Fans mögen mir diese frech anmutende Überschrift meiner Rezension nachsehen. Ich verfolge Ja, Panik! durchaus schon länger mit Interesse. Und da auch einige in meinem Freundeskreis die Band mögen, bin ich bislang immer ganz gut informiert worden, was Songs und andere Alben betrifft.
Gemocht und ansprechend gefunden habe ich Ja, Panik! also schon seit längerer Zeit. Besessen aber habe ich bislang lediglich eine Scheibe, nämlich "The Angst And The Money".
Und nun, ENDLICH, ist der Funke auch bei mir so richtig übergesprungen! Mit DMD KIU LIDT ist den Wahldeutschen Österreichern ein wahres Meisterwerk geglückt. Ich halte die Scheibe sogar für die anspruchsvollste, ambitionierteste und beste dieses heurigen Musikjahres (2011) - was die Musik im deutschsprachigen Raum angeht!
Kreisky beispielsweise - die ich auch sehr mag - haben mich mit dem aktuellen TROUBLE nicht vollends überzeugen können. Was auch daran liegen mag, dass ihr Vorgängerwerk (MEINE SCHULD,...) die Messlatte erheblich hoch gelegt hat. Egal.
Vorliegendes Werk (wir sind nun wieder bei Ja, Panik! angelangt) ist konzeptionell (gibt's dieses Wort eigentlich?) derart ausgeklügelt und "kunstvoll" ausgestaltet worden, dass es auch in ferner Zukunft im Gedächtnis sämtlicher heimischer Musikkritiker beheimatet sein dürfte.
Textlich ist alles wie gewohnt. Im deutsch-englischen (also typischen) Ja-Panik-Slang werden Gesellschaft, Leben und Selbstreflexion seziert und wiederum reflektiert. Begleitet wird das ganze von guter (mitunter wachsender) Musik - kann sein, dass man sich die Scheibe mehrmals zu Gemüte führen muss, ehe man auch wirklich mit dem Herzen hinhören kann!
Umso mehr aber ist das Album zeitlos. Ein besseres Vokabular (als dieses abgedroschene) fällt mir momentan leider nicht ein - auch kein passenderes.
Kurz: DMD KIU LIDT fordert, entzückt, rüttelt auf und hinterlässt ein befreiend-befriedigendes Gefühl, nachdem man es sich bewusst angehört hat!
Da Ja, Panik! wie ich kürzlich gehört habe, am 4. Jänner (2012) das Wiener FLEX heimsuchen werden, habe ich es schon in Erwägung gezogen dem Spektakel eines Liveerlebnisses beizuwohnen (sofern dafür noch Karten zu haben sind).
Ich weiß ja nicht, wie bekannt, unbekannt, beliebt, verhasst oder sonstwas Ja, Panik! außerhalb der österreichischen Landesgrenzen sind. Ich jedenfalls würde es sehr begrüßen, sie hiermit einer (noch) breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht zu haben. Die Jungs haben wirklich was drauf! Aber hören muss man selbst...
Für mich sind Ja, Panik! der aktuell interessanteste heimische Musikact neben (zuvor erwähnten) Kreisky und Petsch Moser.
Leute, da ist wirklich was dran!
Deshalb: Hört's Euch an! Am besten GLEICH!!