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Produktinformation
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Moviemans Kommentar zur DVD: Nettes Bild, zurückhaltender Sound, viele sinnvolle Extras.
Bild: Die Rauschwerte sind erfreulich und bilden großflächige Bildinhalte recht ruhig ab (00:10:30, Himmel,Meer). Kamerabewegungen laufen geschmeidig und ohne Schärfeverluste ab. Die Schärfe zeichnet Details nicht komplett sauber konturiert, aber doch noch in überzeugender Akzentuierung (00.38.09, Wiese, Büsche). Bei gesunden Kontrastwerten und natürlichen Farben eine gelungene Abtastung.
Ton: Das Klngbild ist nicht ganz homogen in seiner Kulissen-Zeichnung. So klingt etwa einRasensprenger im Hintergrund kaum realistisch in seiner akustischen Platzierung (00.30.04), während ein Diaprojektor bei seinem Bildwechsel sehr prägnant herüberkommt (00.39.47). Insgesamt bleibt die Kulisse zu wenig nachvollziehbar, wodurch sie etwas zu eng wirkt.
Extras: Ein elegantes und informatives Making Of und ein 15 minütiges Interview mit John Irving erhellen den literarischen Charakter des Filmes. Der Audiokommentar von Tod Williams und dem Produktionsteam ist recht ernsthaft und sehr an der Geschichet interessiert. --movieman.de
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Komprimierung,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Door in the Floor - Die Tür der Versuchung (DVD)
Nach dem die Verfilmung von John Irvings "Gottes Werk und Teufels Beitrag", nicht zuletzt aufgrund seiner Oscarhonorierten Arbeit als Drehbuchschreiber und Michael Caines ebenfalls ausgezeichneter Nebenrolle vor kurzem recht viel Staub aufwirbelte kommt nun eine neue Irving - Adaption daher. Der Film basiert auf „Witwe für ein Jahr" und ist nicht nur exzellent besetzt, sondern auch sehr interessant gelöst.Damit der 500 - Seiten Roman keinen Sand im Getriebe verursacht hat Regisseur und Drehbuchautor Tod Williams einfach nur den ersten Teil, der in drei Zeitabschnitte gegliederten Geschichte verfilmt. Die Ehe von Ted, einem erfolgreicher Kindbuchautor, und seiner schönen Frau Marion steckt in einer Krise. Bei einem Verkehrsunfall haben sie ihre beiden Söhne verloren. Marion ist stumm geworden, unfähig ihre kleine Tochter zu lieben leidet sie leise vor sich hin, während Ted sich zahlreiche, flüchtige Affären aufbaut. Er pflegt fremde Frauen mit gewieften Schachzügen für sich zu gewinnen, um sie dann nackt zu mahlen. In diesem Jahr konnte man bei den Oscarverleihungen wieder einmal erkennen, wie wenig Filmverständnis die Academy besitzt. Während ein Routine - Eastwood als Gipfel zusätzlich noch für den Besten Hauptdarsteller nominiert war wurden Martin Scorsese und Jeff Bridges wieder einmal konsequent übergangen, letzterer nicht einmal nominiert. Selten darf man eine so adäquat auf die Leinwand gebrachte Verfilmung sehen, auf die selbst John Irving erfreut reagierte. Williams Drehbuch ergänzt und kürzt den ersten (und besten) Teil der „Witwe für ein Jahr" angenehm nachdenklich, das Zusammenspiel zwischen Crew und Regie ist hervorragend. Kameraarbeit, Schnitt und Musik tragen vieles zum Gesamtgefüge bei. Bedenkt man die geringe Bekanntheit des Filmes, so darf man sich trotzdem über eine nobel ausgestattete und technisch einwandfreie DVD freuen, deren Interviews die „Selbstbeweihräucherung" meist außen vorlassen und speziell Irving ausführlich zu Wort kommen lassen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein neues Kind - kein neues Leben,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Door in the Floor - Die Tür der Versuchung (DVD)
Tod Williams gelang 2004 dank seiner vorzüglichen Darsteller eine weithin überzeugende Verfilmung des ersten Teiles von John Irvings Roman "A Widow for One Year". (Witwe für ein Jahr) Besonders herauszuheben sind die Hauptdarsteller: Jeff Bridges (55) beweist wieder einmal seine große dramatische Potenz und versieht die große Bandbreite der komplexen Hauptfigur mit erstaunlicher Glaubwürdigkeit. Kim Basinger - unfassbar, wie sie mit 53 Jahren noch aussieht - bietet eine äußerst sensible und filigrane Darstellung der Gattin. Ebenso überzeugt auch John Foster(20) als Assistent des Künstlers, Sohnersatz und jugendlicher Liebhaber.Nach dem traumatischen Verlust beider Söhne durch einen Autounfall versuchen der erfolgreiche Kinderbuch-Autor Ted Cole und seine Frau Marion einen Neuanfang. Sie lassen sich in den Hamptons, dem östlichen Ende von Long Island, nieder. Ihre Tochter Ruth kommt zur Welt. Doch die Beziehung, bereits vor dem Verlust der Söhne schwierig, krankt weiter. Ted trinkt etwas zuviel und zelebriert erotische Psychospielchen mit wechselnden Musen unter dem Vorwand, Modelle zeichnen zu wollen. Außerdem tobt der mit der Tochter liebevolle und geduldige Vater sich wütend in einer Squash-Halle auf dem Boden des Hauses aus. Marion hat das ganze Haus mit Fotografien der verstorbenen Söhne dekoriert und zelebriert mit der Tochter endlose Erinnerungs-Zeremonien, wenn sie nicht gerade in einen komatösen Zustand fällt. Ted erklärt ihr wie beiläufig, dass er den Park völlig umgestalten will. Aber es bleibt nicht bei dem Garten: er möchte die Trennung - zumindestens mal für ein Jahr. Doch gleichzeitig versucht Ted, sein Leben wie einen Roman zu arrangieren. Er hofft, seine Frau aus dem Bann ihres Kataklysmus zu befreien, indem er den jungen Eddie, der den Autor bewundert, als Assistenten einzustellt. Eddie glaubt an eine Chance, von dem Schriftsteller lernen zu können. Marion vermutet, Ted suche wegen seines Führerscheinverlustes einen Fahrer - doch Ted hat Eddie lediglich wegen seiner Ähnlichkeit mit Thomas, dem ältesten der verstorbenen Söhne, engagiert. Der junge Mann ist natürlich überwältigt. Solch ein Haus am Meer, die unkonventionelle Lebensweise, vor allem aber die attraktive Gattin des Künstlers - erst nutzt er heimlich Fotos und Wäsche Marions zu seiner Befriedigung, dann erfüllen sich sogar seine feuchten Träume: Marion bietet sich dem Sohnklon an, nachdem sie Eddie in voller "Action" ertappt hatte. Ob sich Ted die Befreiung seiner Frau so vorgestellt hat? Jedenfalls reagiert er Eddie gegenüber nur mühsam gelassen, zerlegt ihn zornig beim Squash und liefert eine überzogene Szene, weil die kleine Ruth im falschen Moment ins Schlafzimmer der Liebenden laufen konnte. Davon ab spielen alle mehr oder weniger die zivilisierten Menschen - doch die Leichen liegen unter einer Tür im Boden nur verborgen. Früher oder später, weiß Ted in einer seiner Kinder-Erzählungen, wird jemand die Klappe öffnen. Für die Coles ist es so weit, als Ruth das Glas eines Foto mit den beiden verstorbenen Söhnen zerbricht und sich dabei schneidet. Eddie versucht zu kitten, lässt das Bild reparieren - doch die Steine rollen bereits: Ted schickt seine Muse mit Eddie als Boten dramatisch zum Teufel und Marion verlässt alle: Ted, Eddie und Ruth. Sie nimmt ihre geliebten Fotos, aber auch die Negative, mit, und sie möchte zu Teds Entsetzen auch nicht mehr für Ruth sorgen. Der stumme Abschied des Paares voneinander, voller Liebe, aber auch ohne Hoffnung, zählt zu den ergreifendsten Momenten des Films. Zurück bleibt die 5-jährige Ruth (Elle Fanning) mit einem zerstörten Vater, der sich an einen neuen Alltag mit schlechten alten Gewohnheiten festzuklammern versucht - und mit dem einzigen verbliebenen Foto ihrer Mutter und ihrer Brüder, von denen auf dem Bild nur die Füße unter der Bettdecke herausschauen. Der Mohr kann gehen: Ted feuert Eddie - doch zunächst erzählt er ihm im Dunkeln, denn "manche Geschichten kann man nur im Dunkeln erzählen", noch die Geschichte von Marion, Ted und ihren beiden Söhnen... Irving behandelt in seinem Buch wie stets sein großes Thema "Verlust". Für ihn ist es ein Ausdruck der Liebe zum Menschen, wenn er die pittoresken Lächerlichkeiten liebevoll beschreibt, mit denen wir unsere Reste von Würde auszuschmücken pflegen, Leiden und Angst zu kaschieren versuchen. Die Irvingschen Motive des extrem betriebenen Sports (hier das Squash), der Akzeptanz der Lust und der drolligen Art, sich über menschliche Schwächen und Unzulänglichkeiten zu mokieren, finden sich im Film wieder - alle Figuren scheinen stets auch ein wenig neben sich zu stehen und den Kopf über ihr eigenes Handeln zu schütteln, mit Ausnahme der kleinen Ruth, deren ernsthafte Aufmerksamkeit auf die verstorbenen Brüder fokussiert zu sein scheint in dem zum Scheitern verurteilten Bemühen, das Wesen dieser Menschen, die ihren Eltern so viel bedeuten, zu erfassen, obwohl sie diese nie kennen gelernt hatte. Wer Irvings Weltsicht von innen besser kennen lernen möchte, dem sei Irvings offener und weitgehend autobiografischer Roman "The World According to Garp" empfohlen: Garp und wie er die Welt sah. Die Produktion ist alleine schon deshalb zu loben, weil man nicht versuchte, den 700-seitigen Schmöker Irvings in einen Film zu packen, sondern sich auf einen der drei Handlungsstränge konzentrierte. So gewann der Film die Luft für seine ruhige Erzählweise, seine gemäldeartigen Bilder und die Kraft der Szenen. Dies alles ist ohne Zweifel sehr gelungen - lediglich eine Verfolgungsjagd - die frustrierte Muse jagd dem übersättigten Künstler mit einem monströsen Messer nach - tangiert peinlich das Slapstick-hafte. Die Trauer der Trennung, die verzweifelten Versuche, einen Weg zueinander zu finden, die Frustration der Ersatzhandlungen werden selten so überzeugend spürbar wie ein diesem Film. Mit dem Assistenten Eddie und der kleinen Ruth steht der Zuschauer als Augenzeuge unmittelbar am Rand des Abgrunds einer verlorenen Liebe. jury 4* A0325 22.10.2010r 12A Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach wunderbar und abseits des ewigen Mainstreams,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Door in the Floor - Die Tür der Versuchung (DVD)
Dieser Film hat mich von Anfang an fasziniert. Habe ihn gleich noch ein zweites Mal angesehen, wodurch er für mich nur gewinnen konnte. Mit leisen Bildern und Worten erzählt und dem gleichzeitig skurilen Humor - der unglaublich schwere Schicksalsschlag, der erst sehr spät dargestellt wird, der junge Eddi - einfach toll -, Kim Basinger - sehr glaubhaft in ihrer Rolle, und das Ende der Geschichte, in dem Ted Col selbst die geheime Tür öffnet, von der er in seinen Büchern erzählt - einfach eine meisterhaft gebrachte Geschichte mit absolutem Niveau. Wer allerdings das übliche Klischee erwartet wird freilich enttäuscht sein. Gerade deshalb ist dieser Film für mich ein absolutes Highlight und sehr zu empfehlen! Meisterhaft! Endlich einmal etwas anderes als dieser ewig gewohnte "Mainstream"! Ein Film, den man sich immer wieder ansehen kann! Danke dafür!
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