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Der erste Roman der Serie „Donner der Rebellion" befasst sich mit dem Ursprung jenes Aufstandes, der bei Mage Knight thematisiert wird. Atlantis, das Herzstück des atleantanischen Imperiums, schwebt. Um die Hauptstadt in der Luft zu halten, müssen Menschen und Zwerge als Sklaven in den Minen nach dem ebenso seltenen, wie hoch magischen Magestone graben. Die Aufseher dort kennen kein Pardon, denn es geht ja an jedem Tag um alles oder nichts.
Gewalt erzeugt Gegengewalt und so plant eine Gruppe von Rebellen unter der Führung von Sarah Ythlim den Umsturz der derzeitigen Machtverhältnisse. Um an ihr Ziel zu gelangen, haben die Rebellen eine neue Geheimwaffe entwickelt: Das Schießpulver.
Ihnen entgegen stellt sich der Elite Gardist der Stadtwache Altem Blaize. Kein geringerer als der Propheten Magus Karrudan hat ihn ausgesandt, um zum einen jegliche Gefahr vom atlanteanischen Reich abzuwenden, zum anderen exisitert eine Weissagung, in der Karrudans Tod vorausgesagt wird. In der Prophezeiung sind übrigens noch andere, für das Mage Knight Universum relevante Dinge enthalten, so etwa die Ankunft einer Rasse mit grüner Haut ... Solanavi, ick hör dir trapsen ...
Mag es nun stimmen oder nicht, Karrudan, der ja immerhin die Stimme des Technomancers Tezla ist, muss beschützt werden und so macht sich Blaize auf den Weg.
Es dauert auch gar nicht lange, da findet er sich in einer Gruppe der Rebellen wieder und ehe er „Atlanteanisches Imperium" sagen kann, schuftet er auch schon in einer der Minen, im Schweiße seines Angesichts auf der Suche nach dem Magestone. Aus dieser Perspektive kommt ihm die Politik seiner Arbeitgeber plötzlich nicht mehr so hehr und beschützenswert vor und so bleibt er, kaum das er von den Rebellen gerettet wird, gleich bei ihnen.
Wie es weiter geht erfahrt Ihr nicht im zweiten Band, bei dem es stattdessen um dunkle Künste und Elfen geht, sondern dazu müsst Ihr schon selber zum Buch greifen. Oder auch nicht, denn Mage Knight ist billige Massenware, ein Schnellschuß, der kostengünstig produziert werden kann, weil sich garantiert genug Spieler finden werden, um die Kohle wieder reinzuholen.
Ein guter Hinweis, auf das, was einen erwartet, bietet bereits der Name des Autors. Bill McCay hat derart viele Pseudonyme, dass er vermutlich nur noch selbst den Überblick behalten kann. Er schreibt eine Menge Serientitel, unter anderem für Star Trek, Stargate, Netforce etc. Es ist also kaum verwunderlich, dass sich zwischen diesen beiden Buchdeckeln nicht nur keine literarische Meisterleistung findet - was vielleicht noch zu verschmerzen wäre, aber nein, nicht ein einziger kreativer Gedanke, nichts, was man nicht schon in tausend anderen Büchern tausend Mal gelesen hätte.
Die Geschichte verpasst jegliche Chance, dem Konflikt des Mage Knight Universums mehr Tiefe oder Farbe zu verleihen, sämtliche Charaktere sind nichts, als eine lästige Ansammlung der üblichen Fantasy Klischees und zu wirklich keinem Zeitpunkt entsteht so etwas wie Spannung.
„Donner der Rebellion" mag gut genug sein, um die Zeit totzuschlagen, während man auf den Bus wartet, ansonsten empfehle ich, es beiseite zu legen, denn der nächste Winter kommt bestimmt und die Heizkosten steigen ja, wie alles andere auch.
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