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Don Quijote: Der sinnreiche Junker Don Quijote von der Mancha Roman [Taschenbuch]

Miguel de Cervantes Saavedra , Grandville , Ludwig Braunfels
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. August 1997
Miguel de Cervantes Saavedra hat eine Figur geschaffen, die sprichwörtlich geworden ist für den Kampf des Idealisten gegen die Windmühlen der Realität: Don Quijote. Der arme Ritter und sein Diener Sancho Pansa haben den Kampf gegen das Vergessen gewonnen: Der Roman zählt seit 1605 zu den größten Werken der Weltliteratur. Die Erfolgsausgabe mit den kongenialen Illustrationen Grandvilles von 1848 erscheint jetzt zu Cervantes' 450. Geburtstag in neuer Ausstattung.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1168 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. August 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423123516
  • ISBN-13: 978-3423123518
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 11,9 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 29.760 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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"Wohl ist's ersichtlich", schnauzt der erregte Junker seinen Knappen an, "daß du in Sachen der Abenteuer nicht kundig bist; es sind Riesen, und wenn du Furcht hast, mach dich fort von hier und verrichte dein Gebet, während ich zu einem grimmen und ungleichen Kampf mit ihnen schreite".

Lesen kann verhängnisvoll sein. Wer wüßte nicht, mit wem es der "Ritter von der traurigen Gestalt" (wie Ludwig Tieck ihn genannt hat) hier tatsächlich zu tun hat. Don Quijote ist ausgeritten, "um sich nach dem zu richten, was er in seinen Büchern gelesen". Da kann der kluge Knappe Sancho Pansa sagen, was er will. Was weiß das Gesindel schon von den hohen Versprechungen der Literatur!

Don Quijote hat zu viele Ritterromane gelesen, Cervantes variiert das Motiv eines Irrtums. In allen möglichen niederen Gestalten sieht der glücklose Abenteurer hohe Herren und Damen, denen er seine Wehr- und Ehrhaftigkeit beweisen muß -- eben so, wie er es aus den Büchern kennt.

Eigentliches Thema ist also der Unterschied von Leben und Lesen. Cervantes' Jahrtausendwerk, 1605-15 erschienen und laut Kindlers Literatur-Lexikon leicht "das wirkungsmächtigste Werk nach der Bibel", markiert damit eine Schwelle in der europäischen Mentalitätsgeschichte: Buch und Welt, diese noch in der vorangehenden Renaissance innige Einheit, fällt in zwei grundsätzlich verschiedene Erfahrungsbereiche auseinander.

Die Konsequenzen sind bekannt: Quijote wird verhöhnt, verprügelt, vertrieben. Wie später an Werther-Lesern zeigt die Disziplinierungsgeschichte des Geistes schon hier, wie wichtig die Umschaltkompetenz von Leben und Lesen ist. Eine Fähigkeit, die sich an der Schwelle zum 3. Jahrtausend möglicherweise als ebenso nützlich herausstellen könnte, da erneut ein grundlegender Wandel der Medien und zugleich unserer Wirklichkeitserfahrungen in vollem Gange ist. --Nikolaus Stemmer

Über den Autor

Miguel de Cervantes Saavedra wurde am 29. September 1547 in Alcalá geboren und starb am 23. April 1616 in Madrid. Im Laufe seines abenteuerlichen Lebens war er u.a. Soldat, Proviantkommissar der Armada und Steuereinnehmer, wurde bei Lepanto an der linken Hand verstümmelt, fiel algerischen Piraten in die Hände, aus deren Gefangenschaft er erst fünf Jahre später losgekauft wurde, und war mehrmals wegen Schulden im Gefängnis. Heute gilt er als einer der genialsten Erzähler aller Zeiten. Weitere Werke: ›Galatea‹ (1585); Exemplarische Novellen (1613); ›Persiles und Sigismunda‹ (1617).


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Kundenrezensionen

4.1 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Don Quijote - Der Löwenritter 14. Mai 2009
Format:Taschenbuch
Dies ist der Original-Don-Quijote-Roman. Keine zerstückelte, gekürzte oder Kinder-Fassung, sondern der ursprüngliche Roman aus den Jahren 1605 und 1615 (damals in zwei Teilen erschienen) mit dichtbedruckten 1103 Seiten Geschichte und einem 20-Seiten Nachwort. Ich habe mehrere Wochen daran gelesen. Interessant ist immer wieder wie Don Quijote zwischen Gescheitheit und Narrheit tendiert. Er ist wohl durchaus intelligent, aber durch das unzählige Lesen von Ritterromanen verrückt geworden, so dass er nun glaubt selbst ein fahrender Ritter zu sein, auf Abenteuer auszieht und den treuen Sprücheklopfer Sancho Pansa, der eigentlich von Don Quijotes Geisteskrankheit weiß, als Schildknappen mitnimmt und das alles in einer Zeit in der es schon gar keine Ritter mehr gibt. Es geht in dieser Geschichte ebenso darum was Don Quijote sich einbildet und was er phantasiert. So glaubt er zB, dass seine imaginäre große Liebe, die unvergleichlich schöne Dulcinea von Toboso, die gar nicht existiert, in eine schmutzige, hässliche Bäuerin verzaubert wurde, die sie unterwegs treffen. Die Menschen die von Don Quijotes Zustand wissen führen ihn an der Nase herum und treiben ihr Spiel mit ihm, was ihn nur dazu bringt erst recht davon überzeugt zu sein, dass es überall mit Zauberei zu geht. Immer wieder schmunzelt man über Don Quijotes Euphorie und beinahe schon Sturheit, mit der er sich in den Kampf gegen seine "Gegner" (die oft garkeine feindlichen Absichten haben) stürzt und tragikomisch ist meist der Ausgang. Einige Missverständnisse von Seiten Sancho Pansas sind vielleicht etwas albern (so wundert er sich beispielsweise über das Wort Distanz und fragt was dies für ein Tanz sei, der Dis-Tanz) und möglicherweise sehr frei übersetzt. Ansonsten liest sich der Roman sehr flüssig. Der Übersetzer Ludwig Braunfels wählte eine wundervoll altmodische (nicht im negativen Sinn), vornehme Sprache, die einfach schön klingt. Hier herrschen solche Ausdrücke wie: Es deuchte ihn / Es dünkte ihn / sintemal ... etc. Auch witzig ist der nicht ganz so ernst genommene Faktor des Erzählers. Dieser fiktive Erzähler mit Namen Sidi Hamet Benengeli ist sich manchmal in seinen Schilderungen unsicher. Ein äußerst kurzweiliger, humorvoller und leichter Roman, der einfach Spaß macht.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker für die Ewigkeit 14. Januar 2004
Von Peter S.
Format:Taschenbuch
"Der geneigten Leserschaft tue ich hiemit zu wissen:" Es handelt sich beim Don Quijote zwar um einen Ziegel mit gut tausend klein und dicht beschriebenen Seiten, und das mag fürs Erste vielleicht abschreckend wirken. Dennoch: Mich hat dieses Buch etwa ein dreiviertel Jahr begleitet, und ich habe es genossen. Der Quijote ist kein literarisches Junk food, das man in zwei Wochen durchliest. Man kann die mehr oder weniger in sich geschlossenen, auf eine ganz wunderbare Weise komischen und berührenden Episoden vom Ritter Don Quijote und seinem unbedarften Schildknappen Sancho Pansa durchaus langsam auf sich wirken lassen. Die Ausdauer lohnt sich - vor allem in der hervorragenden deutschen Übersetzung dieser Ausgabe (Ludwig Braunfels).
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen Wahn und Wirklichkeit 19. August 2010
Format:Taschenbuch
Wie soll man den Inhalt eines ueber 1000 Seiten starken Meisterwerkes wuerdigen? Nicht wirklich einfach. Der Roman ist vordergruendig die Geschichte von Don Quichote und seinem Diener Sanscho Pancha. Don Quichote hat eine Vielzahl von Ritterromanen gelesen, aus denen er seine Inspiration bezieht und nicht mehr zwischen Realitaet und Phantasie zu unterscheiden weiss. Sein sprichwoertlicher Kampf gegen Windmuehlen hat sich bis in die heutige Zeit gehalten und ist ein Synonym fuer wenig Erfolg versprechende Unterfangen. Obwohl die beiden Hauptakteure eine Vielzahl von Abenteuern zu bestehen haben, ist das mittlerweile mehr als 400 Jahre alte Werk mehr als nur ein Abenteuerroman. Es ist voller Lebensweisheiten und inspiriert zum Nachdenekn, nicht nur die Jungen. Man sollte sie literarisch kennengelernt haben, den Don Quichote und Sancho Pansa.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Wahn der besonderen Art?!?!
Ich habe Don Quijote de la Mancha im Rahmen einer Klassikerleserunde gelesen. Oder vielmehr ' nicht zu Ende gelesen. Dieser hochgelobte Ritterroman aus den Anfängen des 17. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Irrlicht veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Geschenk
Haben dieses Buch für unsere 20 Jahre alte Nichte als Geburtstagsgeschenk gekauft. Sie war sehr begeistert und wir sind toll damit angekommen.
Veröffentlicht am 29. Mai 2010 von Stephan Bellinghausen
1.0 von 5 Sternen Schlechte Papierqualität der 14. Auflage.
Die 14. Auflage vom Feb. 2002 ist schwer zu lesen, da das Papier so dünn ist, so daß die Rückseite durchschimmert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2008 von bezauBernd
4.0 von 5 Sternen Grossartiges Buch - aber wo bitte bleibt die Neuübersetzung?
Don Quijote, der spanische Junker, der zu viele Ritterbücher liest und sich schliesslich einbildet, selber ein fahrender Ritter zu sein, sieht die Welt auf seine Weise: eine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. April 2006 von sonaleu
5.0 von 5 Sternen Ritterlicher Traumtänzer
Seit 400 Jahren behauptet sich ein fahrender Ritter in der Weltliteratur, der eigentlich gar keiner ist: Don Quijote de la Mancha, der Ritter von der traurigen Gestalt, besteht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Juni 2004 von Rolf Dobelli
5.0 von 5 Sternen Genialer Humor
Dieses Buch ist eine empfehlenswerte Lektüre und ein Lehrbuch des zeitlosen Humors. Jedes Kapitel birgt einen geistreichen Witz, und der wirkt frisch, auch wenn er 400 Jahre... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. März 2003 von Bijan Peter Zendehzartoshti
5.0 von 5 Sternen Ein Buch fürs Leben
Ein Buch, das in jedem Bücherregal stehen sollte. Nein, es sollte auf jedem Nachttisch liegen, denn man kann immer und immer wieder darin lesen und entdeckt immer wieder... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2002 von Lucky Guitar
4.0 von 5 Sternen Nein, keine Komödie und auch keine Parodie...
... vielmehr eine mutige Gesellschafts- oder besser Herrschaftskritik seiner Zeit; die Zeit der Inquisition. Lesen Sie weiter...
Am 10. Mai 2002 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Wer geduld hat, wird belohnt
Ich habe lange mit dem Lesen eines so dicken Buches gezögert, als ich dann nach Andalusien in die Ferien ging, schien mir dieses als genau das richtige zu sein und prompt war... Lesen Sie weiter...
Am 3. August 2001 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Verrückt, aber heldenhaft!
Ein armer, aber sinnreicher Junker steckt seine Nase zu tief in Bücher: Ritterromane, der Dreigroschenschund um 1600 in Spanien. Lesen Sie weiter...
Am 22. April 2001 veröffentlicht
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