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Dolly: Der Aufbruch ins biotechnische Zeitalter
 
 
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Dolly: Der Aufbruch ins biotechnische Zeitalter [Taschenbuch]

Ian Wilmut , Hainer Kober
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: Lizenzausgabe (1. Dezember 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423330872
  • ISBN-13: 978-3423330879
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,6 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 784.475 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Expandierende Firmen, steigende Aktien, revolutionäre Forschungsergebnisse und lukrative Gewinne, all das assoziiert man heute mit der Biotechnologie, dem Forschungs- und Investitionszweig der Zukunft schlechthin. Aber noch nie war Forschung wohl auch gleichzeitig so umstritten, heiß diskutiert und zwischen ethisch vertretbar und moralisch verwerflich hin- und hergerissen. Oder haben wir vielleicht nur vergessen, welch einen Aufschrei es damals bei den ersten -- heute routinemäßig durchgeführten -- künstlichen Befruchtungen gab?

Wie auch immer, das Buch der beiden "Dolly-Väter" Wilmut und Campbell, für das Autor Colin Tudge sozusagen die Schirmherrschaft übernahm, es hätte zu keinem passenderen Zeitpunkt erscheinen können. "Die breite Öffentlichkeit muss wissen, was auf diesen Feldern geschieht, wenn die gesellschaftliche Kontrolle nicht verloren gehen soll", verspricht sich das Autorentrio von seinem 400-seitigen Unternehmen. Gesagt, getan und: großes Lob an die Wissenschaftler, die sich doch eigentlich nur schwer aus ihrem Fachchinesisch lösen, im Gegenteil, es nicht selten als imageschädigend ansehen, Forschung auf einen populären Level zu bringen.

Die Gentechnik, die Genomik und das Klonen sind die drei wichtigsten Biotechnologien, die ausführlich vorgestellt werden. Dabei dürfte die Gentechnik mit dem Übertragen von Genen von einem auf einen anderen Organismus das bekannteste Kapitel sein, die Genomik, also das Erstellen einer Genkartierung, so spannend wie ein Thriller und die Klonierungsmethode das wohl aktuellste und emotionsbeladenste Thema.

Sachliche Aufklärung tut ausgesprochen gut, neutralisiert das Horrorbild von Massenmedien und Klatschblättern, führt sehr schnell und Gott sei Dank die Vision von geklonten Diktatoren oder einer gesichtslosen genormten Gesellschaft ad absurdum. Verständliche Analysen und Erklärungen schaffen persönliches Wissen und Einordnungsmöglichkeit. Dennoch: Die Frage der eigenen Bewertung bleibt zwangsläufig, und auch die Autoren können sich dem nicht entziehen. Forschung zum Wohle des Menschen, so ihr Plädoyer, muss erlaubt sein. Ein Restrisiko bleibt, denn: "... moderne Gentechniker sind theoretisch nur noch an die Grenzen der Physik, an die Grenzen ihrer Phantasie und [...] die Moral ihrer Gesellschaft gebunden. -- In den falschen Händen könnte diese Macht entsetzliche Folgen haben." --Barbara Wegmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Wissenschaft-Online

Die Aufregung im Februar 1997 war groß, nachdem in der Fachzeitschrift Nature ein Artikel erschienen war, der die Klonierung eines Schafes beschrieb — handelte es sich doch um die weltweit erste Klonierung eines Säugetieres aus einer erwachsenen Zelle. Wildeste Fantasien über die Auswüchse der Technik entzündeten sich daran, und Laien fragten die Experten, wann wohl der erste Mensch geklont werde. Spätestens am 25. November 2001 haben sie von der US-amerikanischen Firma Advanced Cell Technology darauf die Antwort erhalten. Ian Wilmut und Keith Campbell, die intellektuellen Väter von „Dolly“, finden die Vorstellung geklonter Menschen jedoch „widerwärtig“. Eine endlose Kette identischer Wesen zu schaffen, war auch nie ihre Absicht. In ihrem Buch, das in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Colin Tudge entstanden ist, erzählen die Wissenschaftler nun „die ganze Geschichte“ ihres die Welt bewegenden Schafes. Die Ausführungen basieren auf tonbandprotokollierten Interviews, die Tudge mit den zwei Forschern geführt hat. Abwechselnd breiten die Kapitel die Erinnerungen und Erklärungen von Wilmut oder Campbell aus, oder von ihnen beiden zusammen. Eingeteilt ist „Dolly — der Aufbruch ins biotechnische Zeitalter“ in vier Teile. In dem ersten nennen die Autoren die Absichten, die die umfassenden Experimente mit landwirtschaftlichen Nutztieren begründeten. Denn Dolly wurde im Rahmen eines Projektes erzeugt, das die Produktion und Ausscheidung von therapeutisch nutzbaren Substanzen mit der Milch von Tieren untersuchte. Im zweiten, bei populärwissenschaftlichen Büchern unvermeidbaren Teil, schicken die Autoren ihre Leser auf die Schulbank. Hier vermitteln sie ihnen genetisches und embryologisches Grundlagenwissen. Danach sind die Schüler gerüstet für den dritten Teil, in dem sie lernen, wie aus einer totipotenten Zelle und dem Erbmaterial eines ausgewachsenen Tieres Dolly werden konnte. Schließlich zeigt der vierte Abschnitt die Anwendungsbreite derartiger Techniken in Medizin, Landwirtschaft und Biologie. Naturgemäß sind Bücher bereits veraltet, bevor sie in den Buchhandlungen stehen. So ist auch „Dolly“ von der gegenwärtigen Diskussion um Stammzellen und ihre möglichen Einsatzzwecke abgekoppelt. Einen Mangel erleidet der Band dadurch nicht. Zum einen haben sich die Forscher ohnehin unmissverständlich gegen das Klonen von Menschen ausgesprochen, zum anderen wird der Leser nach der Lektüre in jeder Hinsicht klüger sein — nicht zuletzt, weil er das Wissen aus erster Hand erhalten hat. Rezensent: Dr. Olaf Schmidt -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wirklich tolles Buch! So sollte Wissenschaftsjournalismus öfter sein: es ist für Nicht-Biologen sehr gut verständlich und führt trotzdem in eine gewisse Tiefe der Materie ein.Darüber hinaus ist es einfach spannend geschrieben und liest sich gut.
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