Django hat einige Zeit mit Siedlern verbracht und deren Beschützer gespielt. Als er nach Hause kommt findet er seine Frau und alle Angestellten seiner Farm tot auf. Sie wurden von einer Bande von Dieben unter der Führung von El Cachal (Fernando Sancho) ausgeraubt und ermordet, nur Djangos Sohn Jerry haben sie verschont und mitgenommen. Django sinnt auf Rache und macht sich auf eine jahrelange Suche nach El Cachal und seinen Männern.
Regisseur Alberto Cardone, der im Western meist unter seinem Pseudonym Albert Cardiff arbeitete, schuf mit "Sette dollari sul rosso" (Sieben Dollar auf Rot), so der Originaltitel, einen guten Actionwestern mit jeder Menge Tempo. Der Titel bezieht sich auf die Eingangssequenz in der El Cachal Djangos (eigentlich heißt er ja Johnny) indianische Frau erschießt, und als Wiedergutmachung sieben Dollarstücke auf ihr rotes Kleid wirft ("Dafür kann er sich was neues kaufen, eine Indianerin ist doch billig zu haben.").
Cardone bringt es als Regisseur auf elf Filme, meist arbeitete er als Regieassistent, wie in William Wylers "Ben Hur", zwei von Julien Duviviers "Don Camillo" Filmen so wie in David Leans "Der Traum meines Lebens". Für das berühmte Wagenrennen in Ben Hur bekam er gemeinsam mit Wyler und Gus Agosti sogar einen Preis von der Directors Guild of America verliehen.
Django wird hier gespielt von Genreveteran Anthony Steffen. Steffens Django wurde durch den Verlust seiner Familie zum verbitterten Rächer, der sein Leben damit verbringt seine Frau zu rächen und seinen Jungen zu finden. Sogar eine neue Liebe, Emily (Loredana Nusciak), kann ihn nicht davon abbringen.
Seinen Kontrahenten gibt wie so oft der Spanier Fernando Sancho, der wie eigentlich immer einen skrupellosen Räuber und Mörder gibt, der hier mit seiner Bande ohne Rücksicht auf Verluste raubend und mordend durch die Gegend zieht.
In kleineren Rollen mit dabei sind mit Spartaco Conversi ("Leichen pflastern seinen Weg", Sergio Corbucci) und José Manuel Martín ("Tristiana", Luis Buñuel) als El Cachals Bandenmitglieder noch zwei sehr bekannte Gesichter des Italowestern.
Die deutsche Synchronisation hält sich zwar dezent zurück, kann sich aber nicht immer beherrschen, so fallen auch manchmal Sätze wie "an die Wand mit dir du dünnbrettbohrer" und ähnliches.
Alles in allem bekommt man hier einen sehr guten B-Western aus der Frühphase des Genres, der damals mit über drei Millionen Zuschauer auch sehr erfolgreich in den italienischen Kinos lief. Zu erwähnen ist noch die gelungene fetzige Musik von Francesco de Masi.
"Django- die Geier stehen Schlange" ist Teil sechs der Koch Media Italowestern- Reihe und man kann die DVD uneingeschränkt empfehlen. Bild- und Tonqualität sind mehr als zufrieden stellend und als Extra wurde noch eine Dokumentation mit drauf gebackt. Die Doku nennt sich "Cinevento 2007- In Memory of Francesco de Masi". Das Cinevento fand erstmals im Jahre 2007 zu Ehren des 2005 verstorbenen Filmkomponisten de Masi im italienischen Rocca Priora statt, wo er begraben liegt.