Aus der Amazon.de-Redaktion
Auf, auf, im Dreivierteltakt: "Innocent Greed", der Opener der heiß ersehnten zweiten Scheibe der Guano Apes, knallt absolut fett und überhaupt nicht unschuldig aus den Boxen. Die saubere Produktion und der feine Sound zeugen davon, was man mit der Kohle eines Majors im Rücken so alles anstellen kann. Gereifte Arrangements, kleine Frickeleien im 7/8 und die Qualität der Einspielung zeigen, dass die Band durch zahllose Gigs zusammengewachsen ist. Und über allem liegt die charismatische Stimme von Sandra, die mit weichem Timbre und zarter Kopfstimme ebenso überzeugen kann wie mit brachialer Power.
Wer auf direkte Knaller wie "Open Your Eyes" oder "Lords Of The Boards" wartet, wird jedoch enttäuscht. Das Album muss definitiv mindestens zweimal gehört werden, bis es seine volle Wirkung entfalten kann. Dann allerdings gehen Titel wie das poppige "No Speech", das comichafte "Gogan" oder die 6/8-Ballade "Heaven" voll ins Ohr. Und ein absolutes Schmuckstück verbirgt sich unter den Bonustracks: "Living In A Lie" in der Unplugged-Version beweist, dass auch deutsche Bands richtig große Songs schreiben können. Schade nur, dass der Mut gefehlt hat, den Titel gleich auf Platz 5 zu setzen: Die dortige "Vollversion" erreicht nicht mal im Ansatz deren Intensität.
Mit Don't Give Me Names legen Guano Apes insgesamt ein Album vor, das sie als gewachsene Band ausweist. Die Metamorphose vom talentierten Newcomer zum Rockact der Skunk-Anansie-Klasse ist zwar noch nicht vollständig gelungen, aber die Richtung stimmt ganz sicher. Für Fans gibt es die CD übrigens auch in einer enhanced version, die neben dem Video zu "Big In Japan" auch diverse Fotos, eine virtuelle Galerie und viele persönliche Texte und Anmerkungen der Band enthält. --Burkhard Schlede
INTRO
Nach ausgedehnten Promotion-Tourneen in aller Welt und kurzer, schöpferischer Atempause befindet sich die junge, sympathische Band aus Göttingen wieder auf dem rauhen Parkett des Biz. Mit "Don't Give Me Names" präsentieren Guano Apes den erwartungsvollen Adressaten das musikalische Resultat als Querschnitt der turbulenten Jahre nach "Proud Like A God". Der zweite LP-Release der "Hallo wach"-Band des deutschen Crossover hält, was die aktuelle Appetizer-Single "Big In Japan" ankündigt: sauber produzierten Hardrock, mal mehr, mal weniger funkig, überwiegend straight und insgesamt stimmig. Explizit der Gesang hat im Vergleich zum Vorgänger den Schritt zum Professionellen bewältigt, und diese gekonnte Inszenierung läßt die gesamte Band in die nächste Liga aufsteigen. Geblieben sind hingegen textliche Schwächen, nichtssagende Passagen oder gar unsinnige Titel, was der ansonsten souveränen Produktion ein Fragezeichen aufdrückt. Wer aber nicht so genau hinhört, kann an "Don't Give Me Names" unbedingten Spaß haben, denn allemal rückt flockiger Crossover ins Zentrum und damit dorthin, wo ohne Guano Apes eine taube Stelle wäre.
Henning Poppe / Intro - Musik & so
mehr unter www.intro.de
HIFI Test (04/00)
Auch ohne Radio-Airplay gut 2 Millionen Alben des Debüts Proud Like A God zu verkaufen - dieses Kunststück ist der Göttinger Band Guano Apes gelungen. Viel wichtiger: die noch junge Erfolgsstory ist kein promotion- und marketinggesteuertes Phänomen und auch ohne Medienhype zustande gekommen. Respekt. Selbst jenseits des Großen Teiches verdrängt das Quartett die Scorpions aus dem Bewusstsein der Amis als einzige weltweit relevante deutsche Rockband. Don´t Give Me Names ist das selbstbewusste und souveräne Statement von vier jungen Musikern, die Crossover nicht konzipieren, sondern leben und verkörpern. Mit harten Gitarrenriffs, satten Grooves, exzessiver Vocalperformance und Pop-Appeal. Von 0 auf 1 in den Albumcharts - die Erfolgsgeschichte wird fortgeschrieben.
& copy ; HIFI-Test - Detlef Kinsler
INTRO
Nach ausgedehnten Promotion-Tourneen in aller Welt und kurzer, schöpferischer Atempause befindet sich die junge, sympathische Band aus Göttingen wieder auf dem rauhen Parkett des Biz. Mit "Don't Give Me Names" präsentieren Guano Apes den erwartungsvollen Adressaten das musikalische Resultat als Querschnitt der turbulenten Jahre nach "Proud Like A God". Der zweite LP-Release der "Hallo wach"-Band des deutschen Crossover hält, was die aktuelle Appetizer-Single "Big In Japan" ankündigt: sauber produzierten Hardrock, mal mehr, mal weniger funkig, überwiegend straight und insgesamt stimmig. Explizit der Gesang hat im Vergleich zum Vorgänger den Schritt zum Professionellen bewältigt, und diese gekonnte Inszenierung läßt die gesamte Band in die nächste Liga aufsteigen. Geblieben sind hingegen textliche Schwächen, nichtssagende Passagen oder gar unsinnige Titel, was der ansonsten souveränen Produktion ein Fragezeichen aufdrückt. Wer aber nicht so genau hinhört, kann an "Don't Give Me Names" unbedingten Spaß haben, denn allemal rückt flockiger Crossover ins Zentrum und damit dorthin, wo ohne Guano Apes eine taube Stelle wäre.
Henning Poppe / Intro - Musik & so
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