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Don't Come Knocking

Jessica Lange , Tim Roth    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,98 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Don't Come Knocking + Paris, Texas + Der Himmel über Berlin
Preis für alle drei: EUR 28,96

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Produktinformation

  • Darsteller: Jessica Lange, Tim Roth
  • Komponist: T-Bone Burnett
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 21. April 2006
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 118 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000EMTGMM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.737 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Der große Wim Wenders ("Der Himmel über Berlin, "Paris, Texas", "Land Of Plenty") hat sich mit "Don´t Come Knocking" einmal mehr der Reise eines "Heldens" auf der Suche nach seiner Identität gewidmet. Gemeinsam mit Jarmusch´s zeitgleich erschienenen "Broken Flowers" gehört er also auch zur Riege der älteren Herren, die ihre Protagonisten auf der Suche nach der verloren gegangenen Familie begleiten. Nicht zu unrecht sind Kontakte abgerissen, so müssen die Protagonisten beider Beispiele on the Road bemerken, was sie in den letzten Jahren verpasst haben. Die ungeahnten Kinder sind mittlerweile Erwachsene und haben ihre eigenen Vorstellungen vom Familiendasein. In Wenders Produktion sind sie es, die dem Film gleichermaßen Halt und Frische verleihen. So stellen das von Impulsivität geprägte Leben des Sohnes (Tim Roth) und das durch seltsam zarte Sentimentalitäten geprägte Dasein von Sky (Sarah Polley) zwei schön miteinander verkettete Nebenhandlungsstränge dar, die dem mittlerweile äußerst mürben Leben der Hauptfigur (Sam Shepard) den nötigen Schwung verleihen. Ohne diese Zutaten wäre die Produktion wahrscheinlich nur eine sentimental wie schwergängig erzählte Geschichte eines in die Jahre gekommenen Leinwandheldens. Von den großartigen schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten ist besonders auch die von Oscar-Preisträgerin Jessica Lange zu erwähnen. Verbittert versucht sie zwischen Ex und Nachwuchs zu vermitteln und vergisst sich dabei fast selbst. Diese Hin- und Hergerissenheit vermittelt sie mit großer Wucht wie Eleganz in einem berückend gespielten Wutausbruch auf der Straße, eine der intensivsten Szenen des Filmes. Nicht zuletzt sind es aber nicht bloß die schauspielerischen Leistungen des starbelasteten Casts, sondern vor allem die außergewöhnlich intensive Bildersprache, die der Produktion ihre ganz eigene Wirkung verleiht. Das recht vorhersahbare Ende hätte man sich übrigens sparen können, aber dafür ist "Don´t Come Knocking" vielleicht ein doch zu sehr amerikanischer Film und der braucht sowas anscheinend immer noch. Fazit: Grandios aber mit einem kleinen Tick zuviel Amerikanifiziertheit ausgestattet.

Moviemans Kommentar zur DVD: Bis auf die Kompressionswerte, die auch noch befriedigen, bietet die Disc einwandfreies Bild und vor allem Tonmaterial. Auch die Extras kommen in der Special Edition nicht zu kurz und vermitteln ein wunderbares Gefühl für Land und Leute.

Bild: In optischen Belangen geben sich die Werte der Disc recht schwankend. Während der sonnigen Wüstenszenen finden sich herausragende Schärfewerte, die sich mit brillanten Farbstimmungen paaren (Ritt durch die Wüste, 00:03:03). Zu späterem Zeitpunkt finden sich aber auch zahlreiche Einstellungen, die leicht schwammige Schärfewerte und eher blasse Farbnuancen aufweisen (Gesicht, 00:53:43). Im Detail arbeiten die Optiken aber stets äußerst klar konturiert (01:42:10). Artefakte hingegen stellen ein gängiges Problem dar (Häuser, 00:51:40) und ziehen sich häufig entlang Kanten, feiner Strukturen und Muster. Die Kontraste gestalten sich durchgängig gut (Sofa und Shepard auf Straße), wenn aus stilistischen Gründen auch häufig mal die Werte künstlich hochgezogen wurden. Von Rauschen bleibt das Material bemerkenswert verschont, nur auf hellen Himmelsflächen oder Wänden machen sich dann doch hin und wieder einige milde Rauschfelder bemerkbar (01:15:13).

Ton: Der Sound der Disc wurde überaus voll und gewaltig vital gestaltet. Dabei wurde aber auch stets genügend Raum für feinstimmige Details berücksichtigende Momente gelassen. Gleich zu Beginn des Filmes wummert der Subwoofer schon ordentlich (Pferdehufe, 00:00:51), während der Wüstenwind (00:00:56) sanft durch den Hintergrund rauscht. Auf allen Tonebenen finden sich eindrucksvolle Dynamiken, die einem die Bilder akustisch so nahe bringen, dass man sich vor einem vorbeifahrenden Zug (00:07:46) geradezu instinktiv duckt. Stets werden Höhen und Tiefen voll ausgenutzt. Sämtliche vorhandenen Boxen geben fast alles, was ihnen zur Verfügung steht. Dennoch kommt die Akustik an einen von Effekten überbordenden Actionfilm nicht ganz heran. Dazu bietet der Film nicht genügend Aktionspotential. Deutsche Synchronisation und Original sind sich sprachlich so gut wie ebenbürtig, gleichermaßen vorbildlich voluminiert und in punkto Dialoge sehr schön in der Atmosphäre verankert. Die DVD ist zudem mit einer Hörfassung für Blinde und Sehbehinderte ausgestattet.

Extras: Die Disc bietet ein erstaunlich umfangreiches Bonusprogramm, das vor allem durch zahlreiche Interviews und Deleted Scenes überzeugen kann. Neben einem Audiokommentar von Wim Wenders und dem Trailer zum Film (2:18 Min.) existieren Interviews mit Wim Wenders (5:31 Min.) über die Geschichte, die Arbeit am Drehbuch mit Sam Shepard, die Arbeit mit den Schauspielern, über die Figuren und die zukünftige Wenders-Arbeit in Deutschland. Weiterhin mit Sam Shepard (2:42 Min.), Jessica Lange (4:43 Min.), Tim Roth (0:36 Min.), Sarah Polley (0:35 Min.), Gabriel Mann (0:22 Min.) und Eve Marie Saint (1:22 Min.). Eine Wenders-Biografie kommt in Textform daher, die Deleted Scenes (22:09 Min.) sind mit Audiokommentar von Wenders anwählbar und wegen der Begründungen sehr informativ. Fünf Trailer aus dem Programm beschließen die Extras auf Disc 1, die aber durch das Programm auf Disc 2 erweitert werden. Dort finden sich die Featurettes "Going Places" (94:27 Min.) und "Videotagebücher" (25:33 Min.). Ersteres begleitet die Dreharbeiten in den verschiedenen Landschaften, von Städten bis zu Wüstengebieten. Wenders wird bei der Arbeit am Set beobachtet. Die Videotagebücher erzählen, wie alles los ging, das Reisen, die Dreharbeiten, stellen die Crew und den Alltag am Set vor. Eine sehr schöne und zugleich unterhaltsame Arbeit. Insgesamt bekommt man eine Menge Infos durch das schön gestaltete aber auch leicht zurückhaltende Bonusmaterial vermittelt. Angenehm! --movieman.de

Produktbeschreibungen

Während der Dreharbeiten eines zweitklassigen Westernstreifens sucht der alternde Hauptdarsteller Howard Spence plötzlich das Weite - ganz klassisch auf dem Rücken eines Pferdes. In einer öden Kleinstadt trifft er nach 30 Jahren erstmals wieder auf seine Mutter und erfährt, dass er Vater ist. Howard beginnt einen Roadtrip in die Vergangenheit, zu seinen Kindern von verschiedenen Frauen und der einstigen Geliebten. Am Ende steht er vor den Scherben seiner Existenz und muss erkennen, dass sich versäumtes Leben nicht

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MYTHOS AMERIKA 24. März 2006
Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Er kann es nicht lassen, dieses Thema. Zum Glück! Nach "Paris,Texas" (1984), "Million Dollar Hotel" (1999), "Land of Plenty" (2004), nun wieder ein "Amerika-Film". Diesem Film wird eine Nähe zu "Paris,Texas" nachgesagt. Mich erinnert er eher an Jim Jarmuschs "Broken Flowers", auch wenn der Hauptdarsteller von "Don't come Knocking" ein abgehalfterter Filmstar ist, der seine beste Zeit schon lange hinter sich hat und dem sich der Sinn des Lebens nicht mehr erschließt.

Inhalt: Der alternde Ex-Filmstar Howard Spence (Sam Shepard) lebt von Rollen in unbedeutenden Filmen und zehrt vom Ruhm vergangener Tage. "Don't Come Knocking" steht auf einem Pappschild an seinem Wohnwagen (und am Eingang zu seiner Seele).
"Bitte nicht stören!" heißt das bei uns. Eines Tages will er nicht mehr, er flüchtet vom Set und reitet/fährt heim in eine lähmende Kleinstadt, zu - seiner Mama (Hollywood-Ikone Eva Marie Saint), die er schon lange nicht mehr gesehen hat. Aber auch das kann ihn nicht trösten (No boy, es führt kein Weg zurück in die Kindheit und Jugend, außer in der Erinnerung). Dort erfährt er von der Existenz eines Kindes, seines Sohnes Earl (Gabriel Mann). Der "One-Night-Stand-Man" mit der ganzen Trostlosigkeit eines Menschen, der einst im strahlenden Mittelpunkt stand und im Laufe der Zeit zur Randfigur wurde, horcht auf. Ein Kind. Eine Chance? Etwas Authentisches in der Wüste der Fast-food-Welt, an der er lange mitgewirkt hat und die er nun so satt hat? Er findet den Jungen, einen erwachsenen Mann, der alles andere als begeistert von einem plötzlich auftauchenden "Vater" ist. Auch für Earls Mutter, seine ehemalige Flamme Doreen (Jessica Lange) ist er eher ein Gespenst, eine Gestalt aus vergangenen Tagen. In einer Welt, wo Männer und Väter, besonders Väter, versagen, hat sie schon lange eine Stärke entwickelt, die ihn überflüssig sein lässt. Verpasstes Leben lässt sich nicht zurückspulen. Da taucht auch noch ein Mädchen namens Skye (Sarah Polley) auf und der "Vater" bekommt alle Hände voll zu tun......

Wim Wenders hat es einmal mehr geschafft, auf einzigartige Weise gebrochene Menschen zu zeigen, die ziellos in der grandiosen Weite Amerikas herumirren. Ein Film für Fans von amerikanischen Landschaften mit seinen verloren blinkenden, überdimensionalen Reklameleuchten (nirgendwo wird das Nichts so schön angepriesen wie dort); für Fans von Roadmovies mit leisen, tragischen, komischen Zwischentönen und viel Raum für eigene Phantasien. Es scheint unmöglich zu sein, ein Stück Heimat zu finden. Nicht in der Realität, nicht im Herzen und trotzdem, trotzdem geben die unbeachteten Alltagshelden nicht auf. Und das ist dann wieder tröstlich.

Filme wie diese gehören auf die großen Leinwände und in die Dunkelheit der Kinosäle. Ich weiß. Trotzdem warte ich schon sehr darauf, den Film "in den Händen zu halten", zu besitzen. Natürlich muss es die Special-Edition mit den vielen Extras sein. Wim Wenders geizt zum Glück nicht mit Einblicken in seine Beweggründe für einen Film und mit Blicken hinter die Kulissen. Er lässt uns so weit wie möglich teilhaben. Und den Film noch einmal mit seinem Kommentar unterlegt anzusehen ist ein ganz eigenes, zusätzliches Vergnügen. Ich freue mich drauf.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen VERPASSTE CHANCEN UND STARKE FRAUEN 28. April 2006
Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
"Don't come knocking", "Bitte nicht stören", steht am Wohnwagen des abgehalfterten Moviestars Howard Spence (Sam Stephard) und am Eingang zu seiner Seele. Der Film beginnt mit der "Flucht" Howards vom Drehort eines billigen Westerns in der immer noch wunderschönen,leeren Landschaft, die auch den Hintergrund seiner großen Filme gebildet hat, vor vielen Jahren. Nach der x-ten durchzechten Nacht macht er sich auf die Suche nach... Ja, nach was eigentlich? Nach seinem früheren Leben? Nach verpassten Chancen? Pferd und Cowboystiefel zurücklassend, des gespielten Heldentums überdrüssig, will er nun zurück in die Realität, ins wahre Leben. Zunächst landet er bei seiner Mutter (Hitchcock-Ikone Eva Maria Saint), die er seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat. Aber das hat wenig Sinn. Ein Zurück in die Kindheit, in die Vergangenheit gibt es als Erwachsener nicht mehr. Außer vielleicht in Träumen und bestimmt in der Erinnerung. Bei seiner Mutter erfährt Spence jedoch etwas, das ihm neue Hoffnung gibt. Er soll angeblich ein Kind haben. Ein Kind! Die personifizierte Chance, verpasste Träume und Gelegenheiten doch noch wahr werden zu lassen. Er findet seinen Sohn Earl (Gabriel Mann), der, längst erwachsen, wenig begeistert ist von einem Vater, den er einst schmerzlich vermisste, nun aber nicht mehr benötigt. Er begegnet auch Doreen (Jessica Lange) wieder, der Mutter seines Sohnes; mit ihr hatte er ein Verhältnis, als er noch auf dem Höhepunkt seiner Karriere war. Sie, die fast verblüte Schönheit, die er einst bedenkenlos alleine gelassen hatte, braucht ihn aber auch nicht mehr. In einem Leben, wo auf Männer kein Verlass ist, hat sie längst zu sich selbst gefunden und eine Stärke entwickelt, die faule Kompromisse als Krücken zur Lebensbewältigung nicht mehr benötigt. Sie lässt nicht zu, dass der müde Held sich nun in ihrem Leben verkriecht, weil er seines mittlerweile als schäbig und schal empfindet. Für Doreen war er die Große Liebe und sie hat die Charakterstärke, die er in seinen Filmen immer nur verkörpert hat, ohne sie zu besitzen. Die Szenen zwischen diesen beiden Menschen gehören zu den besten in diesem herausragenden Film. Die beiden Schauspieler sind schon sehr lange privat ein Paar und geben den Szenen eine große emotionale Tiefe. Vielleicht waren sie sich während des Drehens darüber im Klaren, dass es im Leben immer auch anderes laufen kann und Glück und Unglück sehr dicht beieinander liegen. Eine falsche Weichenstellung, und man sieht sich nicht mehr wieder, lebt völlig unterschiedliche Leben, statt eine langjährige, gute Beziehung erleben zu dürfen.Nun, es gibt kein happyend in diesem Sinne in diesem Film. Es gibt kein Zurück. Es gibt kein Zuhause für Howard.

Aber da ist noch die junge Frau Sky (Sarah Polley), die ständig die Urne mit der Asche ihrer Mutter herumträgt.....

"Don't come knocking" sei sein bester Film, soll Wim Wenders gesagt haben. Er habe den Western auf eine Art und Weise gefilmt,dass man ihm kaum noch mehr gerecht werden könne. Der Western sei das Genre, das sich im Kern immer mit dem Thema "Wo gehöre ich hin, wo bin ich zu Hause?" beschäftigt. Allen Helden von Gary Cooper bis John Wayne sei diese Sehnsucht nach Heimat gemein, aber dann würden sie doch wieder abreisen und irgendeine Frau wartet irgendwo weiter auf sie. Oder auch nicht.Uns als Zuschauer bleibt der ästhetische Genuss, in verschwenderischen Bildern zu schwelgen, die den Mythos Amerikanischer Westen noch einmal (ein letztes Mal?) beschwören. Die schönen, leeren Landschaften sind real. Sonst aber ist in der Wirklichkeit vom echten Cowboyleben kaum etwas übriggeblieben. Aber das gab es so vielleicht schon immer nur im Kino. Da sollte man sich auch diesen Film anschauen. Der heimische Fernseher, auch wenn er inzwischen vielleicht beeindruckende Maße angenommen hat, wird diesen Bildern nicht gerecht. Aber natürlich möchte man als bekennender Wenders-Fan auch auf diesem Film in der DVD-Sammlung nicht verzichten.Es muss für mich aber die Special Edition sein. Wer möchte schon auf die Erläuterungen des Meisters verzichten? Ich nicht!

Helga Kurz
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Howard vs. Travis 27. Januar 2007
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Schöne Bilder können zu einer Pest werden, schreibt Wenders absolut treffend im Booklet der DVD und auch im beeindruckend dicken und schweren Begleitbuch zum Film.
Zum Verlieben schöne Bilder zeigt dieser Film en masse und lässt einen die Weite und die Farben der Landschaft beinahe physisch erleben. Wer selbst einmal die Gelegenheit hatte, durch Utahs oder Montanas eindrucksvolle Wildnis zu reisen, wird sich wohl leise Tränen der Verzückung nicht verkneifen können.
Womit wir beim eingangs erwähnten Problem wären.

Die vielen schönen Bilder trösten leider nicht darüber hinweg, dass dieser Film, gemessen an Wenders sonstigem Werk (und vor allem gemessen an "Paris, Texas"'), die hohen Erwartungen nicht erfüllen kann.
War Travis noch eine verschrobene und tragische, weil selbstzerstörte Figur, mit der man Mitleid haben konnte, ist Howard Spence weder Fisch noch Fleisch. Die Beweggründe seines plötzlichen Sinnes- und Lebenswandels sind nie recht nachvollziehbar. Zwischen Witzfigur und tragischer Gestalt wankend fehlt ein emotionaler Orientierungspunkt, an den man anknüpfen könnte, um an Howards Leiden an der Welt und an sich selber teilzuhaben. Denn im Gegesatz zu Travis fehlt Howard bei aller Tragik und Komik etwas ganz entscheidendes: Würde.
Ob es an einem überforderten Darsteller liegt, sei dahingestellt.

Wenders, dem man (in meinen Augen völlig zu Unrecht) immer Humorlosigkeit in seinen Filmen vorgeworfen hat, möchte irgendwann einmal eine echte Komödie drehen. Das ist ihm bei '"Don't come Knocking'" in Ansätzen schon ganz wunderbar gelungen. Es gibt wirklich einige herrlich komische Szenen. Aber die sind es dann wohl auch, die den Film insgesamt inkonsequent und ziellos erscheinen lassen. Trotz der wirklich ausnahmslos guten Schauspieler sitzt man dann beim Abspann da und zuckt ob der vielen Schicksale des Films eher teilnahmslos mit den Achseln.
Dass dies trotzdem kein wirklich schlechter Film ist, ist eben den schönen Bildern und den durchweg großartigen Schauspielern zu verdanken, denen man anmerkt, dass sie sich am Set wohlfühlten.

Die Doppel-DVD in der Arthaus-Wenders-Edition ist, wie alle anderen auch, wunderschön und mit viel Liebe zum Detail als Digipak im Schuber gestaltet. Das Bild ist scharf und rauschfrei, der 5.1-Ton sehr räumlich und stellenweise sehr dynamisch. Für mich ist Kinowelt/Arthaus zur Zeit das absolute Positivbeispiel für DVD-Veröffenbtlichungen.
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3.0 von 5 Sternen Stimmungsvoll
Hält den Vergleich mit "Paris, Texas" nicht aus. Eigentlich ein ganz schönes Roadmovie mit grandiosen Landschaftsaufnahmen und guten Schauspielern, wenn da nicht ein paar... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Michael Schulte veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen gekürzte Version
wurde wohl versucht den Film kinokassenfähig zu machen, durch Herausschneiden von vielen Szenen vielleicht sowas wie Erzähltempo dem Film zu geben, was irgendwie auch... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von sonn veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Menschliche Leere
Ich wiederhole nicht, was in zahlreichen Rezensionen bereits treffend geschrieben wurde.
Weitgehend unerwähnt blieb, dass dieser Film das Zerbrechen der Familie und die... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Otto Hilscher veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen oh mein gott ... wie langweilig ist dieser film !!!
Es gibt einige, die diesen Film als Kunst bezeichnen... meine Meinung dazu: LAAANGWEILIG !!
Ich habe mir den Film zugelegt und ihm mir angesehen, weil ich es für die Uni... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von addyzone veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Melancholisch und skurril!
Meine Rezension steht im Widerspruch zu einigen Meinungen hier, denn verglichen mit denen muss ich sagen das ich kein besonders grosser Wenders-Fan bin. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2009 von Tyler Durden
3.0 von 5 Sternen Tim Roth nervt hier ungemein!
Über den Film und die DVD ist ja genügend geschrieben worden!

Eins möchte ich aber noch loswerden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. August 2009 von WOOD
4.0 von 5 Sternen Bildgewaltige Hommage an den Wilden Westen der Neuzeit
In diesem skurilen wie bildgewaltigen Meisterwerk entführt Wim Wenders den Betrachter in den Wilden Westen der Neuzeit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Juni 2009 von R. Rosche
5.0 von 5 Sternen On the road again
Der in einer Sinnkrise steckende Westerndarsteller Howard Spence flüchtete während eines Drehs-sehr stilecht auf einem Pferd-auf und davon.. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Februar 2009 von Roderich Blücher
5.0 von 5 Sternen Auf und davon - Hin und weg...
Wunderbares Erzählkino, eine große Filmschachtel mit vielen kleinen Geschichten. Damit meine ich jetzt kein Film-Puzzle in dem es um das große "Ach so" geht,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Februar 2007 von Sukrow
5.0 von 5 Sternen Dont Come Knocking DVD
Eine einfühlsame geschichte über einen Filmstar der versucht die vergangenheit wieder gut zu machen oder wenigstends seinen Sohn von dem

er sehr spät... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2007 von Kasperchack
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