Es ist ein sehr schöner Western geworden, Terence Hill hat es im "knackigen" Alter geschafft, einen abermals sinnträchtigen Film hinzulegen, der zwar über weite Strecken gewaltlos daherkommt, aber eine tolle Botschaft mitbringt. Wie verhält sich ein Mann mit Vergangenheit und dem Herzen am "richtigen Fleck", wenn er in eine Stadt kommt, wo es "einiges" zu klären gibt?
Auf der einen Seite wunderbare Dialoge, fast schon bloßes Verstehen ohne viel Worte auf der anderen Seite, zeichnen diesen etwas anderen Western aus. Der Film hat für sich eine abgeschlossene Story, obwohl es als Zweiteiler konzipiert war. "Triggerman", wie es im Original heißt, ist sicher auch besser passend als "Nobody ist zurück". Gewisse Anspielungen auf seine grandiose Rolle als "Nobody" an der Seite von Henry Fonda sind aber dennoch sehenswert, so seine schnelle Schußhand oder seine Kartentricks... aber seht selbst. :-)
Nicht nur der Film spielt in der Umgebung von Santa Fé in New Mexico, sondern auch die Dreharbeiten zu diesem TV-Zweiteiler fanden dort statt. Ornella Muti kommt im ersten Teil tatsächlich nicht vor, habe bis zum Schluß gewartet, aber... .
Kino-Legende Terence Hill liefert mit Doc West seine fünfte Regie-Arbeit ab. Auch Paul Sorvino, bekannt aus Martin Scorseses "Goodfellas", macht hier eine gute Figur.
Wer einen "harten" Western erwartet, wird enttäuscht werden, doch jeder andere bekommt einen stimmigen Film mit teils humorvollen Szenen, einer tollen Hintergrundstory und jeder Menge Gefühle präsentiert. Und: Die "Bohnen waren mal wieder richtig gut..." ;-)