehr in die Gesellschaft oder keine Versöhnung in Ehe und Familie mehr möglich?

Parks ist in „Doppelleben" das faszinierende Porträt eines Mannes gelungen, der für diese Fragen beruflich durchaus Antworten parat hat, ihnen aber privat zunehmend hilflos gegenüber steht. Er kann sich nicht entscheiden zwischen der langweiligen Geborgenheit monogamer Familienidylle und den flüchtigen Freuden exzessiver Promiskuität. „Es schien nur die Wahl zu geben zwischen dem Leben im Gefängnis oder dem Dasein auf einem einsamen kalten Planeten", läßt Parks seinen Helden denken und bringt dabei das Dilemma des Don Juan auf den Punkt. Denn der stopft mit seiner sexuellen Hyper-Aktivität vor allem die Löcher im eigenen Innenleben. Savage braucht die Affären, um seine Selbstzweifel in Schach zu halten, und er braucht eine Familie, weil er ohne sie emotional nichts ist.

Doch es liegt nicht nur daran, dass sich der Richter immer mehr als Betrogener Betrüger fühlt. Denn wie sich herausstellt, tragen auch viele andere Menschen in seiner Umgebung ein Geheimnis mit sich herum und so bleibt bis zum Schluß offen, ob Savage nicht nur Opfer in einem großen Komplott ist. Parks hat also einen spannnenden Roman geschrieben. Der Kunstmann Verlag aber sollte von dem Gewinn unbedingt weitere Korrektoren einstellen und einen besseren Übersetzer verpflichten, denn was an diesem Buch stört sind die vielen Rechtschreibfehler und die lieblose Übersetzung.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kurze Beine 5. Juli 2007
Von Polar
Format:Taschenbuch
Der Krug wandert solange zum Wasser, bis er zerbricht. Auch Richter Savage hätte sich bewußt sein sollen, daß Lügen nicht ewig halten. Irgendwann manövriert jeder sich in eine Lage, in der er in keinem Fall die Wahrheit aussprechen darf, ohne alles zu verlieren, was er sich aufgebaut hat. In Savages Fall würde ihn das umso härter treffen, da er sich, mit dem Handicap einer dunklen Hautfarbe behaftet, hartnäckig in die obere englischen Gesellschaft vorgekämpft hat und es genießt, ihr anzugehören. Wären da nicht die Seitensprünge, könnte es sich um ein erfülltes Leben handeln. Doch wie im Titel bereits vermerkt, wird sein Doppelleben eines Tages Gegenstand der Medien, nachdem eine seiner Exgeliebten zusammengeschlagen worden ist.

Tim Parks bringt die wohlbehütete bürgerliche Fassade seines Helden facettenreich zum Einsturz, zeigt Mitleid mit einem Mann, der nicht anders kann, für den das Doppelleben die Voraussetzung für seinen Aufstieg darstellt, ohne dessen Existenz er sich hätte früh eingestehen müssen, wie sehr er sich doch selber belogen hat.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schwierig oder schlecht? 1. September 2003
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Nee, ich fand keinen Zugang zum Doppelleben. Die Handlung schleicht so daher und nach 150 Seiten stellt sich mir immer noch die Frage: Was soll das Ganze? Der Sinn will sich nicht erschließen. Vielleicht ist Parks Anliegen ganz einfach zu hoch für mich oder hat er gar keine "Botschaft"? Wie auch immer, die Story kommt ziemlich lahm daher und man braucht sehr viel Energie, um die gut 400 Seiten durchzustehen. Schade.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Spannend
Der Versand war schnell die Verpackung war genau richtig und das Buch lässt sich gut lesen
Vor 22 Monaten von Valerie Krämer veröffentlicht
Unendlich langwierig
Es passiert extrem selten, dass ich ein Buch vor dem eigentlichen Ende aufhöre zu lesen. Hier war es soweit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Juni 2009 von Andreas Pradel
kein Roman
"Schlecht oder schwierig?" schreibt weiter unten ein Leser und bringt das Resumée für Tim Parks' Roman "Doppelleben" auf den Punkt: Möglich, daß der Roman... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Januar 2007 von Jochen Metzger
Gute Beschreibung des Zeitgeistes
Ich finde hier mal den deutschen Titel des Buches gut gewählt. Den alle Protagonisten in dem Roman führen irgendwie eine Art Doppelleben - da ist der Hauptheld - Richter,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. August 2006 von Thomas R.
Vom wilden Richter
Richter Daniel Savage, von Briten adoptierter gebürtiger Brasilianer, hat eigentlich alles, was man sich wünschen kann: Eine gute Ehe, zwei Kinder, ein schönes Haus,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Mai 2006 von marielan
Zu wenig für einen Wälzer und dieses Thema
Tim Parks hat sich, das muß man ihm bestätigen, viel vorgenommen. Anders als oft bei Simenon (vielleicht war es Pech für Parks und mich, daß ich „gerade... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2006 von Gerd Lodenkmper
Doppelleben glücklicherweise nur einfach langweilig
Ein Richter mit Doppelleben, das verspricht spannend zu werden. Wäre es auch geworden, wenn das Buch Mankell geschrieben hätte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. August 2003 von Robert Pfrogner
und es zieht sich
Versuche noch immer in die Story zu kommen. Habe in der Zwischenzeit 3 andere Bücher gelesen. Trotz Fernsehvorstellung eher zähes Buch
Am 25. Juli 2003 veröffentlicht
Inhaltsangabe verspricht mehr - ich bin enttäuscht
Wie schon in Tim Parks letztem großen Erfolg "Schicksal" sind auch in seinem neuen Roman Familie, Ehe und die ihnen innewohnenden Zerstörungskräfte das Hauptthema. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Mai 2003 von kamajakka
er hat schon besseres geschrieben
das "doppelleben" in parks neuem roman lebt ein englischer richter, spezialist für strafverfahren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Mai 2003 von Martin Loehnig
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