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La Donna Del Lago
 
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La Donna Del Lago [Doppel-CD]

Alberto Zedda , SWR Radio Orchestra Kaiserslautern , Sonia Ganassi , Maxim Mironov , Marianna Pizzolato , et al. Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Gioachino Rossini
  • Audio CD (4. Januar 2008)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Naxos (Naxos Deutschland Musik & Video Vertriebs-)
  • ASIN: B000ZJVI2U
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 48.280 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bajazet30 TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
"La Donna del Lago" zählt für mich zu einer der schönsten Rossini-Opern überhaupt, trotzdem konnten mich alle bisherigen Einspielungen immer nur bedingt überzeugen. Daher möchte ich diese Neueinspielung nutzen, einmal einen sehr subjektiven Vergleich zwischen den einzelnen Aufnahmen anzustellen.
Ein Hauptproblem ist eigentlich immer die die Besetzung der Haupttrolle (Elena) - diese kann in keiner der Einspielungen hundertprozentig überzeugen, was unter anderen damit zusammenhängt, dass sie die meiste Zeit in der sehr undankbaren Mittellage (Sopran / Mezzo) singen muss und darüber hinaus nur im Finalrondo wirklich brillieren kann.

1. Bellugi (1970 live in Turin):
Eine Pionierarbeit: Insbesondere die Leistung von Montserrat Caballe muss hier gelobt werden. Sie steht zum Zeitpunkt der Aufnahme im Zenit ihres Könnens und meistert die Tücken der Elena-Partie mit Bravour. Sie ist m.E. die beste Elena, zumindest bei den Sopranen. Überraschend ist auch die Leistung von Verdi-Tenor Bonisolli, der mit den vielen Koloraturen der Uberto-Partie wenig Mühe hat. Ein Totalausfall ist jedoch Julia Hamari als Malcolm. Sie kann die Tücken der Partie nicht ansatzweise bewältigen. Der Hörer ist geradezu erleichtert, dass ihr die zweite Arie ganz gestrichen wurde.
Die Klangqualität ist in Ordnung. Insgesamt eine empfehlenswerte Aufnahme.

2. Scimone (1981 Live in Houston)
Fantastische Einspielung dieser Oper mit einer hochkarätigen Besetzung. Größtes Manko ist die wirklich miserable Aufnahmequalität, die den Hörgenuss doch erheblich trübt. Marilyn Horne ist als Malcolm natürlich ein "Knaller". Auch Rockwell Blake als Uberto ist technisch, emotional und von der Lautstärke her fantastisch, wenn auch weniger klangschön als ein Florez (trotzdem aber besser ;-). Das Timbre von Frederica von Stade ist sehr gewöhnungsbedürftig, sie klingt manchmal ein wenig "besoffen". Trotzdem halte ich diese Aufnahme - auch wegen des günstigen Preises - für empfehlenswert.

3. Pollini (1988, übrigens die einzige Studio-Aufnahme)
Ricciarelli ist als Sopränchen mit einer mäßigen Technik (Brüche im Register, geschleifte Koloraturen) und einer ziemlichen Indisponiertheit zum Zeitpunkt der Aufnahme als Elena völlig inakzeptabel. Und das ist schade, denn der Rest der Besetzung ist gut bis sehr gut: Punkten können hier vor allem Ramey (in der kleinen Rolle des Douglas) und Valentini-Terrani als Malcolm. Die Tenöre sind ebenfalls technisch sehr gut, klingen mir persönlich aber etwas zu "steril".
Von dieser Aufnahme würde ich alles in allem abraten, zumal es auch noch einige ärgerliche Kürzungen zu beanstanden gibt - nur leider nicht bei Ricciarellis Arien.

4. Muti (1994)
June Andersen ist technisch besser als Ricciarelli - trotzdem halte ich die Besetzung der Elena mit einem Mezzo grundsätzlich für sinnvoller. Großer Schwachpunkt dieser Aufnahme ist vor allem Martine Dupuy - dem schwächsten aller Malcoms. Sensationell: Rockwell Blake als Giacomo. Auch Merritt ist koloratursicher, wenngleich nicht immer klangschön. Muti dirigiert mir allerdings ein wenig zu uninspiriert. Die Klangqualität dieses Mitschnittes ist in Ordnung.

5. Benini (Edinburgh, 2006)
Die "La Donna" von Opera Rara ist zwar die einzig editorisch vollständige Aufnahme (daher auch 3 CDs) - aber die Ergänzungen sind eigentlich alle mehr oder weniger entbehrlich. Klangtechnisch ist sie von allen Aufnahmen zwar die beste, aber Carmen Giannattasio kann als Elena wahrlich nicht überzeugen: Mit einer wenig klangschönen Stimme, einer nicht immer ganz korrekten Technik und einigen vokalen Unsauberkeiten kommt ihr die Live-Einspielung nicht entgegen. Auch Patricia Bardon als Malcolm kann im Vergleich mit der starken Konkurrenz in dieser Rolle nicht mithalten. Sie klingt einfach zu dünn und teilweise zu gehetzt. Erstaunlich: Kenneth Tarver als Giacomo, der eine unglaublich gute Technik hat und die höllisch schweren Koloraturen seiner Rolle souverän bewältigt. Gregory Kunde kann zwar noch mit einer stupenden Höhe beeindrucken, allerdings klingt seine Stimme in der Mittellage doch schon ziemlich "verbraucht" und die Koloraturen werden bisweilen sehr geschleift.
Aufgrund der genannten Defizite und des wirklich sehr hohen Preises würde ich deshalb vom Kauf dieser Aufnahme abraten.

6. Zedda (Wildbad, 2006)
Eine wirkliche Überraschung ist die vorliegende Live-Aufnahme aus Bad Wildbad von den Rossini-Festspielen. Bisher konnte Naxos nur mit dem Barbier (und vielleicht noch mit dem Tancredi) einen ähnlichen Coup landen. Die Aufnahme ist von allen Einspielungen auf jeden Fall vom Dirigat her - Altmeister Zedda ist am Pult - die akzentuierteste. Vor allem Sonia Ganassi kann - trotz einiger Startschwierigkeiten - als Elena überzeugen. Sie singt das schwere Finalrondo "Tanti affetti" nach Caballe am besten. Noch herausragender (man möchte fast sagen umwerfend) ist Marianna Pizzolato als Malcom: wunderschöne Stimme, makellose Technik und tolle Höhen und Tiefen. Vielleicht sogar der beste aller Malcolms. Nicht ganz so überzeugend sind die Tenöre, jedenfalls in Anbetracht der extrem starken Konkurrenz - insbesondere Ferdinand von Bothmer klingt mir persönlich ein wenig dünn.
Ich würde diese - zudem noch sehr preiswerte - Naxos-Einspielung allen obigen aber dennoch insgesamt den Vorzug geben.

Fazit: Die Oper ist so schön, dass man getrost mehrere Einspielungen besitzen sollte. Folgende Kaufreihenfolge würde ich empfehlen: 6, 1, 2 - und dann den "Rest".
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Überrschung - gelungen! 20. Februar 2009
Format:Audio CD
Naxos hat mit dieser Live-Aufnahme von den Rossini Festspielen in Wildbad in der Tat einen ganz großen Coup gelandet (und bietet das Resultat noch dazu zu einem wahrhaft unverschämt niedrigen Preis an)!

Von allen "La donna del lago"-Einspielungen kann man hier das musikalisch gelungenste Gesamtergebnis hören, was in erster Linie an Alberto Zeddas herrlichem Dirigat liegt. Melodische Charakterisierung, Tonmalerei vom Feinsten. Keine Note bleibt unbedacht, keine Pause unberücksichtigt. Unter dieser magischen Leitung klingt sogar das SWR Radio Orchester Kaiserslauten wie eine Weltklasse-Symphonie!

Die Solisten sind, man muß es schlicht und einfach sagen, exzellent: Als Elena überzeugt die Belcanto-versierte Sonia Ganassi stimmlich, technisch und in Bezug auf dramatischen Ausdruck. Vor allem das Schlußrondo gelingt prachtvoll, aber auch den Duetten vermag sie eindrucksvoll idiomatische Farbe zu verleihen. Marianna Pizzolato singt einen Malcolm der Spitzenklasse: Perlende Koloraturen, ein beeindruckender Stimmumfang, perfektes Legato, stets aufs Innigste verschmolzen mit dem melodischen Duktus. Von der umwerfenden Leistung Marilyn Hornes auf der Houston-Live-Aufnahme von 1981 trennt hier außer der jeweils persönlichen Vorliebe für diese oder jene Stimme eigentlich nichts.

Ebenfalls eine positive Überraschung die männlichen Hauptrollen: Als Uberto/Giacomo bietet der blutjunge russische Tenor Maxim Mironov eine traumwandlerisch sichere und gleichzeitig stimmschöne Interpretation dieser halsbrecherischen Koloraturpartie. Nur am Beginn des Duettes im zweiten Akt klingt die Höhe etwas gezwungen. Sein "O fiamma soave" ist hingegen eine sängerische Meisterleistung, die Stimme wird klug geführt, klingt biegsam und in der Höhe offen, die Koloraturen kommen durchwegs ausgezeichnet, wenn auch gelegentlich mit Aspiration zustande. Im Gegensatz zu Juan Diego Floréz'-Studio-Einspielung aus dem "Rossini"-Album wirkt Mironovs Wiedergabe nicht mechanisch-monoton, sondern erfolgt mit einer gehörigen Portion Ausdruck, die ihn, trotz der klaren Unterschiede in der Stimmfarbe und auch dem interpretatorischen Ansatz, den jungen Rockwell Blake beinahe vergessen lässt.

In Hinblick auf diese deklamatorischen Fähigkeiten ist ihm freilich Ferdinand von Bothmer als Rodrigo noch überlegen, wie es diese für den dramatischeren Tenor Andrea Nozzari geschriebene Rolle auch verlangt. Von Bothmer ist ebenfalls eine echte Überraschung: Er zeichnet meiner Meinung nach im Vergleich mit den anderen Gesamtaufnahmen das beste Bild des heroischen Rodrigo. In seiner Auftrittsarie demonstriert er beeindruckenden Stimmumfang und ein angenehmes, nie gezwungen wirkendes Timbre. Dano Raffanti in der 1981er-Aufnahme, Chris Merritt 1994 oder auch Gregory Kunde in der neuesten Opera Rara-Einspielung fallen dagegen in der Tat ab. Ein größeres Kompliment kann man dem deutschen Tenor wahrscheinlich nicht machen... Besonders beeindrucken beide Tenöre im Terzett des zweiten Aktes, wo ein wahres Koloraturfeuerwerk abgebrannt wird, das in dieser Brillianz und Perfektion in keiner der anderen Aufnahmen zu hören ist.

Der Gesamteindruck dieser Einspielung ist jedenfalls umwerfend. Schon beim ersten Anhören wird man immer wieder dazu verleitet, sich ein Da Capo zu gönnen - ein Luxus, den das Publikum der Vorführung sich wohl auch gewünscht hätte. Eine unbedingte Kaufempfehlung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von mimek TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Da kann ich mich nur anschließen: von den mir bekannten Einspielungen der Oper, scheint mir dies deutlich die beste zu sein. Das Naxos alles andere als ein Billig-Label ist, dürfte sich inzwischen wohl allgemein herum gesprochen haben. Gerade in ihrem Opernkatalog befinden sich einige Referenz-Einspielungen und diese Aufnahme gehört wohl auch dazu. Schon in der Naxos-Einspielung von "Il Barbiere di Siviglia" war die hervorragende italienische Mezzo-Sopranistin Sonia Ganassi als Rosina zu hören. Hier begegnen wir ihr als Elena in "La donna del lago" wieder. In der jungen Altistin Marianna Pizzolato hat sie eine ebenbürtige Partnerin. Am Pult dieser Aufnahme steht einer der führenden Belcanto-Spezialisten, Alberto Zedda, der für Naxos schon "Tancredi" und "La Sonnambula" eingespielt hat. Außerdem bietet Naxos solche erstklassigen Einspielungen stets zu einem mehr als fairen Preis an. In jeder Hinsicht empfehlenwert.
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