Und zwar kein Spaß-Punk im Sinne von Pop-Bands wie Good Charlotte oder Sum 41, die natürlich auch einige gute Lieder haben, sondern einfach Punk in voller Überzeugung. Nachdem Green Day 1994 mit ihren bisher veröffentlichten Alben nur Ruhm im Underground gesammelt haben, schlug "Dookie" ein wie eine Bombe. Bis heute sind etwa 15 Mio. Exemplare verkauft, im Zuge des "American Idiot"-Hypes wird wohl noch die ein oder andere Million hinzukommen. Das alles geschieht voll zu Recht, denn alle Lieder sind eingängig, gelungen und lassen sich immer hören. Selbst wenn man eigentlich gerade schlecht gelaunt ist, muntern einen die Lieder über Themen wie die Probleme in der Pubertät oder Langeweile sofort auf, einfach alles perfekte Punk-Songs, die jedoch auch gute Melodien haben. Zwar sind alle Lieder gelungen (bis auf vielleicht den lustigen und nicht ganz ernst gemeinten Hidden-Track "All By Myself", bei dem Tré Cool singen darf, aber das Lied wohl nicht ganz ernst genommen werden kann), aber einige sind noch ein Stück besser als die übrigen. Das sind das von Mike Dirnts Bass dominierte "Longview", "Welsome Paradise", das als etwas schlechter weil billiger produziert umgesetzte Version bereits auf "Kerplunk" drauf war, der Alltime-Classic "Basket Case", vielleicht das beste Green-Day-Lied überhaupt, "She" und die Halb-Ballade "When I Come Around", die immer noch auf jedem ihrer Konzerte gespielt wird. Die anderen Lieder sind aber ebenfalls sehr gut und "Dookie" ist jedem Punk- und Rockfan zu empfehlen, aber auch nicht Rock-Fans werden wegen der sehr gelungenen Melodien und Billie Joes hypnotischem Gesanges sicher nicht ganz abgeneigt gegenüber diesem Meisterwerk sein, denn "Dookie" ist nicht nur eines der wichtigsten Alben der 90er (es leitete das Punk-Revival ein), sondern wohl auch eine der besten Rock-CDs ever! Also, ich habe genug gelabert, jetzt sollten Sie sich sofort diese geniale CD bestellen und genießen!