Danny Elfmans Filmmusik zu dem Thriller "Dolores" (Nach Sephen Kings "Dolores Claiborne") aus dem Jahr 1995
ist ein schönes Beispiel dafür, wie viel Stimmung ein Film durch Musik bekommen kann.
Man spürt förmlich die rauen Finger der Dolores Claiborne, man sieht die blattleeren Bäume im dämmerlicht und merkt den Herbstwind wehen, wenn man die Musik hört.
Elfman gelingt dieses eindrucksvoll durch das sehr differenzierte Einsetzen verschiedener Klangfarben des Streicher, Harfen und Klavier - Ensembles. In leisen Passagen überzeugt die FIlmmusik durch den
differenzierten Sound und die lyrischen Klänge; die düsteren Passagen sind teilweise sehr dynamisch, wild orchestriert und performt! Geschickt verwebt Elfman die verschiedenen Themen miteinander - ein Höhepunkt
ist sicher der Track "Eclipse", der auch einen wichtigen Moment im Film markiert. Der letzte Track (End Credits)
ist ein Medley verschiedener Themen aus dem Film, so auch irgendwie eine musikalische Zusammenfassung des Films.
Für Elfman ist diese Filmmusik ein weiterer Schritt in seiner Karriere Richtung dramatische Score gewesen und trotzdem kann man an manchen Stellen (mit seinen lyrischen Streichern) raushören, dass er noch einmal an seine ruhmreiche Zeit der 80er und frühen 90er anknüpft. Vielleicht ist es diese Mischung, die diese Filmmusik so besonders macht.
PS: ich gebe meinen Vorrednern recht: mit 30 Minuten ist die Filmmusik auf der CD etwas unterrepräsentiert. Leider wurde offensichtlich nicht alles Material für das Release verwendet - sicher schade aber deswegen will ich keine Sterne abziehen! (sonst müsste ich überall Sterne abziehen, wenn mir etwas gefällt, mir aber die CD nicht lang genug ist)