Aus der Amazon.de Redaktion
Alfred-Hitchcock-Fans erleben vielleicht beim Anschauen dieses voyeuristischen Thrillers ein Déjà-vu. Das liegt sicher daran, weil Regisseur DJ Caruso (The Salton Sea) und Co-Autor Carl Ellsworth (Red Eye) sich einiger Elemente von Das Fenster zum Hof bedienen, bis sie anschließend von neueren Gruselgeschichten wie zum Beispiel Blair Witch Project die Rosinen rauspicken. In der Vorgeschichte verliert der siebzehnjährige Kale (Shia Labeouf, Constantine) seinen geliebten Vater bei einem Autounfall. Ein Jahr vergeht, und er hat die Sache noch immer nicht verarbeitet. Als ein Lehrer eine unüberlegte Bemerkung über seinen Vater macht, schlägt Kale ihn nieder und wird zu Hausarrest verurteilt. Nachdem ihm seine Mutter (Carrie-Anne Moss, Memento) Xbox und iTunes verbietet, beobachtet der Vorort-Müßiggänger seine Nachbarn, um sich die Zeit zu vertreiben. Dabei verknallt er sich in Ashley (Sarah Roemer, The Grudge 2), das scharfe Mädchen von nebenan und gewinnt mehr und mehr die Überzeugung, dass ein anderer Nachbar, der ruhige Mr. Turner (David Morse, The Green Mile), ein Serienmörder ist. Mit Hilfe der aufreizenden Ashley, seinem immer zu Scherzen aufgelegten Kumpel Ronnie (Aaron Yoo) und einer Reihe von High-Tech-Ausrüstung, wie zum Beispiel Handykameras und digitalen Camcordern, will Kale einen wichtigen Kriminalfall lösen, ohne dabei sein Grundstück zu verlassen (eine Aufgabe, die für einen weniger wohlhabenden Privatschnüffler durchaus eine Herausforderung wäre). Am Ende kommt einem schon vieles bekannt vor, aber es gibt doch einige spannende Momente, nachdem Turner herausgefunden hat, dass er beobachtet wird, und der aufstrebende Jungschauspieler LaBeouf, der als nächstes in Michael Bays Transformers mitspielte, wirkt als Hauptdarsteller überzeugend - trotz der Neigung seines Charakters, Spanischlehrern eins auf die Mütze zu hauen. --Kathleen C. Fennessy
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Eine technisch ansprechende DVD mit einem herausragenden Bild. Der Ton kann da nicht ganz mithalten, ist aber auch in Ordnung.
Bild: Das Bild ist sehr hochwertig und gibt sich keine Blöße. Die Darstellung ist sehr plastisch und arbeitet mit fein ausgearbeiteten Farben, die warm und natürlich zugleich wirken. Die Tiefenschärfe ist toll, die bei Nahaufnahmen sensationell (00:08:32, Haare auf Wade; 00:31:42, Poren). Damit einher geht feine Detailzeichnung, so etwa bei der Faserung eines T-Shirts (00:52:56). Die Kompression arbeitet unauffällig und der Kontrast ist nahezu perfekt. Alenfalls bei der sehr dunklen Kellerszene am Ende würde man sich noch ein klein wenig mehr Detail wünschen, aber das ist so minimal und zu vernachlässigen, dass es nicht weiter ins Gewicht fällt. Rauschen ist kein Probblem und die Vorlage ist top erhalten.
Ton: Der Ton kann mit dem Bild nicht ganz mithalten. Die Dialoge sind sauber zu verstehen und werden gut dargeboten, aber die hinteren Kanäle werden insgesamt weniger genutzt, als man das bei einem Film wie diesem erwarten würde, ergäbe sich doch durch den Einsatz des Killers einiges an Möglichkeit, leise Geräusche über den Raum zu verteilen und so den Spannungsquotienten zu erhöhen. Die Musik wird gut auf die Kanäle verteilt, aber ein paar akustische Schocks fehlen einfach.
Extras: Der Audiokommentar ist lebhaft, aber eher oberflächlich. Allerdings schafft es Regisseur Caruso schon, Informationen zu bieten. In erster Linie wird man sich an den Audiokommentar aber erinnern, weil er Spaß macht, auch wenn der Nährwert schnell verfliegt. Das Making Of geht nur gute acht Minuten und gibt minimale Hintergrundeinblicke. Die Outtakes sind passabel, das Musikvideo auch. Sehr schön sind die kurzen entfallenen Szenen, die Charaktermomente zwischen Mutter und Sohn bieten und sich auch im Film sehr gut gemacht hätten. --movieman.de