Wer dieses Buch z. B. beim Händler nur kurz „anliest", mag es für einen nicht ernstzunehmenden Ratgeber aus der Sparte „Ulk und Klamauk" halten, denn die Sprache kommt flapsig-locker, dabei mit ironischem Unterton daher (schließlich ist der Autor auch Kabarettist!). Wer dann aber nicht zu faul ist, das Buch hintereinander durchzulesen, wird nicht nur getröstet, sondern regelrecht belohnt mit einer Methode, die tatsächlich funktionieren könnte. Getröstet, weil der Autor selbst bekennender „fauler Sack" ist, der ganz offensichtlich weiß, wovon er schreibt; belohnt, weil man aus diesem Buch echt etwas mitnimmt in diese Welt, die nur aus Fleißigen, Disziplinierten zu bestehen scheint (außer uns selbst). Natürlich ist der Rat, mit sich selbst einen Vertrag zu schließen, nicht wirklich neu. Aber ehrlich - war man nach der Lektüre anderer Selbstmanagementbücher nicht stets hinterher wie erschlagen von den zahlreichen Tipps, wie man sich endlich in den Griff bekommt?! Diese Gefahr besteht hier nicht. Der Autor beschränkt sich auf den einen Tipp mit dem Vertrag, aber der ist für Faule maßgeschneidert. Und - das ist ungewöhnlich - Vertragsbestandteil sind keine Belohnungen für Wohlverhalten, sondern Sanktionen bei Fehlverhalten! Seine Erklärung, warum das besser ist, macht durchaus Sinn. Auch das Wort „arbeiten" im Vertrag durch den Begriff „der Arbeit widmen" zu ersetzen, ist keine Wortkosmetik, sondern erleichtert den Einstieg in die Welt der Disziplin. Kurz: das „Maximalziel" des Autors ist es, den Leser „in die Lage zu versetzen, seine Aufgaben zu erledigen und seine großen Ziele zu erreichen.". „Minimalziel", das gibt der schlitzohrige Autor offen zu,ist es, den Leser „zu unterhalten. Er soll sich, so lange er dieses Buch liest, amüsieren oder zumindest einigermaßen wohl fühlen". Zumindest letzteres kann wohl versprochen werden.