Um eines deutlich zu sagen der Autor hat hier sein Bestes gegeben, um aus einer dünnen Story einen ansprechenden Roman zu schaffen. Dass ihm dies nicht gelungen ist, kann man weder dem Verlag noch ihm oder dem Übersetzer vorwerfen. Wo keine Handlung ist, kann man auch keine finden. Obwohl sich Shirley redlich bemüht, den flachen Film-Charakteren etwas Background zu verleihen und die zahllosen Action-Szenen mit Spannung zu würzen, kommt einfach keine Atmosphäre auf. Von Anfang an wird klar, dass es sich bei dem Buch um eine 10-Kleine-Negerlein-Geschichte handelt. Viele Söldner gehen auf den Mars, wenige kommen zurück. Die einzig wirklich spannende Frage bleibt, wie die Kämpfer ums Leben kommen. Der Autor variiert dabei die in Frage kommenden Möglichkeiten. Von hygienisch einwandfrei bis Splatter ist alles vertreten, was man in solch einem Buch erwarten darf. Dementsprechend ist es nichts für zarte Gemüter. Leider können auch diese Beschreibungen den Roman nicht retten. Er bleibt flach, die Abläufe sind vorhersehbar und am Ende des Bandes fragt man sich, wie so wenig Handlung auf so viele Seiten ausgedehnt werden konnte. Einzig ein paar angedeutete, unethische Experimente seitens der Wissenschaftler lassen Hoffnung auf Handlung aufkeimen. Eine Hoffnung, die sich leider nicht erfüllt.
Fazit:
Der Autor und der Übersetzer gaben ihr Bestes. Da die Vorlage jedoch weder dem Spiel gerecht wird, noch den drei Romanen, die dem Ego-Shooter zugrunde liegen, die Handlung mit der Lupe gesucht werden muss und die Abläufe vorhersehbarer sind als der durchschnittliche Gottesdienst in einer Dorfkirche, werden weder Fans des Spiels noch Freunde von Horror- und Actionromanen ihre Freude an diesem Werk haben. Im Film werden die Zuschauer zumindest mit einer knapp fünfminütigen Ego-Shooter-Sequenz erfreut. Aber selbst dieses Goodie kann in einem Roman zum Film naturgemäß nicht punkten. Ein Kasten Bier zum selben Preis und eine Runde DOOM im Netzwerk machen vergleichsweise mehr Spaß und hinterlassen einen bedeutend längeren Eindruck.