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Don't believe the hype!: Die meist überschätzten Platten der Pop-Geschichte
 
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Don't believe the hype!: Die meist überschätzten Platten der Pop-Geschichte (Broschiert)

von Sky Nonhoff (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 333 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2., Aufl. (März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596164680
  • ISBN-13: 978-3596164684
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 13,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 453.211 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Was ist eigentlich so bahnbrechEND an Miles Davis, visionär an Bob Dylan, originell an Patti Smith, Norah Jones oder Coldplay? Immer und überall werden die gleichen Alben gelobt. Das ist langweilig und oftmals reine Geschmacksache. Sky Nonhoff bürstet die Pop-Geschichte gewaltig gegen den Strich. Witzig, intelligent und an luzider Bösartigkeit kaum zu übertreffen!


Über den Autor

Sky Nonhoff, geboren 1962, ist Journalist und Autor. Zuletzt erschienen "Boy meets Girl", "Die dunklen Säle" und "Schallplatten".

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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Fehlschlag!, 31. August 2006
Musikkritiker aus dem alternativen Bereich habens oft schwer: sie müssen immer die Sachen gut finden, die der Masse nicht gefallen ... oder umgekehrt: sie müssen immer das nicht mögen, das viele Leute mögen. Blöd nur, dass diese Kritiker sich mit einem Phänomen auseinandersetzen, das Pop heißt ... wie in in popular, also ... ja, das heißt doch populär? So im Sinne von: für alle zugänglich?

Fakt ist: es gibt eine "elitäre" Popkritik, die nur übersieht, dass sie eine contradictio in adjecto darstellt. Kennzeichen dieser Art von Popkritik ist, dass sie sofort eine Band wieder fallen lässt, wenn sie mehr als eine "eingeweihte Gruppe" anspricht - weil dann ist das nicht mehr cool genug und die entsprechende Band ist zu "kommerziell" geworden (als wäre Kommerz nicht die Triebfeder des Pop schlechthin, vom Anbeginn an.)

Dieses Buch ist ein ganz schlimmer Auswuchs dieser Denkweise. Der Ansatz ist recht amüsant: Verreissen wir doch mal die ganzen Platten, die immer wieder bei den ewigen Bestenlisten auftauchen! Und zum drüberstreuen: Machen wir auch die Platten nieder, die jetzt überall so hochgelobt werden!

Konzept gut, Ausführung nicht genügend.
- Wem zu "Harvest" von Neil Young nix anderes einfällt, als das die Platte vorwiegend "von dicken Mädchen" gehört wird,
- der meint, Guns 'n Roses können deswegen nicht vom Punk beeinflusst sein, weil sie hie und da Balladen machen
- aber eh wurscht, auch die Pistols waren nicht wirklich Punk
- Led Zeppelin IV nur für eine Travestie hält (ohne weitere Begründung)
- und Springsteen für eine Mischung aus Stallone und Niedecken hält (obwohl wohl beide eher mehr von Springsteen geklaut haben als umgekehrt)
... ja, der hat sich wohl jedes Recht, ernst genommen zu werden verwirkt.

Der Begriff "Hype" wird halt leider in diesem Buch sehr ungenau verwendet. Wenn man bei The White Stripes (neue, unbekannte Band, rollt mit einem Album die ganze Welt auf) wohl durchaus von Hype reden kann, fällt es schwer, den Begriff mit den Beatles, den Doors oder sogar Madonna (seit Jahren im Geschäft, verkaufen immer noch, neue Musiker berufen sich darauf) in Verbindung zu bringen. Vielleicht ist das, was diese Musiker gemacht haben, deswegen in diesen öden Bestenlisten, weils einfach wirklich gut ist ...?

So richtig ärgerlich (und damit komme ich wieder zum Anfang des Reviews zurück) wirds am Schluss: Der alternative Kanon. 100 "Alternativen" zu den gängigen Klassikern. 100 teils obskure, teils zu Recht vergessene, teils durchaus interessante Platten ... aber eben (und das scheint Hr. Nonhoff nicht zu kapieren): KEINE POP-KLASSIKER! Die Liste spiegelt genau den elitären Standpunkt wieder, aus dem Nonhoffs popkritisches
Verständnis erwächst: darf keiner kennen, und wenns eine Band ist, die "man" kennt, dann bitte das unbekanntere der beiden Alben ...

Nein, wenn schon polemische Rockkritik, dann Burchill/Parsons "The Boy looked at Johnny", aber nicht diesen halbgaren Unsinn ...
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Bei aller Kritik..., 20. August 2006
Jeder weiß, wenn er mal das Radio anschaltet oder MTV sieht: Es gibt soviel Schrott - doch laut diesem Buch gibt es eigentlich nur Schrott. Ein Album oder eine Band kann so gut sein wie sie will, gilt sie als etabliert, wird von den zusammengewürfelten Beiträgen in "Hype" alles aufs ignoranteste negiert. Dabei war zunächst meist optimistisches Interesse geweckt, denn natürlich kennt jeder so ein Album, das einem als unfehlbares Meisterwerk angepriesen wurde, nur um anschließend völlig enttäuscht den entstanden Geldverlust zu beklagen. Doch beim Lesen (zum Glück habe ich es nicht gekauft, sondern aus der Bibliothek ausgeliehen) wurde ich ebenfalls enttäuscht: Auch wenn hier tatsächlich viele Platten gelistet sind, die ich als zu überbewertet ansehe, verdient die "Kritik" die daran geäußert wird diesen ohnehin anrüchigen Namen nicht. Arrogante, unsachliche Hasstiraden werden hier abgespult, durchsetzt mit noch geschmackloseren und hinterhältigeren Seitenhieben, die sich in erster Linie gegen die Bandmitglieder, ihr Auftreten, ihre Aussagen, ihre Gründungsgeschichte, ihre persönlichen Eigenschaften, ihr Aussehen, ihre Produzenten, ihre Texte, usw. ... richtet. Etwa 5 - 10 % des Buches beschäftigt sich ernsthaft mit Musik, also das, worum es hier eigentlich gehen sollte. Sachliche Objektivität und überzeugende Argumente sucht man vergeblich, dafür eine unerträgliche Masse an intellektueller Selbstbefriedigung auf Kosten anderer. Oft weiß man am Ende des Essays gar nicht, was für Musik der besprochene Interpret eigentlich macht, außer, dass sie überbewertet wird natürlich. Ähnliches gilt auch für die Kritik selbst, denn häufig fragt man sich, was dem Autor eigentlich an dem Album/Band/Musik nicht gefällt, wird dafür aber ungefragt über alles informiert, was dem Verfasser irgendwie ankotzt; alles weitere wird mit negativen Attributen bedacht, damit man die Inhaltslosigkeit der Kritik nicht mitbekommt. Man spürt, dass es ihnen Spaß macht ihr uninformatives Gezeter zu schreiben, sich selbst gern reden zu hören, den Frust abzulassen; doch dabei richtet sich dieser Ärger meist nicht präzise gegen ein bestimmtes Album, vielmehr wird einfach wütend in den Raum geredet, ohne sein eigenes Opfer genau benennen zu können. Diese Planlosigkeit des Herausgebers zeigt sich unter anderem an Elvis' Album "The Original Sun Sessions", das sowohl als überschätztes Album gelistet, als auch am Ende in den alternativen Top 100 der Autoren erwähnt wird.
Der Hass, den der Herausgeber damit heraufbeschwört, ist so sicher wie der Erfolg dieses Buches; negative Publicity ist immer noch Publicity. Die vielen polarisierenden Rezensionen sind ein eindeutiges Zeichen dafür, dass dieses Machwerk anscheinend nur veröffentlicht wurde um verkaufswirksam zu provozieren. Mein Hass gilt nicht einmal der Verunglimpfung einiger meiner Lieblingsalben, sondern eher der dummdreist verschenkten Chance des originellen Ansatzes. Dabei wird auch konsequent übersehen, dass nicht die Musiker sondern wir selbst die Dummen sind, die den "Hype" um jene Meisterwerke entfachen; um genau zu sein, in erster Linie sind es ja gerade Kritiker, die wahrlich niedrigste Lebensform der Gesellschaft, welche den Ruf vieler Bands und Alben so lobesschwanger in Stein meißeln. Also denken sie dran: Wenn sie neugierig sind, kaufen sie das Buch nicht, dann haben die Herausgeber gewonnen. Leihen sie es sich irgendwo aus, oder lesen sie es schnell in der Buchhandlung. Aber noch besser ist: Lesen sie es gar nicht. (Erik Wenk)
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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen An Dummheit kaum zu überbieten, 27. Dezember 2006
Von Polygraph - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REVIEWER)   
Seien wir ehrlich. Wir alle haben doch schon einmal eine glänzende Plattenkritik in einem Musikmagazin gelesen, haben uns schnurstracks das Album gekauft und dann beim Anhören festgestellt, dass uns die Musik auch beim zehnten Durchhören irgendwie nicht recht ansprechen will. Oder ein Freund hat uns eine neue Entdeckung als einen "Meilenstein" der Musikgeschichte vorgestellt, und wir konnten beim Probehören nur schwer verbergen, dass wir uns dieser Begeisterung nicht ganz anschliessen konnten, und die Musik bestenfalls nur "ganz okay" fanden.
Der feine Unterschied besteht nur darin, dass der enttäuschte Hörer sich nur in den seltensten Fällen im Recht sieht, und auch nicht die Position besitzt, seine Meinung in einem Buch zu vertreten, alleine weil er gegen eine überwiegende Mehrheit anschreibt, die er kaum überzeugen kann.
Die Autorin hat sich davon nicht abschrecken lassen und dafür ihre Kritik von einzelnen Alben auf die gesamte moderne Musikgeschichte erweitert.
Jeder Meilenstein, jedes Album, das Platinstatus erreichte, jedes Album, ohne das die Geschichte eines Musikgenres einfach nicht denkbar wäre, wird von der Autorin als "überschätzt" niedergemacht. Von den Beatles, über die Sex Pistols und Rolling Stones, bis hin zu Franz Ferdinand, wird kein Akt musikalischer Blasphemie ausgelassen.
Nun, gegen gute Satire ist ja nichts einzuwenden, nur nimmt die Autorin den Mund sehr voll, während sie kein Fundament für ihre Kritik bieten kann. Häufig wird dem Primäraspekt der Musikkritik (nämlich die Kritik der Musik) nur wenige Zeilen eingeräumt, und der Rest des Eintrags wird für spöttischen Bemerkungen über die Band verwendet, die sich recht häufig auch direkt gegen den Fan richtet (der diese Band ja gut findet).
Annähernd repräsentativ für das Niveau dieses Humors ist der Beitrag über das Black Flag Album "Damaged". Während die Musik des Albums auf einer halben Seite und nur in wenig überzeugenden Andeutungen behandelt wird, benutzt die Autorin den Rest ihrer Kollumne für Spott gegen den Black Flag Frontman Henry Rollins, dessen asketische Lebensweise sie seitenlang lächerlich macht, und den sie wegen seiner Vorliebe für Kraftsport als "Ganzkörperfaschisten" bezeichnet.

Man kann sich nur fragen, wer an so einem Buch Interesse haben könnte und die Ergüsse der Verfasserin als ernsthafte musikalische Bereicherung empfinden soll; die gewollte Destruktivität dieses Buches schliesst ein aufrichtiges journalistisches Motiv jedenfalls aus. Die einzig sinvolle Erklärung bleibt tatsächlich, dass der Fischer-Verlag lediglich seine Leser provozieren wollte. Schade um die Druckerschwärze.
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