Ich habe immer schon mal das eine oder andere Album von Michael Wendler gehört und fand sie allesamt entsetzlich langweilig, weil sich jede Nummer sowohl vom Rhythmus wie auch von der Melodie her gleich anhört. Im Prinzip könnte man die Titel wie einen langen Hitmix direkt miteinander verbinden, man würde den Übergang zu einem neuen Song gar nicht bemerken. In einem kürzlich gesehenen Interview hat Wendler gesagt, dass er gerne genau so viele CDs wie Andrea Berg verkaufen würde. Obwohl auch Andrea Berg einen sehr einheitlichen Sound hat, wechselt sie bei ihren Alben aber mehrmals das Tempo und gerade das letzte ("Schwerelos") enthielt auch recht unterschiedliche Melodien. Dahin muss sich Wendler entwickeln, dann lohnt es sich vielleicht mal, eines seiner Alben auch zu kaufen. Auf "Donnerwetter" ist erst der letzte Track eine Ballade, aber die klingt dann auch noch so wie alle anderen Songs, eben lediglich mit einem langsamen Rhythmus. Ich wundere mich, wie Wendler bei seinen Konzerten seine Songs noch auseinander hält. Eigentlich schade, denn an und für sich macht dieser Mann einen ganz guten Eindruck und sein persönliches Image spricht durchaus an, es fehlt einfach mal jemand, der ihm ein paar richtig gute Hits schreibt, die auch einen eigenen Charakter haben. So ist "Donnerwetter" wieder nur ein Album für absolute Discofox-Fans, die eben auch nach 50 Minuten Dauertakt die Ohren noch nicht voll davon haben.