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Don Quijote: 2 Bände
 
 
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Don Quijote: 2 Bände [Gebundene Ausgabe]

Miguel de Cervantes Saavedra , Gustave Dore
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Könemann, Köln (Dezember 2001)
  • ISBN-10: 3829053746
  • ISBN-13: 978-3829053747
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 13,8 x 7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.091.106 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Miguel de Cervantes Saavedra
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Aus der Amazon.de-Redaktion

"Wohl ist's ersichtlich", schnauzt der erregte Junker seinen Knappen an, "daß du in Sachen der Abenteuer nicht kundig bist; es sind Riesen, und wenn du Furcht hast, mach dich fort von hier und verrichte dein Gebet, während ich zu einem grimmen und ungleichen Kampf mit ihnen schreite".

Lesen kann verhängnisvoll sein. Wer wüßte nicht, mit wem es der "Ritter von der traurigen Gestalt" (wie Ludwig Tieck ihn genannt hat) hier tatsächlich zu tun hat. Don Quijote ist ausgeritten, "um sich nach dem zu richten, was er in seinen Büchern gelesen". Da kann der kluge Knappe Sancho Pansa sagen, was er will. Was weiß das Gesindel schon von den hohen Versprechungen der Literatur!

Don Quijote hat zu viele Ritterromane gelesen, Cervantes variiert das Motiv eines Irrtums. In allen möglichen niederen Gestalten sieht der glücklose Abenteurer hohe Herren und Damen, denen er seine Wehr- und Ehrhaftigkeit beweisen muß -- eben so, wie er es aus den Büchern kennt.

Eigentliches Thema ist also der Unterschied von Leben und Lesen. Cervantes' Jahrtausendwerk, 1605-15 erschienen und laut Kindlers Literatur-Lexikon leicht "das wirkungsmächtigste Werk nach der Bibel", markiert damit eine Schwelle in der europäischen Mentalitätsgeschichte: Buch und Welt, diese noch in der vorangehenden Renaissance innige Einheit, fällt in zwei grundsätzlich verschiedene Erfahrungsbereiche auseinander.

Die Konsequenzen sind bekannt: Quijote wird verhöhnt, verprügelt, vertrieben. Wie später an Werther-Lesern zeigt die Disziplinierungsgeschichte des Geistes schon hier, wie wichtig die Umschaltkompetenz von Leben und Lesen ist. Eine Fähigkeit, die sich an der Schwelle zum 3. Jahrtausend möglicherweise als ebenso nützlich herausstellen könnte, da erneut ein grundlegender Wandel der Medien und zugleich unserer Wirklichkeitserfahrungen in vollem Gange ist. --Nikolaus Stemmer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

Miguel de Cervantes Saavedra hat eine Figur geschaffen, die sprichwörtlich geworden ist für den Kampf des Idealisten gegen die Windmühlen der Realität: Don Quijote. Der arme Ritter und sein Diener Sancho Pansa haben den Kampf gegen das Vergessen gewonnen: Der Roman zählt seit 1605 zu den größten Werken der Weltliteratur. Die Erfolgsausgabe mit den kongenialen Illustrationen Grandvilles von 1848 erscheint jetzt zu Cervantes' 450. Geburtstag in neuer Ausstattung. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dies ist der Original-Don-Quijote-Roman. Keine zerstückelte, gekürzte oder Kinder-Fassung, sondern der ursprüngliche Roman aus den Jahren 1605 und 1615 (damals in zwei Teilen erschienen) mit dichtbedruckten 1103 Seiten Geschichte und einem 20-Seiten Nachwort. Ich habe mehrere Wochen daran gelesen. Interessant ist immer wieder wie Don Quijote zwischen Gescheitheit und Narrheit tendiert. Er ist wohl durchaus intelligent, aber durch das unzählige Lesen von Ritterromanen verrückt geworden, so dass er nun glaubt selbst ein fahrender Ritter zu sein, auf Abenteuer auszieht und den treuen Sprücheklopfer Sancho Pansa, der eigentlich von Don Quijotes Geisteskrankheit weiß, als Schildknappen mitnimmt und das alles in einer Zeit in der es schon gar keine Ritter mehr gibt. Es geht in dieser Geschichte ebenso darum was Don Quijote sich einbildet und was er phantasiert. So glaubt er zB, dass seine imaginäre große Liebe, die unvergleichlich schöne Dulcinea von Toboso, die gar nicht existiert, in eine schmutzige, hässliche Bäuerin verzaubert wurde, die sie unterwegs treffen. Die Menschen die von Don Quijotes Zustand wissen führen ihn an der Nase herum und treiben ihr Spiel mit ihm, was ihn nur dazu bringt erst recht davon überzeugt zu sein, dass es überall mit Zauberei zu geht. Immer wieder schmunzelt man über Don Quijotes Euphorie und beinahe schon Sturheit, mit der er sich in den Kampf gegen seine "Gegner" (die oft garkeine feindlichen Absichten haben) stürzt und tragikomisch ist meist der Ausgang. Einige Missverständnisse von Seiten Sancho Pansas sind vielleicht etwas albern (so wundert er sich beispielsweise über das Wort Distanz und fragt was dies für ein Tanz sei, der Dis-Tanz) und möglicherweise sehr frei übersetzt. Ansonsten liest sich der Roman sehr flüssig. Der Übersetzer Ludwig Braunfels wählte eine wundervoll altmodische (nicht im negativen Sinn), vornehme Sprache, die einfach schön klingt. Hier herrschen solche Ausdrücke wie: Es deuchte ihn / Es dünkte ihn / sintemal ... etc. Auch witzig ist der nicht ganz so ernst genommene Faktor des Erzählers. Dieser fiktive Erzähler mit Namen Sidi Hamet Benengeli ist sich manchmal in seinen Schilderungen unsicher. Ein äußerst kurzweiliger, humorvoller und leichter Roman, der einfach Spaß macht.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Klassiker für die Ewigkeit 14. Januar 2004
Von Peter S.
Format:Taschenbuch
"Der geneigten Leserschaft tue ich hiemit zu wissen:" Es handelt sich beim Don Quijote zwar um einen Ziegel mit gut tausend klein und dicht beschriebenen Seiten, und das mag fürs Erste vielleicht abschreckend wirken. Dennoch: Mich hat dieses Buch etwa ein dreiviertel Jahr begleitet, und ich habe es genossen. Der Quijote ist kein literarisches Junk food, das man in zwei Wochen durchliest. Man kann die mehr oder weniger in sich geschlossenen, auf eine ganz wunderbare Weise komischen und berührenden Episoden vom Ritter Don Quijote und seinem unbedarften Schildknappen Sancho Pansa durchaus langsam auf sich wirken lassen. Die Ausdauer lohnt sich - vor allem in der hervorragenden deutschen Übersetzung dieser Ausgabe (Ludwig Braunfels).
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich habe lange mit dem Lesen eines so dicken Buches gezögert, als ich dann nach Andalusien in die Ferien ging, schien mir dieses als genau das richtige zu sein und prompt war ich schier überwältigt. Das Buch besitzt unglaubliche literarische Fülle: Ein Sammelsurium von Philosophie, Lyrik, Humor, Geschichte und nicht zuletzt Phantasie! Der fehlende 5-Stern bezieht sich auf die sich scheinbar wiederholenden Passagen, die den Leser manchmal auf die Geduldsprobe stellen - aber die Geduld lohnt sich!
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