Neu kaufen

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Gebraucht kaufen
Gebraucht - Gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 4,58

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke [Sondereinband]

Erich Kästner
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Tatsächlich spricht schon die Antike von der therapeutischen Wirkung der Literatur, und noch heute verschenken Millionen Bücher als Arznei, zum Beispiel ›Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke‹… In dieser schönen Gedichtsammlung findet man Lyrik für alle Lagen: „wenn das Alter traurig stimmt, „wenn es Herbst geworden ist“, „wenn die Liebe entzwei ging“ oder „wenn mal das Selbstvertrauen wackelt“.«
Die Zeit November 2007

Kurzbeschreibung

Mehr als hundert »lyrische Hausmittel« aus dem Arzneischrank Erich Kästners. Humorvolle, ironische und bissige Gedichte gegen Weltschmerz, Liebeskummer, Ärger und andere Störungen des seelischen Gleichgewichts. Einzige bekannte Nebenwirkungen: Einsicht und befreites Lachen.

»Der vorliegende Band ist der Therapie des Privatlebens gewidmet. Er richtet sich, zumeist in homöopathischer Dosierung, gegen die kleinen und großen Schwierigkeiten der Existenz«, schreibt Erich Kästner im Vorwort zu seiner ›Hausapotheke‹. In der Tat weiß »Dr. Kästner« für alle menschlichen Nöte die richtige Medizin - Humor, Zorn oder Ironie - und welches Gedicht »man nehme«, wenn die Besserwisser ausgeredet haben, die Ehe kaputtgeht, vom sogenannten Fortschritt die Rede war, wenn man an Gefühlsanämie leidet oder sich über die lieben Zeitgenossen geärgert hat.

Dieses Nachschlagewerk zur »Behandlung des durchschnittlichen Innenlebens«, eine Sammlung verschiedener Kästner-Gedichte der 20er und 30er Jahre, erschien erstmals im Jahre 1936 in der Schweiz.

Über den Autor

Erich Kästner wurde 1899 in Dresden geboren und starb 1974 in München. Der Schriftsteller, Satiriker, Dramatiker und nicht zuletzt Autor der berühmten Kinderklassiker ›Das doppelte Lottchen‹, ›Das fliegende Klassenzimmer‹, ›Pünktchen und Anton‹, ›Emil und die Detektive‹ und ›Die Konferenz der Tiere‹ wurde mit zahlreichen Preisen bedacht (u.a. mit dem Büchner-Preis und der Hans-Christian Andersen-Medaille).

»Erich Kästner war ein wehmütiger Satiriker und ein augenzwinkernder Skeptiker. Er war Deutschlands hoffnungsvollster Pessimist und der deutschen Literatur positivster Negationsrat. War er ein Schulmeister? Aber ja doch, nur eben Deutschlands amüsantester und geistreichster. Er war ein Prediger, der stolz die Narrenkappe trug.« Marcel Reich-Ranicki

Auszug aus Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke. von Erich Kästner. Copyright © 2000. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Das Altersheim Das ist ein Pensionat fur Greise. Hier hat man Zeit. Die Endstation der Lebensreise ist nicht mehr weit. Gestern trug man Kinderschuhe. Heute sitzt man hier vorm Haus. Morgen fährt man zur ewigen Ruhe in Jenseits hinaus. Ach, so ein Leben ist rasch vergangen, wie lang es auch sei. Hat es nicht eben erst angefangen? Schon ist's vorbei. Die sich hier zur Ruhe setzten, wissen vor allem das Eine: Das ist die letzte Station vor der letzten. Dazwischen liegt keine.

Sachliche Romanze Als sie einander acht Jahre kannten (und man darf sagen: sie kannten sich gut), kam ihre Liebe plötzlich abhanden. Wie andern Leuten ein Stock oder Hut. Sie waren traurig, betrugen sich heiter, versuchten Küsse, als ob nichts sei, uns sahen sich an und wußten nicht weiter. Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei. Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken. Er sagte, er wäre schon Viertel nach Vier und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.- Nebenan übte ein Mensch Klavier. Sie gingen ins kleinste Café am Ort und rührten in ihren Tassen. Am Abend saßen sie immer noch dort Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort, und konnten es einfach nicht fassen.

Hamlets Geist Gustav Renner war bestimmt die beste Kraft im Toggenburger Stadttheater. Alle kannten seine weiszlig;e Weste. Alle kannten ihn als Heldenvater. Alle lobten ihn, sogar die Kenner. Und die Damen fanden ihn sogar noch schlank. Schade nur, daß sich Gustav Renner, wenn er Geld besaß, enorm betrank. Eines Abends, als man "Hamlet" gab, spielte er den Geist von Hamlets Vater. Ach, er kam betrunken aus dem Grab! Und was man nur Dummes tun kann, tat er. Hamlet war aufs außerste bestürzt. Denn der Geist fiel gänzlich aus der Rolle. Und die Szene wurde abgekürzt. Renner fragte, was man von ihm wolle! Man versuchte hinter den Kulissen ihn von seinem Rausche zu befrein, legte ihn langhin und gab ihm Kissen. Und dabei schlief Gustav Renner ein. Die Kollegen spielten nun exact, weil er schlief und sie nicht länger störte. Doch er kam! Und zwar im nächsten Akt, wo er absolut nicht hingehörte! Seiner Gattin trat er auf den Fuß. Seinem Sohn zerbrach er das Florett. Und er tanzte mit Ophelia Blues. Und den Konig schmiß er ins Parkett. Alle zitterten und rissen aus. Doch dem Publikum war das egal. So etwas von donnerndem Applaus gab's in Toggenburg zum ersten Mal. Und die meisten Toggenburger fanden: Endlich hatten sie das Stück verstanden.

Stehgeigers Leiden Ach, wie gern läg ich in meinem Bette! Nacht für Nacht schlaft Hildegard allein. Wenn mein Fiedelbogen Zähne hätte, sägte ich die Geige kurz und klein. Kein Abend weiß ich, was sie treibt. Jeden Abend steh ich hier und spiele. Ob sie, wie sie sagt, zu Hause bleibt? Schlechte Frauen gibt es ziemlich viele. Gräßlich haut der Krause aufs Klavier. Wie sie staunten, wenn ich plötzlich ginge! Keine Angst, Herr Wirt, ich bleibe hier, geige mir den Buckel schief und singe: "Die deutschen Mädchen sind die schönsten. Hipp, hipp, hurra, hipp, hipp, hurra! Denn bei den blonden deutschen Mädchen, ist alles da, ist alles da!" Ich trau dir nicht. Du lügst. Ich habe Proben. Ach, wenn sie lügt, sieht sie so ehrlich aus. Wie im Gefängnis stehe ich hier oben. Ich muß verdienen und darf nicht nach Haus. Eines Tages pack ich meine Geige, denn sie ist mein einziges Gepäck. Krause spielt Klavier. Ich aber steige schnell vom Podium und laufe weg. Und die Gäste, und der Wirt und Krause werden schweigen bis ich draußen bin. Und dann sehe ich: Sie ist nicht zu Hause! Und wo gehe ich dann hin?

Moderne Kunstausstellung Die Leute stehen in Sälen herum. Sie finden das ungewöhnlich? Das ist ja gar kein Publikum! Das sind die Maler persönlich. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

‹  Zurück zur Artikelübersicht

Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de