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Dogville
 
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Dogville

Nicole Kidman , Harriet Andersson , Lars von Trier    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (89 Kundenrezensionen)
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Rezensionen

Movieman.de

"Dogville" ist erneut ein Experiment mit dem Medium Film. "Wie theatralisch darf Film sein?", könnte eine Fragestellung sein. Ohne dies erschöpfend zu beantworten, sei festgestellt: Das vorliegende Maß an Theatralik funktioniert. Der Film erreicht durch seinen Fokus auf Wort und Darstellung eine ungeheure Eindringlichkeit, die das stilistisch artifizielle Setting in den Hintergrund drängt. Die Handlung und ihre Fragestellung erinnern stark an Brechtsche Überlegungen und man erlebt die Menschlichkeit an sich am Abgrund. Absolut sehenswert.

Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch nicht überwältigend, was aber auch auf von Triers Stilismen (Videigraphie etc.) zurück zu führen ist."Dogville" ist erneut ein Experiment mit dem Medium Film. "Wie theatralisch darf Film sein?", könnte eine Fragestellung sein. Ohne dies erschöpfend zu beantworten, sei festgestellt: Das vorliegende Maß an Theatralik funktioniert. Der Film erreicht durch seinen Fokus auf Wort und Darstellung eine ungeheure Eindringlichkeit, die das stilistisch artifizielle Setting in den Hintergrund drängt. Die Handlung und ihre Fragestellung erinnern stark an Brechtsche Überlegungen und man erlebt die Menschlichkeit an sich am Abgrund.Absolut sehenswert.MO

Bild: Die Optik ist nicht immer komplett stabil und die Schärfe nicht immer wirklich tiefgreifend. Abermals bietet uns von Trier eine auf CinemaScope Ausmaße aufgeblasene Videoproduktion, die nicht mit 35mm-Werten mithalten kann. So kommt es hier und da zu sanften Nachziehern von Gesichtern (00.02.23) und Zooms laufen unter leichtem Schärfeverlust ab (01.54.39). Insgesamt wirkt das Bild etwas zu weich , bleibt qualitativ aber noch in einem Rahmen, der sich knapp innerhalb des "Gut" bewegt.

Ton: Die deutsche 2.0-Surround-Fassung ist griffiger als die 5.0-Mischungen. So hört man etwa den Regen bei 01:58.10 in den 5.0-Fassungen kaum, während er in 2.0 für Stimmung sorgt. Ansonsten setzt der Film nich auf große Effekte und bleibt akustisch eher zurückhaltend, Die Stimmen sind sauber angelegt und weisen ein gesundes Volumen und gute Obertöne auf.

Extras: Regiekommentar, Trailer, Cast & Crew-Infos: Das sind sinnvolle Extras, die hier in guter Qulität vorliegen. Im Kommentar geht von Trier bildspezifisch auf alle Aspekte seines Filmes ein und zeigt auch durchaus Unsicherheiten bezüglicher mancher filmdramaturgischen Entscheidung. --movieman.de

VideoMarkt

Die junge Grace flüchtet sich vor einer Gangsterbande in ein isoliertes Bergdorf, wo sie die Gemeinde, allen voran Autor Tom, aufnimmt und beschützt. Der Preis: Sie erklärt sich bereit, jedem der Bürger zur Hand zu gehen. Doch die Idylle währt nur kurz. Bald wollen die braven Menschen mehr als nur Graces Arbeitskraft. Schließlich gehen sie doch ein hohes Risiko ein, einer Flüchtigen Unterschlupf zu gewähren. Und so mehren sich die Übergriffe auf die junge Frau, die schnell und schmerzhaft lernt, das Nächstenliebe und Güte relative Begriffe sind.

Video.de

Lars von Trier ("Das Fest") begibt sich in seinem neuesten, ausschließlich auf einer Bühne inszeniertem Werk auf eine radikale Entdeckungsreise in die menschliche Seele und liefert brillantes Extrem-Kino für Arthaus-Fans. Darin lässt Oscar-Gewinnerin Nicole Kidman ("The Hours") einmal mehr Glanz und Glamour hinter sich und überzeugt als Charakterdarstellerin. An ihrer Seite agiert ein hochkarätiges Ensemble aus Jungstars wie Paul Bettany ("Master and Commander") und Veteranen wie Lauren Bacall ("Misery") oder James Caan ("Der Pate").

Blickpunkt: Film

Eine 50 mal 50 Meter große Bühne, aufgemalte Straßen und Häuser, Rudimente von Requisiten und ein paar Beleuchtungstricks, 15 Schauspieler - mehr ist nicht in 'Dogville'. Doch trotz dieser künstlichen, spartanischen, gezielt theaterhaften Umgebung gelingt es Lars von Trier in seinem formal radikalen, inhaltlich ergreifenden Cannes-Aufreger über eine Gangsterbraut in der Depressionsära, die sich vor ihren Häschern in eine hermetisch abgeriegelte Berggemeinde in den Rocky Mountains flüchtet, eine ganze Welt glaubwürdig erstehen zu lassen. In deren Mittelpunkt steht wie schon in 'Breaking the Waves' und 'Dancer in the Dark' eine Frau, der wieder die gesamte Last des Universums aufgebürdet wird. Und doch lässt es Oscar-Gewinnerin Nicole Kidman in einer Tour de Force niemals zu, sich als Opfer ausbeuten zu lassen, was letztlich auch Ausgangspunkt für einen überraschenden und furiosen Showdown des allemal Palme würdigen, Anti-Dogma-Films ist, der vor allem in Großstädten hohe Wellen nicht brechen, sondern schlagen sollte.

Inspiriert worden zu seinem Planspiel, so berichtet von Trier in den Presseunterlagen, sei er von der Kritik amerikanischer Journalisten, wie er es sich habe erlauben können, 'Dancer in the Dark' in den USA anzusiedeln, ohne das Land selbst jemals besucht zu haben. Aber selbstverständlich ist das resultierende Schuld- und Sühnedrama kein Schlüsselfilm über Amerika (oder gar antiamerikanisch), wie von Trier in Cannes angelastet wurde, sondern bestenfalls über eine Vorstellung von Amerika, wie man es aus dem Kino kennt. Nicht von ungefähr wählte er deutlich wiedererkennbare Elemente eines ur-amerikanischen Genres, des Gangsterfilms, die Ära und Location bedingen und einen spielerischen Rahmen für den strengen Kraftakt 'Dogville' bilden, dessen weitere deutliche Vorbilder europäischen Ursprungs sind. Das Theater von Brecht, Dürrenmatt (besonders 'Der Besuch der alten Dame') und Beckett sowie britische Fernsehadaptionen von Theaterstücken in den 50er Jahren bilden eine potente Ursuppe, aus der von Trier mit vollen Händen schöpft, um in neun Szenen plus Prolog und Epilog seine universellen Untersuchungen über die Bestie Mensch anzustellen.
Fremd und anstrengend wirkt der Film auf den ersten Metern: Eine gewisse Aufgeschlossenheit des Publikums ist schon erforderlich, die ungewöhnliche Kulisse der minimalistischen Fingerübung anzunehmen. Wie ein Monopolyspiel sieht die Welt von 'Dogville' in der ersten Totalen von oben zunächst aus. Straßen und Häuser sind ebenso aufgemalt wie Büsche, Hügel oder eine Miene am Rand des Dorfs. Bruchstücke von Requisiten verleihen dem einzigen Raum, den man während der gesamten Dauer sehen wird, Struktur und Tiefe. Tag und Nacht werden durch weiße, bzw. schwarze Rahmen um die Bühne gekennzeichnet. Es ist ein Vabanque-Spiel, auf das sich von Trier da einlässt, aber es ist auch deutlich erkennbar seine Herausforderung, die Abstraktion des Raumes mit allen gebotenen filmischen Mitteln zu überwinden. Das gelingt ihm zunächst einmal mit der außergewöhnlich beweglichen Kamera von Anthony Dod Mantle und einem allwissenden, omnipräsenten Erzähler (im Original: John Hurt), der Details offenbart, die man unmöglich sehen kann. Schließlich ist es aber die Wucht seiner Geschichte und die ungemein starke Leistung des Ensembles, zu dem neben Kidman mutige Jungstars wie Paul Bettany, Chloe Sevigny und Jeremy Davies und mit allen Wassern gewaschene Profis wie Lauren Bacall, Ben Gazzara, Philip Baker Hall und Patricia Clarkson gehören.
Wenn Kidman als Grace, die auf ihrer Flucht vor schweren Jungs widerwillig von der Gemeinde aufgenommen wurde, nach etwa einer Stunde Laufzeit das (nicht vorhandene) Fenster im Haus eines blinden Mannes öffnet und ihr warme orange Sonnenstrahlen ins Gesicht fallen, ist die Illusion mit einem Mal perfekt. Fortan sieht man nur noch die Geschichte, die sich von Trier hat einfallen lassen: Wie der Engel Grace zunächst das komplette Dorf mit ihrer unendlichen Freundlichkeit und Güte für sich gewinnt. Wie das Idyll zerbricht, weil soviel Gutheit mehr und mehr nur noch die schlechtesten Seiten der Menschen von Dogville hervorkehrt. Wie Grace zunächst ausgenutzt, ausgebeutet und schließlich förmlich versklavt wird. Und wie die Geschichte im letzten Moment eine ungeahnte und schockierende Wendung nimmt, die ebenso zwingend und logisch wie auch spitzbübisch ist. Der Schalk sitzt von Trier in dieser todernsten Versuchsanordnung ohnehin im Nacken und macht - gemeinsam mit der gewaltigen Performance von Kidman - auch die härtesten Momente des Hundstage-Martyriums erträglich. Bleibt also nur noch abzuwarten, ob der Däne auch die beiden nächsten Kapitel in der angeblich als Trilogie angelegten Grace-Saga (Arbeitstitel: 'Washington' (sic!) und 'Manderlay' (sic!)) in ähnliche künstlerische Triumphe verwandeln kann. ts.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Radikal inszenierter Thriller, in dem eine junge Frau während der Zeit der Depression auf der Flucht vor Gangstern und Polizei in einer kleinen Gemeinde der Rocky Mountains Zuflucht sucht.

Kurzbeschreibung

Amerika in den 30er Jahren zur Zeit der großen Depressionen. Auf der Flucht vor ihren Verfolgern landet Grace in der abgeschiedenen Kleinstadt Dogville in den Rocky Mountains. Der Gemeindesprecher Tom setzt sich für die junge Frau ein. Unter der Bedingung, dass sie sich dem Gemeinschaftsleben anpasst und den Bewohnern bei der Arbeit zur Hand geht, darf sie zunächst für eine Probezeit von zwei Wochen bleiben. Mit Beharrlichkeit und Güte gelingt es Grace, das Vertrauen der braven Bürger zu gewinnen. Als jedoch ein Sheriff einen Steckbrief mit ihrem Konterfei an der Dorfkirche anschlägt, kippt die Stimmung. Für die schöne Fremde beginnt ein Martyrium, an dessen Ende sie - ausgebeutet, gedemütigt und vergewaltigt - als jedermanns Skalvin an der Kette gehalten wird. Aber Grace hütet ein Geheimnis und nimmt schließlich blutige Rache.

Produktbeschreibungen

Zwei Schüsse zerreißen die Stille der Nacht. Der Hund Moses ist der erste, der die fremde Schönheit, die nur wenig später an diesem Abend im Jahr 1930 in der abgelegenen Gemeinde Dogville auftaucht, bemerkt. Als nächstes wird Tom Edison jr., der sich selbst als Schriftsteller bezeichnet und gerne über das Leben im Allgemeinen und die Moral im Besonderen philosophiert, auf die mondän gekleidete Frau, die ganz offensichtlich auf der Flucht ist, aufmerksam. Tom hatte wie jeden Abend seinen Kindheitsfreund Bill besucht, um ihm eine weitere vernichtende Niederlage beim Mühle-Spiel zuzufügen und vielleicht auch, um dessen Schwester Liz zu sehen, wie manch einer in Dogville behauptet. Auf dem Heimweg hatte er sich auf kurz auf der Bank niedergelassen und hing seinen Gedanken nach, als er die beiden Schüsse hörte. Tom versteckt Grace vor ihren Häschern und behauptet den Gangstern gegenüber, er habe nichts Außergewöhnliches gesehen oder gehört.

Am darauffolgenden Tag beruft Tom ein Gemeindetreffen ein. Es gelingt ihm tatsächlich, die Einwohner der kleinen Gemeinde in den Rocky Mountains davon zu überzeugen, Grace zunächst für zwei Wochen Asyl zu gewähren. Nach Ablauf der Zeit soll abgestimmt werden, ob sie auch weiterhin in der kleinen 15-Seelen-Gemeinde bleiben darf. Damit auch jeder in den vierzehn Tagen die Möglichkeit hat, Grace kennen zu lernen, schlägt Tom vor, sie solle den Einwohnern von Dogville ein wenig zur Hand gehen.

Anfangs protestieren die Leute von Dogville: es gebe nichts, wobei Grace ihnen helfen kann. Doch Grace lässt nicht locker und schließlich findet doch jeder eine kleine Aufgabe für sie. Bei
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