Das Buch:
Das Buch hat einen flüssigen Erzählstil und ist einfach geschrieben. Aufgrund dieser Einfachheit kam es mir jedoch besonders am Anfang immer mal wieder wie ein Kinderbuch vor. Einige Stellen des Buches sind sehr vorhersehbar, wobei andere echt kompliziert sind, wenn die größeren Zusammenhänge betrachtet werden. Das Buch ist wie die Serie eine Mischung aus einfachen und sehr intellegent geschriebenen Teilen.
Ich habe das Buch angefangen und bis zum Ende nicht mehr aus der Hand gelegt, obwohl es manchmal etwas langatmig war. (Wie gesagt, einige Stellen waren sehr vorhersehbar). Am Ende des Buches (und schon manchmal mitten drinnen) musste ich einige Zeit über den wirklichen Ablauf, die Zusammenhänge mit der Serie und den Fortlauf der Geschichte nachdenken, was zu leichten Kopfschmerzen führte (ja, so gut sind einige Stellen des Buches).
Die Charaktere:
Rose, Mikey und Rose's Mutter sind sehr gut beschrieben und ich ertappte mich immer wieder dabei, das ich ihre Stimmen mit den Aussagen im Buch verband. Da diese Erzählung nach der 2. Episode der zweiten Staffel stattfindet waren auch die Charaktere sehr übereinstimmend mit jenen im Film.
Der Doctor wurde immer mal wieder wie David, manchmal jedoch auch wie Christopher porträtiert. Sicher, die Authorin konnte während dem Schreiben nicht wissen, wie sich der Charakter des 10. Doktors entwickeln würde, aber ich hab mir manchmal gedacht, das würde DT nicht sagen, bzw. nicht machen. Diese Stellen entsprachen mehr dem Charakter des 9. Doktors. Ok, ich glaube man merkt, dass ich ein Fan bin ;-)
Ach ja, der "Kuss"- ich fand ihn Sinnlos und hätte ihn nicht inkludiert. Das ist aber sehr subjektiv.
Der geschichtliche Hintergrund:
Ich würde das Buch jetzt nicht als Geschichtsstunde für Geschichtsmuffel verstehen, wie es ein Rezesent betitelt hat. Man bekommt zwar einen Einblick, aber im Endeffekt ist es nicht viel mehr, als wenn man sich eine Episode von Rom (der Serie) ansieht. Ich, für meinen Teil, kann jetzt nicht sagen, dass ich durch das Buch etwas gelernt habe.
Fazit:
Interessant geschriebenes Buch, das an einigen Stellen vorhersehbar ist, jedoch im großen und ganzen zum Nachdenken anregt. Die Charaktere sind meistens sehr gut getroffen und werden durch das Buch lebendig. Ich kann es jedem nur empfehlen, gerade weil es noch dauert bis eine Episode der 5. Staffel ausgestrahlt wird und diese den 10. Doktor nicht enthält. (Es sind zur Zeit 30 Bücher mit David Tennant heraußen und dies ist das erste, also einiges an Lesestoff.) Generelle Kaufempfehlung aber man sollte nicht nicht zu viel erwarten.
Warum bekommt es dann "nur" 4 Sterne: Wie gesagt, ich finde, dass es manchmal zu vorhersehbar war und auch die Charaktere nicht immer treffend beschrieben wurden.