.... die mich zu der Überlegung veranlassen überhaupt noch weitere Bücher der Serie zu lesen.
In diesem 14. Fall haben wir es mit einem am Boden liegenden Thomas Lynley zu tun: auf der Suche nach sich selbst, dem Sinn seines Lebens, nach dem sinnlosen Tod seiner schwangeren Frau Helen, irrt er als Wanderer durch die Landschaft seiner Heimat Cornwall, als er auf einmal(was für ein Zufall....) über eine Leiche stolpert: der 19-jährige Santo Kerne, seines Zeichens Kletterer, stürzte in den Tod.
Auf der Suche nach Hilfe stößt er auf das Cottage der Veterinärin Daidre Trahair, die mit ihm zum Tatort eilt.... Die ansässige Polizei in Form von Bea Hannafort ermittelt & bittet um die tatkräftige Mithilfe Tommys, auch Barbara Havers eilt an den Tatort.
Im Weiteren wird der Leser in ein Geflecht aus Einzelschicksalen, im Umkreis Santos hineingezogen: Da ist z.B. Daidre Trahair & ihre griechische Freundin, die beide etwas zu verbergen haben; der alternede Surfer Jago Reeth, dem Santo sein Herz ausschüttete.
Die Familie des Toten, die in einem schier unentiwrrbaren Geflecht aus Hass, Liebe & Sex gefangen sind, so Santos Mutter: eine schwer gestörte Nymphomanin, die ihrem Mann und der Tochter das Leben zur Hölle macht. Eine tiefreligiöse Jugendliche namens Tammy, der Santo sein Leid klagte. Die Exfreundin, die er schwanger sitzen ließ & die auch noch ein Hühnchen mit ihm zu rupfen hat, genauso wie ihre Familie.....
Meine Meinung dazu:
1. Ich bin seit Anfang der 90er ein bekennedner George-Fan und habe jedes ihrer Bücher früher regelrecht verschlungen(ich war für Tage unansprechbar & immer traurig, wenn ich die dicken Schinken nach 3 Tagen ausgelesen hatte). Seit dem Guernsey Krimi "Wer die ahrheit sucht" stelle ich allerdings fest, dass auch George auf dem "absteigenden Ast" ist. Den letzten "Am Ende war die Tat" hab ich gar nicht erst gelesen & "Wo ein Zeuge ist" , war für Helen Fans auch schwer verständlich, aber gut.... Vielleicht sollte George auch mal langsam an ein Ende denken....
2. Zu diesem Buch: anfänglich war ich noch guter Dinge, viele verschiedene Handlungssträngemachten mich neugierig (so was mag ich bekanntlich)... also wartete ich wie die Fäden zusammenlaufen würden. Sehr schnell wurde aber ersichtlich, dass George es m.E nach etwas übertrieb: Der Leser ist ob der vielen Charaktere oft etwas überfordert und muss nachblättern (nach dem Motto: wer ist denn das jetzt schon wieder), was den eEsefluss negativ beeinflusst.
Letztlich dreht sich alles um Liebe in ihren vielfältigen Erscheinungsformen & eine unbewältigte Vergangenheit. Mit der Zeit empfand ich das als ziemlich nervig, deswegen musste ich mich durch die letzten 200 Seiten über mehrere Wochen hinweg geradezu quälen....
Vorhin bin ich nun fertig geworden & meine anfängl. Begeisterung, in der ich dem Buch 4 Sterne gegeben hätte, hat sich zu maximal 2 abgeflacht- Tendenz 1,5.
Keine Angst ich werde nix verraten nut so viel: die Auflösung, ist m.E. nach sehr unbefriedigend!
Insgesamt ist die ganze Handlung mit den zahllreichen Nebennhandlungen extrem langweilig, verliert sich in Einzelheiten... Zuviel Sex & Crime, ohne das letztendlich irgendwas dahinter steckt. Stellenweise war ich so weit das Buch in die Ecke zu schmeißen....
Das Buch ist viel zu lang, verliert sich in Nebensächlichkeiten & unaussprechlichen cornischen Namen, sowie einem uninteressanen Setting, das die Autorin nicht wirklich stimmungsvoll vor em Auge des Lesers entstehen ließ.
Ergo: Das Buch/ Handlung hätte dringend gekürzt & gestrafft werden müssen. Auch wirkt Tommys Wanderung mit dme Ziel sich selbst zu finden hölzern und konstruiert.
DEr einizge "Lichtblick" sind die beiden Damen Barabara Havers, wie immer herrlich in ihrer Beschreibung, sowie Bea Hannaford, die sich mit ihrem Ex & einem pubertierenden Sohn herumschlagen muss.
Fazit: Überteuertes Buch, (760 Seiten mit großem Schriftbild).
Die früher für ihre psychologische Raffinesse bekannte George liefert hiermit ein ausuferndes Machwerk um Liebe, Rache & Verlust ab, das nur zu Anfang zu fesseln vermag, sich in Details und zuvielen Nebendhandlungen verliert.
Insgesamt: NICHT EMPFEHLENSWERT!!