Ich habe meiner großen Tochter die Dolittlebücher der Reihenfolge nach ("und seine Tiere" - "schwimmende Insel" - "Zirkus" - "Tieroper") vorgelesen, und hier haben wir dann mitten drin abgebrochen. In diesem Buch hat sich Lofting, so scheint mir, allzu sehr von seinen Träumen davontragen lassen. Er erzählt keine spannende Geschichte, sondern gestaltet nur noch aus, wie es wäre wenn. Die Geschichte des Kanariensoprans Pipinella ist an sich schon nicht sonderlich fesselnd. Aber wenn dann das restliche Buch davon handelt, wie die Aufführung vorbereitet wird, wie Sänger gesucht werden, wie Paganini persönlich erscheint, um dem Doktor Respekt zu zollen, wie die Tiere zu Reklamezwecken angestellt werden, wie sie mit ihrem Geld umgehen usw. - dann ist das für kleine Kinder schlicht langweilig. Die ödesten Passagen habe ich schon übersprungen, und trotzdem wollte meine Große - zu dem Zeitpunkt sechs Jahre - irgendwann nicht mehr. Ich erinnere mich, dass ich das als Jugendlicher selbst gerne gelesen habe - aber da konnte ich alle diese Vorgänge auch einordnen und genießen.
Die nächsten Bände ("Zoo" und "Postamt") werden wieder besser.