Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
eine der interessantesten, 1. Oktober 2008
es beginnt mit "turn up the sun", einem geradezu klassischen noel-song (verhaltenes tempo, simple, aber sehr clevere akkordwechsel), nur dass er von andy bell stammt. guter, sehr typischer opener.
"mucky fingers" ist einer der drei besten songs auf dem album (alle drei stammen von noel, alle drei werden von ihm gesungen): hier zeigt er, dass er nicht nur von den beatles, sondern zb auch von velvet underground klauen kann (zur klarstellung: ich finde klauen im rock nicht nur legitim, sondern gut). der fiebrige achtelbeat vom piano treibt die markante, gut ausgedachte melodie schön an. die mundharmonika klingt dilettantisch, leicht out of tune, und genau deshalb sehr effektiv. ein schönes beispiel dafür, dass "falsch" im rock auch richtig sein kann.
"lyla", ebenfalls von noel geschrieben, hat vielversprechende strophen, ist aber im refrain einfach zu billig und anbiedernd, um richtig spaß zu machen. zumindest mir.
"love like a bomb" ist der erste von drei liam-songs (die anderen sind "the meaning of soul" und "guess god think's i'm abel").alle drei sind sehr hübsch, gehen gut ins ohr, sind aber letztlich zu vorhersehbar und ein bisschen zu plump (interessanterweise verstärkt das arrangemeint diesen eindruck eher noch). gesellenstücke, noch keine meisterwerke.
"the importance of being idle" ist der höhepunkt des albums. die musik könnte auch von den kinks stammen, noel singt dazu, teilweise im falsett, eine sehr starke varietee-artige melodie, der text behandelt überaus geschickt das thema müsiggang an der grenze von genuss und qual.
"part of the queue", wieder noel, ist ähnlich stark und hat eine ähnliche stimmung: noel fühlt sich verloren und allein in der stadt. groove und akkorde erinnern mehr als nur stark an "golden brown" von den stranglers, die melodie hat kraft und sogwirkung, die akustischen gitarren illustrieren eine athmosphäre zwischen verzweifelt, unheimlich und hoffnungsvoll.
"keep the dream alive" (andy bell) und "a bell will ring" (gem archer) sind gut funktionierende britpopstücke, nett, unterhaltsam, nicht weltbewegend.
"let there be love" ist ein tolles ende: sparsame klavierakkorde erinnern an john lennon ("real love, so ungefähr), die melodie wiederum ist ein naher verwandter von "champagne supernova". das lied kraftmeiert jedoch nicht, sondern bleibt zart und gefährdet. die liebe wird nicht hebreigebrüllt, "let there be love" ist hier weniger ein imperativ als ein wunsch. herrlich der wechsel in den leadstimmen zwischen liam und noel, das gibt dem stück etwas sehr eigenes.
fazit: das ist nicht das stärkste album von oasis, aber eines der interessantesten.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Oasis lebt, 31. Mai 2005
Die Kritiker überschlagen sich zwar nicht gerade vor Lob, aber bescheinigen Oasis durchweg eine solide Leistung für ihr neues Album. Übrigens kann ich mich an kaum eine schlechte Kritik für ein Oasis-Album erinnern, nur im Nachhinein mäkelt man vor allem an "Be here now" und "Standing on the shoulder of giants" herum. Wer diese Gruppe je geliebt hat, wird das neue Album auf jeden Fall zu schätzen wissen. Erfrischender, lärmiger Britpop, der sich soundmäßig in allen Epochen seit den späten 60ern hemmungslos bedient : Oasis huldigen den Beatles, den Sones, den Kinks, den Who und hin und wieder auch sich selbst. Starke Songs, die Hälfte von Noel; die anderen von allen weiteren Gruppenmitgliedern. Mit 11 Songs und 42 Minuten ist das Werk in etwa so kurz geraten wie ihr Debüt "Definitly May Be" und hat ebenso wenig Hänger und Längen. Für die jüngeren eignet sich das Werk durchaus als Einstieg in den Oasis-Kosmos, die älteren werden wahrscheinlich Definitly Maybe und Morning Glory für immer zu unerreichbaren Meisterwerken erklären. Ich finde das neue Album in mancherlei Hinsicht beinahe interessanter, weil es sehr abwechslungsreich ist und sehr dynamisch - es ist das Werk einer Gruppe, und es wäre zu wünschen, dass Drummer Zak Starkey zum festen Gruppenmitglied wird, um die Band zu komplettieren. Auch wenn die Abschlussnummer "Let There be love" ein hemmungsloses Selbstplagiat ist, gibts doch genug Belege, dass Oasis auch neue Ideen entwickeln können und weiterhin vorallem großartige Songs auf dem Kasten haben. Als Avantgarde wird man Oasis nicht verkaufen können, aber keiner mixt die bekannten Rockzutaten zu solch spritzigen Cocktails zusammen wie sie.
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11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Oasis sind wieder zurück, 27. August 2005
Als ich im Dezember 1994 zum ersten mal Oasis gehört habe, wusste ich, das sie eine der größten Bands der Geschichte werden würden. Dieser unwiderstehliche, leicht melancholische Rock - Sound mit Beatles Einschlag, zu dem nur britische Bands fähig sind, hat mich von Anfang an fasziniert. „Live forever" von der ersten Oasis - CD „Definitely maybe" war für mich wie die Auferstehung der Beatles. Und als ich dann auch noch „Supersonic" gehört habe, war ich völlig weg. Das setzte sich dann mit der 2. CD „Morning glory" fort :Noel Gallagher war der erste der fähig war, John Lennon das Wasser zu reichen. Mit Songs wie „Roll with it" oder „Some might say" bzw. "Wonderwall" gelangen ihm wirklich unglaubliche Kompositionen. Das meiner Meinung nach unterschätzte „Be here now" im Jahr 1997 konnte zwar noch an die beiden ersten CD's anschließen, aber viele Kritiker meinten, dass sie sich nur selbst kopierten. Danach wurden dann auch noch alle Bandmitglieder gefeuert, da schien für mich der Erfolg sowieso gebrochen. „Standing on the shoulder of giants" und Heathen Chemistry" mit neuem Line-Up waren dann wirklich schwach und boten außer ein paar netter Singles nichts besonderes mehr.Jetzt veröffentlichen Oasis diese CD „Don't believe the truth". Und durch die vergangenen 5 Jahre sehr skeptisch geworden, ging ich ziemlich vorsichtig an die CD ran. Als Schlagzeuger hatten Oasis nun Zak Starkey angeheuert, Sohn des legendären Beatles Drummer Ringo Star. Ausserdem wurden die Songs nicht nur von Noel geschrieben, zumindest 3 Songs stammen auch von Liam Gallagher. „Turn up the sun", die erste Single, startet etwas melancholisch und wird dann von einem rockigeren Refrain abgelöst und rockt dann ganz nett. „Mucky Fingers" mit dem merkwürdigen Rhythmus hab ich bisher immer sofort übersprungen. Aber spätestens mit „Lyla" beginnen Oasis endlich wieder mit jener Kraft zu wirken, mit der sie von 1994 bis 1997 zu einer der größten Bands aufgestiegen sind. Eine wirklich coole Melodie, mit Klavierklängen, Gitarren und Tambourine rockt das Haus und mein Herz schlägt wirklich höher. Dann „Love like a bomb" ist tatsächlich eine Bombe. Zuerst startet der Song etwas zögerlich aber die süße Melodie zieht dich magisch an. Wenn dann ab 1.38 Minuten die volle Melodie startet, schwebt man im 7. Himmel ! Eine unfassbare Melodie kitzelt deine Gehörnerven zur Glückseligkeit ! Unglaublich ! „Part of the queue" stammt von Noel Gallagher : Der coole Takt, Zak Starkey's unkonventionelles Drum - Spiel und die unglaublichen Bassläufe von Andy Bell bilden einen Song, der so unglaublich toll ist, das mir die Spucke wegbleibt. Und wenn dann auch noch das Klavier einsetzt, weiß man, das man einen perfekten Song hört. Die größte Sensation des Albums ist aber vermutlich „Keep the dream alive". Mir ist rätselhaft, wie diese Band es schafft, diese Beatles ähnlichen Akkorde auf die Welt zu bringen. Eine süße Melodie zieht dich in ihren Bann, und auch hier überzeugt mich wieder das wirklich besonders gelungene Schlagzeug von Zak. Dieser Song bringt dich dem Himmel ein Stück näher. "A bell will ring" ist ein ebenso toller wie überzeugender Rocker, wie Oasis auf den ersten 3 Alben einige zu bieten hatten und einer der besten Rock - Songs von Oasis seit Jahren ! Außer diesen 4 unfassbaren Songs gibt es auch noch folgende Besonderheiten : · „God think I'm Abel" bietet Akustik - Gitarren - Balladenrock, mit coolen Handtrommeln, Rassel und Tambourine. · „The meaning of soul" ist ein kurzer, gewaltiger Kracher mit gehörig Speed, aber mit dezentem Schlagzeug. · „The importance of being idle" bietet Marschmusik und Noel Gallagher mit Kopfstimme. · „Let there be love" ist „die" Ballade auf dem Album und hat am Ende die von den Beatles bekannten Keyboards von Billy Preston Diese CD ist das Beste, was Oasis seit Jahren geboten haben und reicht von der Qualität auf alle Fälle an die ersten beiden Alben heran. Wenn der Erfolg dieser CD nur dürftig ausfallen sollte, dann liegt es keinesfalls an der Qualität der unglaublich tollen Songs, sondern einzig und allein daran, dass sich die Band in den letzten 8 Jahren den Ruf gründlich versaut hat. Wer auf Musik der Beatles steht mit vielleicht etwas mehr Rock, sollte sich diese CD zulegen. Und an alle ehemaligen Oasis Fans, die inzwischen von der Band abgekommen sind so wie ich kann ich nur die Botschaft richten : Oasis klingen auf diesem Album wie zu ihrer Anfangszeit. Deshalb : Kauft Euch dieses Teil !!!
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