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Dojczland: Ein Reisebericht (edition suhrkamp)
 
 
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Dojczland: Ein Reisebericht (edition suhrkamp) [Taschenbuch]

Andrzej Stasiuk , Olaf Kühl
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 92 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 3 (18. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518125664
  • ISBN-13: 978-3518125663
  • Originaltitel: Dojczland
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 10,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 155.819 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Andrzej Stasiuk
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Stasiuks Tramp, der Deutschland gewissermaßen von den Bahnhofstoiletten her aufrollt, ist eine der doppelbödigsten Figuren, die das deutsch-polnische Drama in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat. Nicht dass Stasiuk hier ein abschließendes Porträt des Polen in seinem Verhältnis zu Deutschland geliefert hätte; so ein abschließendes Porträt gibt es nicht. Er hat aber mit seinem dichtenden Landstreicher eine der ungezählten Schutzmasken beschrieben, die viele Polen bis heute brauchen, wenn sie Deutschland ertragen wollen.« (Konrad Schuller Frankfurter Allgemeine Zeitung, Literaturbeilage )

»Ein gutes Buch zeigt sich auch darin, dass alle möglichen Leute ihm die widersprüchlichsten Absichten unterstellen. Ich halte Dojczland für eine verkappte Liebeserklärung. Eine groteske und ziemlich hinterhältige zwar, aber in ihrer schoddrigen Unangestrengtheit, in ihrer Selbstironie und gespielten Oberflächlichkeit großartig und sehr witzig. Denn Stasiuks Polemik über die Deutschen ist zugleich eine über die Polen, die wie wir ständig über das Deutschsein nachdenken müssen.« (Mathias Schnitzler Berliner Zeitung )

Kurzbeschreibung

»Beim Anblick eines Mercedes die Tränen runterschlucken. In die silberne Zigarre des ICE steigen, Herbst im Herzen. Durch das Olympiastadion in Berlin spazieren und eine Zigeunermelodie aus Siebenbürgen vor sich hinsummen.« Der Erzähler des Bestsellers Dojczland, ein literarischer Gastarbeiter auf Lesereise kreuz und quer durch die Bundesrepublik, verbirgt nicht, daß er lieber auf dem Bukarester Gara de Nord als am Stuttgarter Hauptbahnhof angekommen wäre. So selbstironisch spielt Stasiuk mit Ängsten, Vorurteilen und Klischees, den eigenen, den fremden, daß ihn ein polnisches Skandalmagazin als »bezahlten Einflußagenten Berlins« anprangerte.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Jim Beam und der schmuddelige Westen

Andrzej Stasiuk vagabundiert durch die Welt und betrachtet die Gesellschaft "von unten". Man könnte ihn als die polnische Ausgabe des amerikanischen Schriftstellers Jack Kerouac bezeichnen. Mit dem Unterschied, dass Stasiuk bereits Schriftsteller ist, und somit die Zugtickets und die Hotelzimmer (und den Whiskey) bezahlt bekommt.
Zu den Deutschen verbindet ihn eine Art Hassliebe. Er interessiert sich für sie, ohne sie jedoch zu verstehen, zu groß sind die kulturellen Unterschiede:

(Zitat) "Überhaupt habe ich im Laufe der Zeit den Eindruck, dass die Deutschen immer weniger werden. Sie bleiben irgendwo weg, verschwinden irgendwo hin. Vermutlich ziehen sie in immer bessere, teurere und ruhigere Viertel. (...) Sie kaufen die Balearen und die Kanarischen Inseln. Sie werden Türken, Slawen und Asiaten anstellen, damit die ihr Land betreiben (...). Hier ist alles so gut organisiert, dass sogar die Kasachen den Bundestag am Laufen halten könnten."

Außerdem mag es Stasiuk gerne schmuddelig. Er liebt Menschen mit ungekämmtem Haar, Jogginganzug und fremdländischem Akzent. Er mag Bahnhofsviertel, Zuhälter und Arbeitslose. Menschen, die - wie er - am Morgen schon ein wenig nach Alkohol riechen.
Gepflegte Wohnviertel mit sauberen Bürgersteigen sind ihm ein Gräuel.
Insofern ist ein großer Teil des Buches eher als Kritik am unerbittlichen westlichen System anzusehen. Warum aber nennt er sein Werk dann "Dojczland" ? Die - nicht ganz uneigennützige - Antwort gibt er selbst in seinem Buch: (Zitat) "Sie mögen es, wenn man über sie nachdenkt. Den Franzosen und Engländern ist das vielleicht egal, aber den Deutschen noch nicht."
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Arnim Z.
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe schon einige Bücher von Andrzej Stasiuk gelesen. Mir gefallen sein Stil und seine Beobachtungsgabe sehr gut. Bei diesem Buch hatte ich dann auch eine entsprechend hohe Erwartungshaltung. Das Buch ist in einem eher sanft-ironischen Stil verfaßt und enthält einige amüsante Episoden. Ein wenig enttäuschend fand ich aber doch die relativ oberflächliche Bewertung von uns Deutschen, die sich fast nur an Äußerlichkeiten fest macht. Mangels Sprachkenntnissen fiel der Kontakt von Andrzej mit uns auf seinen zahlreichen Lesereisen wohl etwas dünn aus. Entsprechend ist das Buch auch recht schnell gelesen. Deshalb eine eingeschränkte Empfehlung - gut geschrieben, hätte aber mehr Potential gehabt.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Andrzej Stasiuk schaut den Deutschen auf seinen zahllosen Lesereisen mit erstaunlicher Präzision zu. Das Ergebnis seiner Eindrücke, Gedanken und Erlebnisse finden wir in diesem Buch vor. Das Buch ist voller Ironie und Satire und enthält in knappe Worte gefasste Beobachtungen. Teilweise sind seine Aussagen wie Kapuscinskis, die eines anderen Polen. Immer treffend und zum Nachdenken anregend. Was erlebt jemand wie er bei der Fahrt von A nach B um acht Uhr früh am Frankfurter oder Stuttgarter Bahnhof? Es sind Eindrücke von Einsamkeit und dem Alltag in Deutschland den ein Pole definiert. Mit dem vielen Alkoholgenuss ist es erstaunlich was dabei herausgekommen ist. Wenn das bessere Leben im sonnigen Italien stattfindet ist es nach seiner Ansicht kein Wunder das wir zum Essen immer zum Italiener gehen. Solche Aussagen gibt es viele im Buch. Polen, schon immer zwischen Deutschland und Russland gelegen, sucht seine neue Rolle in Europa. Wir Deutsche tun es auch gegenüber den Nachbarn. Das Buch Stasiuks regt zum Nachdenken an und verdient deshalb ein Lob trotz dem hohen Whiskey verbrauch.
Martin Ludwig
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