|
Produktinformation
|
Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch nicht überwältigend, was aber auch auf von Triers Stilismen (Videigraphie etc.) zurück zu führen ist."Dogville" ist erneut ein Experiment mit dem Medium Film. "Wie theatralisch darf Film sein?", könnte eine Fragestellung sein. Ohne dies erschöpfend zu beantworten, sei festgestellt: Das vorliegende Maß an Theatralik funktioniert. Der Film erreicht durch seinen Fokus auf Wort und Darstellung eine ungeheure Eindringlichkeit, die das stilistisch artifizielle Setting in den Hintergrund drängt. Die Handlung und ihre Fragestellung erinnern stark an Brechtsche Überlegungen und man erlebt die Menschlichkeit an sich am Abgrund.Absolut sehenswert.MO
Bild: Die Optik ist nicht immer komplett stabil und die Schärfe nicht immer wirklich tiefgreifend. Abermals bietet uns von Trier eine auf CinemaScope Ausmaße aufgeblasene Videoproduktion, die nicht mit 35mm-Werten mithalten kann. So kommt es hier und da zu sanften Nachziehern von Gesichtern (00.02.23) und Zooms laufen unter leichtem Schärfeverlust ab (01.54.39). Insgesamt wirkt das Bild etwas zu weich , bleibt qualitativ aber noch in einem Rahmen, der sich knapp innerhalb des "Gut" bewegt.
Ton: Die deutsche 2.0-Surround-Fassung ist griffiger als die 5.0-Mischungen. So hört man etwa den Regen bei 01:58.10 in den 5.0-Fassungen kaum, während er in 2.0 für Stimmung sorgt. Ansonsten setzt der Film nich auf große Effekte und bleibt akustisch eher zurückhaltend, Die Stimmen sind sauber angelegt und weisen ein gesundes Volumen und gute Obertöne auf.
Extras: Regiekommentar, Trailer, Cast & Crew-Infos: Das sind sinnvolle Extras, die hier in guter Qulität vorliegen. Im Kommentar geht von Trier bildspezifisch auf alle Aspekte seines Filmes ein und zeigt auch durchaus Unsicherheiten bezüglicher mancher filmdramaturgischen Entscheidung. --movieman.de
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr gut, aber gewöhnungsbedürftig,
Von
Rezension bezieht sich auf: Dogville (DVD)
Inhalt: Grace (Nicole Kidman) findet Zuflucht in einem abgeschiedenen Bergdorf. Um bleiben zu können, erweist sie den Bewohnern Gefälligkeiten. Das Dorf und Grace profitieren davon und blühen auf. Aber mit der Zeit ändern sich die Rahmenbedingunen und die Situation eskaliert.Darstellung: Der Film zeigt sehr gekonnt die Motivation und die Abgründe menschlichen Handels auf. Dabei abstrahiert er von allem überflüssigen, was uns von dem wesentlichen ablenkt: Das Geschehen spielt nicht in einer entsprechenden Bergkulisse sondern mehr oder weniger auf einer Theaterbühne. Die meisten Requisisten wie z.B. Mauern oder Türen wurden durch Kreidestriche auf dem Boden ersetzt. Bewertung: Von vier Personen, die wir beim Ansehen waren, hielte nur zwei bis zum Ende des Filmes durch. Freunden, denen ich die DVD auslieh, brachen nach 15 Minuten ab. Ich selbst brauchte etwa 1 Stunde, um micht an das Darstellungsformat zu gewöhnen. Wer die Geduld aufbringt und die circa drei Stunden durchhält wird mit einem fulminanten Ende belohnt. Die Schauspieler und allen voran Nicole Kidman wissen zu überzeugen. Wer etwas anspruchsvolles mag, wird an dem Film seine Freunde finden. Action Fans lassen von dem Film besser ihre Finger. Aufgrund des Formates und der Länge wird der Film eher von den Fernsehstationen gemieden werden. Der DVD-Kauf lohnt daher. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr eigenwillig,
Von Bracket paradox "Bracket paradox" (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Dogville (DVD)
Hände weg von diesem Film, wenn man sich nach der Plot-Beschreibung auf dem Cover auf einen unterhaltsam spannenden Kino-/Video-Abend mit all den normalen Ingredientien freut. Dieser Film ist anders und weicht formal und inhaltlich vom Normalen ab (mich wundert allerdings, dass das der einzige Grund ist, warum ihm so viele RezensentInnen gleich schlecht bewerten).Formal kann der Film nicht einfach als verfilmtes Theaterstück beschrieben werden, denn dies würde bedeuten, all die anderen Dimensionen zu ignorieren. Ja, die ganze Handlung spielt in Dogville und diese Stadt ist in einer Studiohalle 'aufgebaut'. Allerdings ist die Struktur der Stadt, ganz anders als in herkömmlichen Dramen, nicht durch Kulissen repräsentiert, sondern grundsätzlich nur durch Umrisse am Boden und teilweise Bezeichnungen (Stachelbeersträuche sind als Kreideumrisse plus dem Wort dargestellt) symbolisiert. Dies schafft auf der einen Seite eine extreme Durchsichtigkeit (also man sieht immer alles, was die BewohnerInnen machen, die auch fast immer alle im Set zu sehen sind, wenn auch im Hintergrund), auf der anderen Seite auch die Abstraktion eines Stadtplanes (immer am Anfang der Szenen, sieht man von oben auf das Set mit den Häusern, in deren Mitte der Schriftzug "Elm Street" prangt - sieht wirklich aus wie auf einer Landkarte). Besonders die Durchsichtigkeit erscheint mir angesichts der Tatsache, dass es in dem Film vor allem um moralisches Sein, moralischen Schein und individuelle und kollektive Selbstgerechtigkeit geht, sehr passend. Der Film bedient sich auch der Stilmittel des Romans. Er ist in Kapitel gegliedert, die im Film mit kurzer Preview eingeblendet werden (so in der Art von engl. 18.Jh. Romanen). Er hat auch - ganz im Gegensatz zu Dramen - einen allwissenden auktorialen Erzähler, der aus dem Off die Handlung erzählt und/oder kommentiert, wobei die Frage seiner moralischen Position (irgendwie sympathisiert er mit allen, er ist nicht neutral, sondern wechselt die Positionen, ohne einen Widerspruch zu entdecken) sehr interessant ist. Der Film ist auch sehr seltsam (im positiven Sinn) geschnitten, denn in einzelnen Szenen kommt es immer wieder, ohne deutliche Unterbrechungen, zu Sprüngen. Also wie im Roman bekommt man teilweise nur Ausschnitte der Konversation zu hören. Lars von Trier nennt Brecht als ein Vorbild für "Dogville" und das erkennt man auch in den Figuren, die eine gewisse Künstlichkeit haben. Mir persönlich erscheinen sie für sich genommen realistisch, aber sie interagieren überhaupt nicht miteinander (die oben genannte Schnitttechnik trägt dazu bei). Die SchauspielerInnen tragen das Ihre dazu bei, dass diese unrealistische Figurenführung trotzdem überzeugend für die Gesamtwirkung des Films wirkt (das ganze Ensemble ist hervorragend). Inhaltlich geht es, wie gesagt, um moralische Ansprüche und ihre Umsetzung (bzw. Nicht-Umsetzung) und den ständigen Versuch, diese zumindest diskursiv in Einklag zu bringen, was niemandem gelingt, sodass man zu guter Letzt mit niemandem sympathisiert, sodass sich auch kein Gefühl des poetischen Gerechtigkeit durch das Ende des Films einstellen mag. Ein Film zum Nachdenken, zum Diskutieren, kein Unteraltungsfilm. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gnadenlos,
Rezension bezieht sich auf: Dogville (DVD)
Der Film gehört definitiv zu meinen Lieblingsfilmen. Auf ein Minimum konzentriert, sich aber voll auf seine durch und durch grandiosen Darsteller verlassen könnend entwickelt "Dogville" eine unheimliche Anziehungskraft. Der Film fesselt, man freut sich mit der Protagonistin, man leidet mit ihr, ja selbst ihre Rachsucht kann man verstehen.Sicherlich kein "leichter Stoff" und auch schwer verdaulich, aber auf jeden Fall etwas für Filmfreunde mit Anspruch. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Kundendiskussionen durchsuchen
|
|
|
|