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Lob der Disziplin: Eine Streitschrift
 
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Lob der Disziplin: Eine Streitschrift (Gebundene Ausgabe)

von Bernhard Bueb (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: List (1. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471795421
  • ISBN-13: 978-3471795422
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (66 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 36.694 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Disziplin, so hat die Erfahrung den langjährigen Schulleiter des Internats Salem, Bernhard Bueb, gelehrt, ist das Tor zum Glück. Sie, so seine These, bildet das Rückgrat einer jeden guten, das heißt: gelingenden Erziehung. Erst durch sie und mit ihr der Fähigkeit, Autorität (und Autoritäten) anzuerkennen, auf die unmittelbare Befriedigung eines jeden Bedürfnisses zu verzichten und Verantwortung zu übernehmen, werden junge Menschen in die Lage versetzt, ein tatsächlich selbstbestimmtes Leben zu führen -- was ja unbestritten eines der vorrangigen Ziele von Erziehung darstellt.

Seiner Streitschrift, die dem überkommenen Laisser-faire-Leitbild der 68-erPädagogen das Scheitern attestiert, hat der Autor einen Fontane-Vers vorangestellt, der den Kern seines Erziehungskonzepts auf den Punkt bringt: „Freiheit freilich. Aber zum Schlimmen. / Führt der Masse sich selbst Bestimmen. / Und das Klügste, das Beste, Bequemste / Das auch freien Seelen weitaus Genehmste / Heißt doch schließlich, ich hab’s nicht Hehl: / Festes Gesetz und fester Befehl!“

Manches Elternohr wird bei solchen Worten erröten. Und dies aus guten Gründen. Das weiß natürlich auch Bernhard Bueb, der auch um die Ursache für solcherlei Unbehagen nur zu genau weiß: Zutiefst erschüttert wurde die pädagogische Kultur in Deutschland durch den Nationalsozialismus, der im Anschluss an den Kadavergehorsam der kaiserlichen Kadettenanstalten Begriffe wie Disziplin und Autorität in der pädagogischen Praxis vollends pervertierte. Die 68-er-Pädagogik war der Pendelschlag in die Richtung des anderen Extrems, der scheinbar völligen Beliebigkeit. Gegen diese Beliebigkeit zieht Bueb bei aller Irritation, die seine provokant klingenden Thesen bei vielen Lesern hervorrufen wird, mit guten Gründen zu Felde. Wir wünschen dem Autor jedenfalls, dass sein Lob der Disziplin eine heftige Debatte auslöst. Schließlich ist das der Sinn einer jeden „Streitschrift“. Aus unserer Sicht jedenfalls: Unbedingt lesenswert! -- Hasso Greb



DIE WELT, AS, 15.09.06

»Antiautoritäre Erziehung, sagt der Pädagoge und Hartmut-von-Hentig-Schüler Bernhard Bueb, gebe es nicht, könne es nicht geben, denn Erziehung ohne Autorität sei eben keine Erziehung ... Seinen nachdenklichen Ausführungen zu Eltern und Lehrern wünscht man die barmherzige Aufmerksamkeit, die jahrzehntelang mehr den Kindern zuteil wurde.«

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78 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Etwas übers Ziel hinausgeschossen, 12. August 2007
Ich bin achtzehn Jahre alt und selbst noch Schüler an einem Gymnasium in Überlingen (wo übrigens Herr Bueb lebt und sich das Salem International College befindet). Ich gehöre somit wohl eher nicht zur anvisierten Leserschaft des Autors, wird mir hier doch vorgehalten, wie schlimm es mit meiner Generation stehe und dass uns nur mit dem, wenn schon nicht physischen so doch ideologischen Rohrstock beizukommen sei.
Ich habe "Lob der Disziplin" aus Interesse gelesen. Der Mangel an Motivation, der schlechte Kurs der Bildung und das Verlachen und die Ablehnung jener, die sich (gegen die allgemeine Praxis) in der Schule einbringen, sind mir persönlich durchaus auch schon aufgefallen. Als Diskussionsbeitrag, was das Buch schon dem Untertitel nach sein will, ist das Werk sicherlich geeignet.
Allerdings schießt Herr Bueb meiner Meinung nach etwas übers Ziel hinaus. Das Gesamtbild, das er von Jugendlichen zeichnet, entspricht kaum der Realität. Er vertritt offenbar die Ansicht, das junge Menschen grundsätzlich nicht wüssten, was gut und richtig für sie sei und nur ihren animalischen Spiel- und Vergnügungstrieben folgen würden und somit die sehr viel reiferen und weiseren Erwachsenen bräuchten, um ihnen, notfalls mir Zwang, den rechten Weg zu weisen. Das Bild vom unmündigen, um seiner selbst willen ständig zu reglementierenden Jugendlichen scheint mir eindeutig zu negativ, zumindest lässt es sich nicht allgemein anwenden. Die Ideen der Abschaffung der Demokratie in der Schülersprecherschaft oder der Rückkehr zu verpflichtenden Gottesdiensten an den Schulen, worin die religiöse Überzeugung des Theologen Bueb zu Tag tritt, halte ich für verfehlt und anachronistisch.
Insgesamt heiße ich das Erscheinen dieses Buches gut, allerdings würde ich dringend davon abraten, es als Bibel der Erziehung heranzuziehen. Die Inhalte sollten nicht unreflektiert akzeptiert sondern hinterfragt werden. Dass dies in der Gesellschaft geschieht, zeigen die zahlreichen Interviews mit Herrn Bueb in Zeitungen und Fernsehen oder das Buch "Vom Missbrauch der Disziplin". Die Diskussion um Bildung, Laisser-faire und Disziplin hat das Buch auf jeden Fall wieder angestoßen.
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127 von 157 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine Streitschrift eben..., 31. Dezember 2006
Von Buchstabenleser - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   

Dieses Buch ist Salz in den Wunden der sog. 68er - wie aus den Negativberwertungen schnell zu erkennen ist. Dieser Generation fällt es eben schwer, die gemachten Fehler in der Erziehung ihrer Kinder einzugestehen.
Der Autor trifft den Nagel allerdings auf den Kopf. Er ist angetreten mit dem Ziel, eine Streitschrift zu veröffentlichen. Und das ist ihm gelungen.
Darüber hinaus sind seine Thesen zu Gesellschaft und Erziehung nachvollziehbar und meistens auch richtig, auch wenn ich dank meiner atheistischen Erziehung die Vorliebe von Bernhard Bueb für eine dem Christentum zugewandte Pädagogik nicht teile.

Was besonders an diesem Buch gefällt, ist das Bueb ohne Umschweife zur Sache kommt und den Nagel immer wieder genau auf den Kopf trifft (bzw. die wunden Punkte seine Kritiker).

Seine Definition vom Freiheitsbegriff öffnet einem die Augen. Und seine Vorgehensweise, um einem Jugendlichen ein höheres Selbstwertgefühl zu vermitteln sollte beispielhaft sein für andere Pädagogen. Eine Leseempfehlung ist dieses Buch in jedem Fall!
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55 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Lesenswerter Denkanstoß, 11. Oktober 2006
Bernard Bueb nennt sein Buch eine Streitschrift, und das trifft den Inhalt sehr gut. Wenn man sich auf das Vorstellen seiner These konzentriert und sich weniger um die Auseinandersetzung mit alternativen Thesen kümmert, dann ist das nicht ausgewogen, sondern Anlass zur Diskussion. Schön, wenn das auch so deklariert wird.

Angenehm ist, dass Bueb im Buch nicht den Eindruck erweckt, er habe das Allheilmittel gegen alle Probleme der Erziehung gefunden (als langjähriger Internatsleiter weiß er, dass es das nicht gibt). Vielmehr sieht er Disziplin als wichtiges Hilfsmittel und erläutert wieso.

Ich habe etliche interessante Gedanken bei ihm gefunden, beispielsweise das Argument, dass Disziplin den Alltag entlastet, weil viele Situationen ohne großes Nachdenken gelöst werden können (z.B. wann bedanke ich mich, wann nicht), oder die These, dass demokratische Mitbestimmung durch die Erzogenen wenig Sinn macht, weil sie die Tragweite ihrer Entscheidung mangels Erfahrung nicht abschätzen können (welches Kleinkind weiß, was Karies tatsächlich bedeutet) und sie häufig für die Konsequenzen moralisch nicht geradestehen müssen (wer klärt schon Lehrstellensuchenden öffentlich darüber auf, dass sie u.U. den gewünschten Ausbildungsplatz nicht verdienen, weil sie sich nie die Mühe gemacht haben, ordentlich rechnen zu lernen - da gibt man doch lieber der Schule die Schuld dafür). Der Zusammenhang zwischen Disziplin und Freiheit ist eine eigene Auseinandersetzung wert. Und nicht zuletzt gibt Bueb eine interessante Erklärung dafür, weshalb Lehrer seit einigen Jahrzehnten immer mehr Erzieheraufgaben leisten müssen, wie diese vielfach beklagen.

Leider werden einige interessanten Aspekte (z.B. dass man als Erziehender selten weiß, ob die einzelne Entscheidung richtig oder falsch war und dies auch nie erfahren wird, deswegen aber trotzdem stets eine klare Stellung beziehen sollte, was wiederum voraussetzt, dass man selbst ausreichend moralisch gefestigt ist) nur kurz angesprochen. Abschließend ist das Kapitel Erziehung mit diesem Buch jedenfalls nicht behandelt.

Der Aufbau des Buches hätte besser sein können; mir fehlte ein wenig der rote Faden, der von einem Kapitel zum nächsten führt, wenngleich die Kapitel in sich jeweils schlüssig sind (die ersten mehr als die letzten).
Gestört hat mich auch, dass die meisten Zitate, die im Buch auftauchen, nicht korrekt wiedergegeben sind (so ein Fontane-Zitat, ein Schiller-Zitat u.a.); ein unnötiger Faux-pas. Und wenn der gläubige Katholik mit ihm durchgeht, kommt auch keine Freude auf.
An manchen Stellen kann der Text leicht missverstanden werden. Wer will, kann Disziplin mit Strammstehen verwechseln und dann erbost gegen das Buch wettern. Und wenn Bueb schreibt, Kinder hätten keinen Verstand, weiß ich als Vater zwar, was er eigentlich meint, ahne aber als Leser, dass die Gegner des verantwortungsvollen Erziehens sich ein Fest daraus machen werden, diese Stellen zu zitieren.

Bueb spricht sich klar gegen körperliche Züchtigung und für Respekt gegenüber den Erzogenen aus (er spricht von "Liebe" in einer religiös verwendeten Prägung, was heutzutage leicht zu Missverständnissen führt), womit man sich auf seine Thesen getrost einlassen kann, weil in jedem Fall die Grundpfeiler einer modernen Erziehung gewährleistet sind. Bueb will nicht zurück zur guten alten Zeit, er will nur ihre Hilfsmittel nutzen, sofern sie gut sind. Das macht Sinn.
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Ein schmales kleine Buch - wie der Titel schon sagt: eine "Streitschrift"

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Vor 13 Monaten von Weißwurstschlumpf veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Das bringt (fast) alles auf den Punkt!
Sehr geehrter Herr Bueb, danke für dieses Buch!
Danke, daß sie jahrelang ausprobiert haben, was NICHT geht, und es uns heute schreiben! Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Kasperle veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Einfach geradeaus.
Warum Streitschrift? Eine klare Ansage an diejenigen (speziell Pädagogen und Eltern), welche sich die irreversiblen Fehler des gescheiterten Laissez-faire-Prinzips nicht auf die... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Loewenritter veröffentlicht

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