Oliver Stone hat es wohl wie keiner anderer geschafft, Filme zu machen, die sich sehr kritisch mit der US-Amerikanischen Mentalität auseinandersetzen. Als Ventil hat er dafür meistens historische Ereignisse genommen, wie z.B. den Kennedy-Mord, den Vietnam-Krieg oder auch wie hier mit dem Musikphänomen The Doors. Wobei hier eigentlich mehr das Musikerleben von Sänger Jim Morrison im Mittelpunkt steht und die Band nur Staffage ist. Val Kilmer verkörpert den Lizard King, also den Eidechsen-König, mit großer Überzeugung. Der Film lebt von der Musik, von der Poesie und von den Umständen, die das Werk der Doors maßgeblich beeinflusst haben. Morrison wird oft als Alkoholiker dargestellt und verkörpert mit seinen Vorstellungen vom Leben das stereotypische Verhalten eines Rock`n Roll-Stars. Viele Haupt- und Nebenrollen sind herausragend besetzt. Als Freundin von Morrsion ist Meg Ryan zu sehen. Auch Billy Idol, ein in den 1980er Jahren sehr bekannter Musiker, taucht mehrmals auf. Wer genau hinsieht, erkennt sogar Regisseur Oliver Stone in einer Cameo-Rolle. Jedenfalls ein Film mit vielen Bildern, die nachhaltig wirken. Meines Erachtens sehr sehenswert.