Da ich bereits in die Rezension zu "Blackout" und "Muddy Waters" einiges geschrieben habe, was jemand der an dieser Scheibe hier interessiert ist, am besten lesen sollte, fasse ich mich kurz.
Redman war, seit ich durch "Brother on my Jock" (auf EPMD's "Business as Usual") und dann "Whut?" auf ihn aufmerksam geworden bin fast die kompletten neunziger hindurch einer meiner Lieblings MCs. Das hat sich erst mit "Doc's da Name 2000" geändert. Was Redman hier abliefert ist schlicht und einfach ein poppigerer Aufguss auf das starke "Muddy Waters" Album. Dieses Album hat nicht nur keinen einzigen Hit der mich wirklich vom Hocker haut. Auch generell macht sich eher langweile breit. Inhaltlich hat er zwar hier und da nochmal ein paar witzige Lines, aber eigentlich ists auch in dieser Beziehung ziemlich ausgelutscht.
Redman ist hier bereits weit hinter dem Zenit seiner Kreativität. Meiner Meinung nach ist jeder Vorgänger und "El Nino" um längen stärker. Ich hatte darauf gehofft, dass seine Kollaboration mit Method Man bei "Black out" ihn wiederbeleben würde, wurde aber auch da enttäuscht. Leuten die grade erst in Redmans Gesamtwerk einsteigen wollen, kann ich nur davon abraten hier zu beginnen. Sowohl "Whut?" als auch "Muddy Waters" sind richtig gute Scheiben von ihm. Nebenbei muss ich noch sagen, dass ich einen Vergleich mit Westcoast Output wie 2Pac, dem Doggpound oder gar Snoop ziemlich witzig finde. Einen schlechteren Vergleich von Eastcoast Hardcore zu G Funk kann man sich grundsätzlich kaum vorstellen, nur das es hier wirklich schon fast wieder passt, weil die Produktion teilweise schon arg weichgespühlt klingt. Schade.