Wir schreiben das Jahr 1971. Status Quo haben gerade ihren Keyborader Roy Lynes rausgeworfen und ihr letztes Album beim Record Label Pye rausgebracht. Es nennt sich "Dog of Two Head".
Wie schon beim Vorgänger "Ma Kelly's Greasy Spoon" wird hier der Boogie Rock konsequent weitergeführt und ausgeweitet, weg vom Psychedelic Pop der 60er. Jeder Track rockt hier richtig ab und befindet sich durchgehend auf höchstem Niveau.
Das 7-minütige Blues-Stück "Umleitung" ist der perfekte Opener, "Mean Girl" erinnert vom Aufbau her stark an die späteren 3-Akkorde-Stampfer à la Hello oder On The Level. "Gerdundula" ist schlichtweg ein Meisterwerk der Lead-Gitarrenkunst, "Someone's Learning" thematisiert im Text die damaligen Zustände in Nordirland (wie man aus dem informativen Booklet erfahren kann)und die Bonustracks, allen voran das stürmische "Tune to the Music" mit seinem sehr markanten Gitarrenriff können sich echt sehen bzw. hören lassen.
Das einzige, was mich stört, sind die Zwischenwürfe von "Nanana", wobei zuerst nur einzelne Stücke des eigentlichen Liedes angespielt werden, und als letzter (Original)track dann doch noch in voller Länge zu hören sind. Hätte nicht sein müssen.
Die Remastered Version von 2003 ist gut gelungen. Klarer Sound, gute Aufmachung der CD und informatives Falt-Booklet mit vielen Fotos.
FAZIT:
Gelungenes, Solides Frühwerk, welches mit einer Reihe von guten Songs daherkommt und jeden Quo Fan zufrieden stimmen wird.