Der relativ neue Management-Ansatz "Diversity", der Umgang mit der Verschiedenheit von Mitarbeitern, wirft in deutschen Führungsetagen einige Fragen auf: Braucht man das überhaupt? Ist das nicht wieder ein Trend aus Amerika? Und: Setzen wir Diversity Management bei uns nicht bereits um? Christine Kuhn-Fleuchaus und Marco Bambach versichern: Ja, ja und ja. Unter dem Titel "Diversity-Management - Unsichtbare Potenziale fördern" zeigen sie detailreich und mit dem Fokus auf Non-Profit-Unternehmen Chancen auf, die Diversity Management bietet. Die Potenziale sind den Autoren bestens bekannt: Kuhn-Fleuchaus ist AOK-Direktorin in Memmingen, Bambach ist Geschäftsführer einer Reihe von Caritas Altenpflege-Einrichtungen in Unterfranken.
Die Autoren beginnen mit der Definition des Wortes "Diversity", beschreiben den Management-Ansatz "Managing Diversity" und stellen ihn als Teil einer Unternehmensstrategie dar, die die individuellen Talente und Erfahrungen der Mitarbeiter nutzt. Wie dies konkret in Deutschland aussehen kann, zeigen sie an Beispielen wie Deutsche Bank und Ford, ehe sie die Diversity-Sensibilität bei AOK und Caritas mithilfe einer eigenen Befragung analysieren und auswerten.
Kuhn-Fleuchaus und Bambach entwerfen in ihrer Arbeit einen nützlichen Diversity-Leitfaden für Sozialmanager. Sie machen deutlich, dass Diversity Management auch in Non-Profit-Unternehmen allen Beteiligten Vorteile bringt: dem Unternehmen höhere Mitarbeiterzufriedenheit und damit weniger Fluktuation, dem Mitarbeiter eine Förderung seiner individuellen Bedürfnisse und dem Kunden eine transparente und professionelle Außendarstellung. Eine wertvolle Lektüre für Entscheider in Non-Profit-Unternehmen, die qualifizierte Mitarbeiter langfristig an sich binden wollen.