Die Welt des 16-jährigen Andi ist die eines typischen Teenagers, geprägt von pubertären Sorgen, Nöten und Freuden. Es ist eine Welt der Irrungen und Wirrungen, sexueller Wünsche, feuchter Träume, hoffnungsvoller Liebesgefühle, echter Freundschaften und sprühender Fantasie.
Andi lebt in München, in einer nicht gerade alltäglichen Familie. Die Mutter ist Heilpraktikerin und Hexe. Der Vater liebt alte Bücher und die Musik, bringt aber kein Geld nach Hause. Zwischen Vater und Mutter kriselt es ständig.
Kurz vor den Sommerferien trifft Andi die Ankündigung, seine Cousine Lilli würde für zwei Wochen zu Besuch kommen. Mit sieben haben sich Lilli und Andi zuletzt gesehen. Bei gemeinsamen Doktorspielen hat Lilli Andi damals gefragt: "Sind die alle so klein?" Dieser Schock sitzt immer noch tief. Was wird das Wiedersehen nun bringen?
"Frech, provokant und voll Gefühl." So verspricht es der Klappentext des Buches. Tatsächlich ist Jaromir Konecny ein spritziges Jugendbuch gelungen, in dem neben aller Komik auch echte Gefühle nicht zu kurz kommen. Die direkte, unverblümte Sprache wirkt authentisch, ehrlich und unverstellt, der Welt heutiger Jugendlicher wirklich nahe. So wird jedes, aber auch wirklich jedes Ding beim Namen genannt, ohne groß um den heißen Brei zu reden. Die knapp 160 Seiten habe ich flott und mit viel Spaß daran gelesen. Einen Stern Abzug gibt es, weil ich mir etwas mehr an Lachen erhofft hatte. Mag aber sein, dass es mir dazu einfach an der "Unschuld" eines Jugendlichen mangelt, wie eine Freundin zu mir meinte.
In jedem Fall ein wirklich gelungenes, empfehlenswertes Jugendbuch rund um Freundschaft, Liebe und Sexualität.