Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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153 von 176 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Eine erneute Enttäuschung- zu viele lose Fäden, Handlungsstränge...., 7. Dezember 2008
.... die mich zu der Überlegung veranlassen überhaupt noch weitere Bücher der Serie zu lesen.
In diesem 14. Fall haben wir es mit einem am Boden liegenden Thomas Lynley zu tun: auf der Suche nach sich selbst, dem Sinn seines Lebens, nach dem sinnlosen Tod seiner schwangeren Frau Helen, irrt er als Wanderer durch die Landschaft seiner Heimat Cornwall, als er auf einmal(was für ein Zufall....) über eine Leiche stolpert: der 19-jährige Santo Kerne, seines Zeichens Kletterer, stürzte in den Tod.
Auf der Suche nach Hilfe stößt er auf das Cottage der Veterinärin Daidre Trahair, die mit ihm zum Tatort eilt.... Die ansässige Polizei in Form von Bea Hannafort ermittelt & bittet um die tatkräftige Mithilfe Tommys, auch Barbara Havers eilt an den Tatort.
Im Weiteren wird der Leser in ein Geflecht aus Einzelschicksalen, im Umkreis Santos hineingezogen: Da ist z.B. Daidre Trahair & ihre griechische Freundin, die beide etwas zu verbergen haben; der alternede Surfer Jago Reeth, dem Santo sein Herz ausschüttete.
Die Familie des Toten, die in einem schier unentiwrrbaren Geflecht aus Hass, Liebe & Sex gefangen sind, so Santos Mutter: eine schwer gestörte Nymphomanin, die ihrem Mann und der Tochter das Leben zur Hölle macht. Eine tiefreligiöse Jugendliche namens Tammy, der Santo sein Leid klagte. Die Exfreundin, die er schwanger sitzen ließ & die auch noch ein Hühnchen mit ihm zu rupfen hat, genauso wie ihre Familie.....
Meine Meinung dazu:
1. Ich bin seit Anfang der 90er ein bekennedner George-Fan und habe jedes ihrer Bücher früher regelrecht verschlungen(ich war für Tage unansprechbar & immer traurig, wenn ich die dicken Schinken nach 3 Tagen ausgelesen hatte). Seit dem Guernsey Krimi "Wer die ahrheit sucht" stelle ich allerdings fest, dass auch George auf dem "absteigenden Ast" ist. Den letzten "Am Ende war die Tat" hab ich gar nicht erst gelesen & "Wo ein Zeuge ist" , war für Helen Fans auch schwer verständlich, aber gut.... Vielleicht sollte George auch mal langsam an ein Ende denken....
2. Zu diesem Buch: anfänglich war ich noch guter Dinge, viele verschiedene Handlungssträngemachten mich neugierig (so was mag ich bekanntlich)... also wartete ich wie die Fäden zusammenlaufen würden. Sehr schnell wurde aber ersichtlich, dass George es m.E nach etwas übertrieb: Der Leser ist ob der vielen Charaktere oft etwas überfordert und muss nachblättern (nach dem Motto: wer ist denn das jetzt schon wieder), was den eEsefluss negativ beeinflusst.
Letztlich dreht sich alles um Liebe in ihren vielfältigen Erscheinungsformen & eine unbewältigte Vergangenheit. Mit der Zeit empfand ich das als ziemlich nervig, deswegen musste ich mich durch die letzten 200 Seiten über mehrere Wochen hinweg geradezu quälen....
Vorhin bin ich nun fertig geworden & meine anfängl. Begeisterung, in der ich dem Buch 4 Sterne gegeben hätte, hat sich zu maximal 2 abgeflacht- Tendenz 1,5.
Keine Angst ich werde nix verraten nut so viel: die Auflösung, ist m.E. nach sehr unbefriedigend!
Insgesamt ist die ganze Handlung mit den zahllreichen Nebennhandlungen extrem langweilig, verliert sich in Einzelheiten... Zuviel Sex & Crime, ohne das letztendlich irgendwas dahinter steckt. Stellenweise war ich so weit das Buch in die Ecke zu schmeißen....
Das Buch ist viel zu lang, verliert sich in Nebensächlichkeiten & unaussprechlichen cornischen Namen, sowie einem uninteressanen Setting, das die Autorin nicht wirklich stimmungsvoll vor em Auge des Lesers entstehen ließ.
Ergo: Das Buch/ Handlung hätte dringend gekürzt & gestrafft werden müssen. Auch wirkt Tommys Wanderung mit dme Ziel sich selbst zu finden hölzern und konstruiert.
DEr einizge "Lichtblick" sind die beiden Damen Barabara Havers, wie immer herrlich in ihrer Beschreibung, sowie Bea Hannaford, die sich mit ihrem Ex & einem pubertierenden Sohn herumschlagen muss.
Fazit: Überteuertes Buch, (760 Seiten mit großem Schriftbild).
Die früher für ihre psychologische Raffinesse bekannte George liefert hiermit ein ausuferndes Machwerk um Liebe, Rache & Verlust ab, das nur zu Anfang zu fesseln vermag, sich in Details und zuvielen Nebendhandlungen verliert.
Insgesamt: NICHT EMPFEHLENSWERT!!
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66 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Lynley ist zurück!, 17. November 2008
In gewohnter Qualität widmet Elizabeth George dem Innenleben der Figuren, ihrer Vorgeschichte, dem Beziehungsnetz, der psychologischen Seite viel Aufmerksamkeit. Bisher gelang es ihr meistens recht gut, dies mit einem stabilen Gerüst einer guten Handlung von Verbrechen über Ermittlungsarbeit bis zur Aufklärung zu verbinden. Bei "Careless in Red" leistet sie sich allerdings allerlei Ungereimtheiten: Wie kann Lynley seit sechs Wochen allein praktisch ohne Gepäck auf Wanderung sein ohne Portemonnaie und Geld, hat er auch gefastet, ist das nicht ein bisschen dick aufgetragen? Wie kann DI Hannaford ihn als den Finder des toten Jungen und damit potenziell Verdächtigen einfach dabehalten, sogar bereits, als alles noch wie ein Unfall aussieht? Wie kann sie ihn gleichzeitig in die Ermittlung einspannen, eine Doppelrolle als Ermittler und Verdächtiger dürfte in der Polizeiarbeit vollkommen ausgeschlossen sein. Und dann seine auch schon in einer anderen Rezension erwähnte erstaunlich schnelle "Genesung" von den Schrecken der Vergangenheit.
Die Auflösung (die ich hier nicht verraten möchte) ist ein bisschen hanebüchen, etwas dick aufgetragen, hier wünschte ich mir, dass Elizabeth George langsam mal wieder auf den Boden zurückkommt und zu der Qualität der früheren Bücher zurückfindet.
Ein bisschen mehr Sorgfalt hätte dem Buch gut getan. Das gilt auch für die ausufernde Länge, ein paar Straffungen und Konzentrationen wären sicherlich möglich gewesen. Trotz allem, für Fans der Serie ist auch dieser Band natürlich ein "Muss", und auch ich werden auch den nächsten Band ganz bestimmt lesen, ich will ja wissen, wie es weitergeht...
P.S. Brilliant: Die geschliffenen Dialoge zwischen Lynley und Havers, echt zum Schmunzeln!
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92 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Typischer Lynley/Havers Plot, 16. November 2008
Dieses Mal wieder ein typischer Elizabeth-George-Roman aus der Linley/Havers-Reihe.
Linley - nach dem gewaltsamen Tod seiner geliebten Helen - auf einer Wanderung an den Küsten Cornwalls unterwegs, entdeckt eine Leiche am Klippenrand. Kurzfristig gerät er in das Visier der zuständigen Ermittlerin, eine resolute, ältere DI Hannaford. Sie muss mit den Unzulänglichkeiten der personellen Ausstattung den Fall aufklären - und man ahnt es: schneller als ihm lieb ist, ist Linley in die Aufklärung involviert.
Wieder eine abwechslungsreiche, sehr spannende Geschichte, mit Landschaftsbeschreibungen, die einen mittendrin sein lassen; wie man es von Elizabeth George kennt.
Immer wieder wird abschnittsweise über das Geschehen berichtet, dabei wechselt jedes Mal die Person im Mittelpunkt. So ergibt sich nach und nach ein Bild des Zusammenlebens, nicht nur im Dorf selbst, sondern in den teilweise ziemlich kaputten Familien innerhalb der verschiedenen Generationen und Geschlechtern mit den dazugehörigigen Spannungen; dazu ein deutliches Herausarbeiten der verschiedenen Klassen-Zugehörigkeit, wie sie in England noch weit verbreitet ist. Lynley erfährt dieses am eigenen Leib, er ist nicht mehr so unnahbar in seinem Klassendenken verhaftet, aber es ist schwierig, alte Gewohnheiten abzulegen - von beiden Seiten.
Das Lesen macht Spaß, lässt einen hoffen, dass der nächste Lynley/Havers-Roman nicht solange auf sich warten lässt. Wer die Lynley/Havers-Reihe gelesen hat, für den ist dieses Buch ein Muss.
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