dolly city von Orly Castel-Bloom - vielleicht erst mal ne Inhaltsangabe: Es geht um eine Amateurärztin (sie hat zwar Medizin studiert, aber an der Uni von Kambotscha und ihr Abschluß wird nicht anerkannt), die sich ihre Zeit anfangs vor Allem damit vertreibt an diversen Tieren ziemlich merkwürdige Operationen vorzunehmen. Dann kommt sie auf recht seltsame Weise (ich will nicht zu viel verraten) zu einem Kind, daß sie nunja, dann großzieht - irgendwie.
Wobei man (zumindest ich) sich ab und zu mal fragt, was denn die Erzählerin groß bezweckt (nunja, die alte Frage aus dem Deutschunterricht) - dann blättert man um und liest einen weiteren haarsträubenden Einfall und vor lauter Lachen vergißt man die Frage sofort wieder, glücklicherweise.
All das wird in einem derart trockenen Tonfall, aber gleichzeitig auch so eindringlich erzählt, daß es aus diesem Buch einfach keine Rettung gibt... Gut, mancher mag es ein wenig eklig finden, wenn die Protagonistin ihr Kind dutzende Male aufschneidet um nachzuzählen, wieviele Nieren es denn genau hat, für den Fan des makabren Humors ist es einfach göttlich (vor Allem wenn sie dann loszieht um dem Kind seine vermeintlich fehlende Niere zu ersetzen). Ich habe gelacht und gelacht und gelacht - deswegen: fünf Sterne!
Wie gesagt: Eher für Leute geeignet, die über Sachen lachen, wo Andere die Augen verdrehen und: Krank! sagen.