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Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke: 56 Gedichte im Warschauer Getto aufgeschrieben und illustriert von Teofila Reich-Ranicki Taschenbuch – 14. Februar 2000


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 184 Seiten
  • Verlag: DVA; Auflage: Neuausg. (14. Februar 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421053731
  • ISBN-13: 978-3421053732
  • Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 1,5 x 22,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 182.383 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Mehr über den Autor

Als die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 Bücher und Bilder unliebsamer Künstler verbrannten, waren auch Werke von Erich Kästner darunter. Seine zeitkritischen und satirischen Texte hatten ihn in Ungnade fallen lassen. Der am 23. Februar 1899 in Dresden geborene Journalist und Schriftsteller lebte und arbeitete weiter in Berlin und publizierte im Ausland. Die Gedichtbände "Herz auf Taille" und "Lärm im Spiegel" erschienen 1928 und 1929, ebenso sein bekanntestes Kinderbuch "Emil und die Detektive". Nach dem Krieg lebte Kästner in München und rechnete als Mitglied der "Schaubude" sowie in seinen Hörspielen und Liedern mit den Nazis ab. Er starb am 29. Juli 1974 in München.

Foto: Kaestner(c)Dressler Verlag

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Schon der Text ist weitgehend zeitlos und aktuell. Das Ganze eine wunderschöne bibliografische Kostbarkeit. Und Recht hat er meistens, der alte Kästner.« (nds - Die Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft, 6/12)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Erich Kästner wurde 1899 in Dresden geboren und starb 1974 in München. Der Schriftsteller, Satiriker, Dramatiker und nicht zuletzt Autor der berühmten Kinderklassiker ›Das doppelte Lottchen‹, ›Das fliegende Klassenzimmer‹, ›Pünktchen und Anton‹, ›Emil und die Detektive‹ und ›Die Konferenz der Tiere‹ wurde mit zahlreichen Preisen bedacht (u.a. mit dem Büchner-Preis und der Hans-Christian Andersen-Medaille).

»Erich Kästner war ein wehmütiger Satiriker und ein augenzwinkernder Skeptiker. Er war Deutschlands hoffnungsvollster Pessimist und der deutschen Literatur positivster Negationsrat. War er ein Schulmeister? Aber ja doch, nur eben Deutschlands amüsantester und geistreichster. Er war ein Prediger, der stolz die Narrenkappe trug.« Marcel Reich-Ranicki

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Andrea Kalmer am 6. April 2001
Format: Taschenbuch
Diese Ausgabe ist eine ganz besondere: Eine Auswahl der schönsten Gedichte aus Kästners berühmtem Gedichtband, liebevoll und persönlich gestaltet von Tosia (Teofila) Reich-Ranicki. In diesem Buch findet man unter anderem die "Sachliche Romanze", "Ein Mann gibt Auskunft" und die "Eisenbahnfahrt". Kästner in seiner besten Form, die den Ausdruck "Gebrauchslyrik" geprägt hat. Kästners Gedichte sind lebensnah, gedankennah und so überhaupt nicht veraltet. Sie wirken immer noch in all ihrer Prägnanz und Aktualität.
Die Entstehungsgeschichte dieser Ausgabe ist ebenfalls einzigartig und wird am Ende des Buches von Marcel Reich-Ranicki selbst geschildert, in einem Auszug seiner Autobiographie. Seine spätere Ehefrau Tosia hat die Gedichte abgeschrieben, illustriert und mit Vignetten versehen und ihm zum 21. Geburtstag geschenkt - im Warschauer Ghetto. Diesen Band retteten sie aus der schlimmsten Periode der Geschichte in die neue Zeit.
Das Buch wurde im letzten Jahr in der Originalform veröffentlicht und es ist mehr als ein historisches Dokument. Die Form unterstreicht die Melancholie, die Angst und die Entbehrungen seiner Zeit und unterstützt die Wirkung der Worte durch seine Optik. Es ist ein wunderschöner Band, der durchaus seine eigene Geschichte besitzt. Nach Reich-Ranickis Erzählung hatte Kästner Tränen in den Augen, als er diesen Band in den Händen hielt. Glaubhaft, wenn man diese Ausgabe sieht.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Happyx TOP 50 REZENSENT am 12. Dezember 2008
Format: Sondereinband
Es gibt nichts gutes, außer: man tut es: Diese geniale Aussage stammt von Erich Kästner, eine ganze Seite lässt Raum für mögliche Implikationen aus diesem weiten Satz.

Kästner stellt dem Buch ein kurzes, glückendes Vorwort voran und darin lesen wir: "Der vorliegende Band ist der Therapie des Privatlebens gewidmet. Er richtet sich gegen die großen und kleine Probleme des Alltags."

Er führt dann ein Register auf mit Seitenverweisen, mit z.B. diesen Hilfestellungen:
-wenn das Alter traurig stimmt
-wenn man Armut begegnet
-wenn die Ehe kaputt geht
-wenn man die Einsamkeit schwer erträgt
-wenn man zur Faulheit neigt
-wenn man sich über Zeitgenossen geärgert hat
etc.

Kästner hat im ersten Weltkrieg wohl Schweres erlebt. Seine Gedanken schwingen zwischen aufgespießtem, skurrilen Erkennen und leichter, mutmachender Lebenslust hin und her. Eine liebevolle, menschlich aufbauende Mischung. Hier 2 Beispiele:

Meldung vom Wettlauf durch die Lübecker Schweiz. Die Läufer trainieren täglich 10 Stunden. Sie laufen auf 100 m minus 14 Sekunden. Die Spitzengruppe ist morgen bereits im Jahr 1919 verschwunden.

Ja, die Bösen und Beschränkten,
sind die Meisten und die Stärkern.
Aber spiel nicht den Gekränkten.
Bleib am Leben, sie zu ärgern.
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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von christianehochstadt@gmx.de am 17. April 2001
Format: Taschenbuch
"Ich hatte einen Bekannten besucht, von dem ich irgend etwas brauchte. Bei ihm fand ich, womit ich nicht gerechnet hatte: deutsche Bücher. Plötzlich fiel mir ein kleiner, schmucker Band auf: Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke, 1936 in Zürich veröffentlicht. Sofort las ich das Gedicht, das die Sammlung eröffnet: das "Eisenbahngleichnis". Es beginnt: "Wir sitzen alle im gleichen Zug / und reisen quer durch die Zeit." Und es endet: "Wir sitzen alle im gleichen Zug. / Und viele im falschen Coupé." (Aus: Marcel Reich-Ranicki: "Mein Leben") Kurze Zeit nach diesem Ereignis lernte Marcel Reich-Ranicki seine Frau Teofila kennen, die später 56 wundervolle Gedichte von Kästner im Warschauer Ghetto aufschrieb und illustrierte. Diese Ausgabe ist wohl die schönste aller erschienenen Kästner-Ausgaben. Die Auswahl, die Originalabschrift sowie persönliche Anstreichungen von Teofila Reich-Ranicki "lassen erahnen, in welchem seelischen Zustand sie sich nach dem Inferno des Erlebten befunden haben muß." (Salomon Korn) Kästners Lyrik ist manchmal traurig, manchmal lustig, meistens ironisch. Lyrik, die einen lächeln läßt. Immer aber spürt man , wofür Kästner schrieb: Um die Welt zu verbessern. Er war ein Moralist. Die, die Moral gebraucht hätten, ließen seine Literatur 1933 verbrennen. Dieses Buch ist, wegen seines Inhalts,wegen seiner großartigen Illustration, aber auch wegen seiner Geschichte, die eng mit der des Ehepaars Reich-Ranicki zusammenhängt, ein Muß!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 5. Januar 2000
Format: Gebundene Ausgabe
Wem es schlecht geht, muß nicht unbedingt zum Arzneischrank gehen - es gibt auch andere Mittel. Ich empfehle Dr. Erich Kästner: Er hat mir in der Tat schon des öfteren geholfen mit seiner wundersamen Apotheke der Lyrik. Seine Gedicht sind vom feinsten, für jede Lebenslage, für jede Stimmung geeignet. Verliebt, verlobt, verheiratet, am Boden zerstört, euphorisch oder traurig, wissend oder orientierungslos, spottheischend oder spöttisch - allesamt findet sich hier in einem gelungenen Reim zusammengefügt, meist mit einer Schlußpointe versehen, so daß man am Ende doch noch oder wieder darüber lachen kann und es einem besser geht. Liebe Leser, vergeßt Aspirin, vergeßt die leckeren Bonbons von Bayer, BASF und Höchst - die wirklich besten und verträglichsten Hilfsmittel (garantiert ohne Nebenwirkung) liefert Dr. Erich Kästner. Das Buch ist übrigens auch hervorragend zum Verschenken geeignet. <font size="-1" face="geneva, arial, helvetica">(Dies ist eine <b>Amazon.de an der Uni</b>-Studentenrezension.)</font>
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