Ein sensationelles Album.
Ja, die Stimme des Sängers erinnert ordentlich an Jim Morrison und durchaus auch an Glenn Danzig aber diese Scheibe ist keinesfalls eine einfache Doors-Kopie, sondern absolut eigenständig. Das Album könnte zwar aufgrund des Stils zur gleichen Zeit aufgenommen worden sein (70er Psychedelic-Rock), aber das bedeutet nur, das es sich um Musik handelt, die zum Glück wieder an Relevanz gewinnt: ehrlicher Rock'n Roll.
Den Opener halte ich noch für den "schlechtesten" Song auf dem Album, dabei wäre wahrscheinlich die Hälfte der Musikerzunft dankbar, jemals etwas in vergleichbarer Qualität produziert zu haben.
Diese Scheibe ist eine meiner absoluten Favoriten aus den vergangenen 12 Monaten und spielt für mich in einer Liga mit dem fantastischen Graveyard Album aus 2009, das ich seit dem Kauf ebenfalls nicht mehr aus dem Wechsler geholt habe.
Das erste Flying Eyes Album Bad Blood & Winter, das ich mir in meiner Begeisterung gleich hinterher bestellt habe, kann m.E. nicht mal annähernd mithalten. Ich finde man hört deutlich, dass die Band da noch auf der Suche nach ihrem Stil war und voll und ganz auf die Stimme des Sängers gesetzt hat. Alles noch ein bisschen verschroben und unstrukturiert. Eine Kaufempfehlung würde ich dafür nicht aussprechen. Aber bei Album Nr 2 kann ich behaupten: Wer das nicht im Plattenschrank hat, hat etwas verpasst oder hat definitiv einen anderen Musikgeschmack als ich :-)