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Distant Relatives
 
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Distant Relatives

Nas, Damian Marley Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (14. Mai 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Universal (Universal)
  • ASIN: B003IMERRO
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.337 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. As We Enter [Explicit] 2:27EUR 0,99
Anhören  2. Tribes At War 4:30EUR 0,99
Anhören  3. Strong Will Continue 6:01EUR 0,99
Anhören  4. Leaders 4:19EUR 0,99
Anhören  5. Friends [Explicit] 4:49EUR 0,99
Anhören  6. Count Your Blessings 4:23EUR 0,99
Anhören  7. Dispear [Explicit] 5:53EUR 0,99
Anhören  8. Land Of Promise 3:53EUR 0,99
Anhören  9. In His Own Words 4:59EUR 0,99
Anhören10. Nah Mean 4:07EUR 0,99
Anhören11. Patience 5:45EUR 0,99
Anhören12. My Generation 3:59EUR 0,99
Anhören13. Africa Must Wake Up 6:40EUR 0,99


Produktbeschreibungen

motor.de

Der Reggae- und Dancehallkünstler Damian "Jr. Gong" Marley bringt mit dem amerikanischen Rapper Nas das Collaborations-Album „Distant Relatives“ heraus, das ganz im Zeichen des afrikanischen Erbes der beiden Künstler steht. Schon einmal tat sich der jüngste Sohn Bob Marleys mit dem New Yorker Rapper Nas zusammen. 2005 war der 36-jährige auf dem Grammy-prämierten Album „Welcome To Jamrock“ vertreten und rappte auf „Road To Zion“. Mit der neuen Platte wollten die beiden Künstler nichts Geringeres als zu den Wurzeln des Reggaes und Raps vordringen und diese verbinden. Fündig wurden sie auf dem Schwarzen Kontinent, der bekanntlich als Wiege der Menschheit gilt. Das ist auch das zentrale Thema des Albums - textlich und musikalisch. Während die Geschwister Marleys in die nicht auszufüllenden Roots-Reggae-Fußstapfen ihres Vaters treten, hat sich Jr. Gong schon immer ausgezeichnet als derjenige, dessen Stil ebenso vom jamaikanischen Toasting geprägt ist – dem Vorgänger des amerikanischen Raps.

Die erste Single „As We Enter“, ein Sample der äthiopischen Ethio-Jazz-Legende Mulatu Astatke, ist gleichzeitig auch der Opener des Albums und beweist, dass es sich hier um zwei Koryphäen in ihrem jeweiligen Genre handelt. Es geht um das Schicksal der Kolonisierung und Verschleppung der Schwarzen Einwohner, das auf einem hypnotischen Dancehall-Beat erzählt wird. Bei „Tribes At War“ überwiegen Djembe und afrikanische Gesänge, bis der somalisch-kanadische Rapper K'Naan, der momentan auf allen Kanälen mit der Coca-Cola-WM-Hymne "Wavin' Flag“ zu hören ist, über die Geschichte der afrikanischen Länder rappt, und gleichzeitig vor den gegenwärtigen Zuständen des Kontinents warnt: Mindless violence / Well let me try to paint it / Here’s the 5 steps […] One! / It’s me and my nation against the world / Two! / Then me and my clan against the Nation / Three! / Then me and my farm against the clan / Four! / Then me and my brother we no hesitation / Go against the fam until they cave in / Five! / Now who’s left in this deadly equation? / […] It’s me against my brother / […] / And kill one another”.
Wie vielseitig "Distant Relatives" ist, zeigen Tracks wie “Strong Will Continue”, bei dem Genres wie Reggae, HipHop, Rap, R'n'B und eine ordentliche Portion Pop vermischt werden, die in einem melodiösen Refrain gipfeln und von Chorgesängen mit Pianoklängen begleitet werden. Mystisch und urban wird es bei "Friends", bei dem Counscious-Rap mit afrikanischen Gesängen unterstützt wird - ganz im Stile von "Road To Zion". Nicht nur musikalisch und textlich zeigen die beiden Künstler ihre Vielfalt und Offenheit. Neben Halbbruder Stephen Marley, der bereits auf den letzten Alben Jr. Gongs mitgewirkt hat, wurden Samples vom Duo Amadou & Mariam aus Mali und der jamaikanischen Roots-Reggae-Legende Dennis Brown benutzt. Bei dem Gospelsong "My Generation" holten sich Marley und Nas die britische Sängerin Joss Stone und Lil Wayne als Unterstützung.

Den beiden Musikern gelingt es, mit ihrem Collabo-Album die Paradoxien des Schwarzen Kontinents darzustellen, ohne in Opferrollen-Klischees oder Heroisierung zu driften und als Prediger aufzutreten. Auf der einen Seite gibt es das große kulturelle Erbe und die Idee, dass Afrika der Anfang der Menschheit ist und auf der anderen Seite die grausame Geschichte der Einwohner, die ausgebeutet wurden und nun gegeneinander kämpfen. In "Africa Wake Up" bieten Marley und Nas einen kritischen Blick auf die Zukunft des Kontinents und verweisen auf die Gleichheit eines jeden Menschen - nicht nur in Afrika. „Distant Relatives“ ist ein Konzeptalbum, dass auf die Afrikanische Diaspora zurückgreift – also alle Menschen afrikanischer Herkunft, die nicht auf dem Kontinent leben. Mit der vierten Studioplatte zeigt Jr. Gong, dass er sich nicht mit dem musikalischen Erbe seines übermächtigen Vaters messen muss. Ein Mix aus Dancehall, Roots Reggae, R’n’B, Pop und Gospel trifft auf sozialkritische Texte, der auf Dancehall-Brettern wie „As We Enter“ und „Dispear“ absolut tanzbar und Club-kompatibel ist. Aber auch afrikanische Instrumente und Gesänge sind vertreten, die so typisch für das große Vermächtnis des Mutterkontinents sind. Damian Marley und Nas bieten einen stolzen aber auch kritischen Blick auf Afrika und haben dabei eine Platte kreiert, die gehört und betanzt werden muss!

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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Um meine Meinung über Distant Relatives verstehen zu können , zunächst ein kleiner Blick auf meine bisherige Erfahrung beider Künstler:

Als Fan seines legendären Vaters stieß ich schon mit "Halfway Tree" auf Damian Marley - ein Album welches durch Originalität, Glaubwürdigkeit und Abwechslungsreichtum auf ganzer Linie überzeugte. Der Nachfolger "Welcome to Jamrock" war wohl so ziemlich das beste Reggaealbum ( eher ein perfekter Mix aus Reggae,Dancehall,R'n'B,Hip Hop .... ) der zurückliegenden Jahre, und viele hundert Stunden lief es rauf und runter. Und auch die Kollaboration mit Nas (einer der tiefgründigsten und talentiersten US-Rapper) "Road to Zion" gefiel außerordentlich. Da die Zusammenarbeit sowohl für die Künstler als auch für die Hörer fruchtbar war, kündigte sich ein Kollaboalbum der beiden Artists an. Dieses wurde "Distant Relatives" betitelt und ist nach vielen Verschiebungen nun endlich erschienen.

Egal ob man nun der allergrößte Fan ist, ich denke ein jeder zweifelt ob die hohen Erwartungen erfüllt werden können. Zumal "Distant Relatives" in Kombination mit Nas als Kollabo schon ungewöhnlich ist. Dann gestern also direkt los und das Album besorgt, kaum im Auto - CD rein : los gehts !

Kurz zum Eindruck der CD : nicht nur inhaltlich, auch verpackungstechnisch ist Distant Relatives ganz oben anzusiedeln. So manch einer wird sich fragen ob die 13 Tracks wie die Rückseite verrät das Geld wert sind. Das fragte ich mich zunächst auch , doch dazu später mehr. Optisch aber auf jeden Fall sehr ansprechend. Und dazu gibt es noch ein sehr gelungenes Booklet : alle Songtexte, sowie Zusatzinfos und sehr gute Bilder! Kurz um : so wünscht man sich das !

Nun also zum inhaltlichen Teil:

Da einige Tracks ja vorab schon geleakt wurden wie " As we enter ", " Strong will continue " oder auch " Africa must wake up " erahnte ich großes.

Ich habe mich dagegen entschieden jeden einzelnen Track zu listen , den wirklich jeder (!) steht für sich! Von eher ruhigen Songs wie "Friends" oder "In his own words", über beatlastigere wie " As we enter" zu epischen Songs wie "Tribes at War" und "Dispear" überzeugt jeder einzelne. Das Wort skippen versinkt ohne jeden Gedanken im Boden. Die Beats sind unverbraucht,abwechslungsreich,zeitlos und mehr als ausgefeilt! Die Lyrics kann man gar nicht in Worte fassen : umwerfend, monumental und episch trifft es da wohl noch am nächsten. Und sie sind vor allem eins : knallhart auf den Punkt gebracht! Man merkt die 5 Jahre zum Vorgänger in jeder einzelne Sekunde. Ich für mich kämpfe da fast mit meinen Tränen soviel Leidenschaft und musikalisches Können steckt in dieser Scheibe!

Als Features sind K'naan ( Somalias Export Nr 1), Dennis Brown und Lil Wayne vertreten, sowie natürlich Damians Bruder Stephen. Und auch sie leisten großartiges, allen voran K'naan. Lediglich Lil Wayne wirkt irgendwie deplatziert. Nichts destotrotz überzeugt auch er.

Nach so viel Schwärmerei über dieses Meisterwerk nun die große Frage : funktioniert denn die Fusion aus Hip Hop und Roots ?

Das tut sie ! Und wie ! Nas und Damian wirken wie ein altes Team welches sich perfekt ergänzt! Man muss zwar sagen das Damian schon den Hauptteil für sich beansprucht, das tut dem aber keinen Abbruch - nur beide zusammen können sowas abliefern! Man hat nie den Eindruck das es zu Reggae / Hip Hop lastig ist. Einfach ein perfekter Mix.

Alles zusammen wird man nach dem Finisher " Africa must wake up " sprachlos zurück gelassen und wird sich bewusst gerade ein Album monumentaler Tragweite gehört zu haben, was so schnell wohl nie wieder kommt und jeden einzelnen Cent mehr als wert ist.

EDIT: Heute, knapp 3 Monate nach Release u. Rezension würde ich diese immer noch mit meinem Namen signieren! Kein bloßer Hype - ein Album für die Ewigkeit !
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Entfernt Verwandte... 16. Mai 2010
Von Nathan
Format:Audio CD
...so kann man Hip-Hop und Reggae durchaus bezeichnen, denn beide haben ihre Ursprünge in der karibischen/afroamerikanischen Kultur. Doch genug der Geschichtsstunde!
Distant Relatives ist der Titel des neuen Projekts von Damian "Jr.Gong" Marley und Nasir "Nas" Jones. Wer sich jetzt fragt, was der Sohn der Reggae-Legende Bob Marley mit dem Sohn des Jazzmusikers Olu Dara zu tun hat, der sollte sich schleunigst "Road to Zion" von Damians Album 'Welcome to Jamrock' aus dem Jahre 2005 anhören, denn derjenige hat einen der besten Tracks der letzten Jahre verpasst. Wer den Track kennt, dem wird schnell klar, warum die beiden Musiker sich zu einer erneuten Zusammenarbeit entschieden haben - die Beiden harmonieren perfekt miteinander. Aus der Anfangs geplanten EP wurde letzendlich ein ganzes Album.
Doch nun zum Album selbst. Den Anfang macht das grandiose Cover, dass die beiden Interpreten und zwischen ihnen ein Umriss von Afrika zeigt. Allein dafür könnte ich dem Album schon 5 Sterne geben. Weiter geht es mit dem Titel "Distant Relatives", der die Verwandtschaft von Hip-Hop und Reggae nur auf musikalischer Ebene wiederspiegelt. Die eigentliche (lyrische) Botschaft des Albums ist die Verwandtschaft aller Menschen unserer Welt, wie Nas selbst erwähnte. Doch um die Botschaft wirklich verstehen zu können, muss man das Album gehört haben.
Die musikalische Grundlage des Albums kreierten die beiden Interpreten in Zusammenarbeit mit Stephen Marley.

Das Album beginnt mit dem Song "As We Enter", der bereits seit einiger Zeit im Internet seine Runden macht und somit den meisten Fans und einigen anderen (neugierigen) Musikfanatikern bekannt sein dürfte, daher nur ein kurzes Fazit: großartiger Track.
Mit "Tribal War" geht es dann gleich mit afrikanischen Elementen und einem energiegeladenen K'naan richtig zur Sache. Nas und Jr.Gong müssen sich jedoch keinesfalls hinter K'naan verstecken, alle drei glänzen hier mit ihrem lyrischem Können. Der Song zeigt in dramatischer Stimmung wie sich Menschen gegenseitig umbringen und dabei oftmals zum selben "Stamm" gehören. Sehr gut dargestellt durch K'naan's Part, der den "Stammeskrieg" in 5 Schritte unterteilt oder auch Damian Marley der einige Gründe aufzählt ("Over Colors/Over Money, over land, and over oil, and over God/And over Idols, and even lovers") um nur Einige zu zeigen. Und schnell wird einem klar, in welch kranker Gesellschaft wir eigentlich leben. Schön, dramatisch, erschreckend. So kann man dieses Lied beschreiben.
Den nächsten Song kennen vermutlich auch schon einige, weswegen ich hier nicht sehr darauf eingehen werde. "Strong Will Continue" ist einfach nur eine Bombe epischen Ausmaßes. Einer der besten Tracks überhaupt!
"This one's for all the leaders..." ist die Botschaft die uns der Raggamuffin Stephen Marley mit dem Refrain von "Leaders" an den Mann, oder besser gesagt an unsere Leaders bringen will. Hier geht es etwas ruhiger zu als bei den ersten Songs und man kann sich zu diesem wunderbaren Beat einfach nur zurücklehnen und seine Gedanken schweifen lassen. Oder aber man konzentriert sich auf den Text und lauscht was Nas und Damian über unsere "Oberschicht" zu sagen haben und sich Fragen warum man anderen Menschen folgt ("Who do I follow?/Who do I copy?/Look in to the mirror/And it's you I see look at me"). Sehr schöner Track.
Ein schleppend wirkender Beat unterlegt den nächsten Titel: das geniale "Friends". In diesem Lied geht es um wahre Freundschaft. Das Lied fühlt sich an wie ein schwerer Weg, der nur mithilfe wahrer Freunde gegangen werden kann. Wirklich überragende Arbeit. Die beiden Künstler harmonieren einfach perfekt zusammen, so dass man immer noch das Gefühl hat auf der Straße nach Zion zu sein. Wirklich geniale Atmosphäre.
"Count Your Blessings" ist wieder ein heiterer Song, der es versteht den Hörer aufzubauen. Nas zeigt auch hier, dass er ein wahrer Poet der Straße ist "You're wishing/You were sitting/In the top position/Picture perfect/Nothing less cause you deserve it". Damian übernimmt den etwas längeren Refrain und zeigt uns, was er kann "And I've got somewhere to dress for/And I've got no need to stress for/And so I'll always put my best forth/And count my blessings".
Hart geht es mit "Dispear" weiter. Ein genialer Track, der wie eine afrikanische Hymne über Krieg und die damit verbundenen Ängste und Hoffnungen wirkt. Nicht zu letzt trägt der afrikanische Chor im Intro des Songs zu dieser Stimmung bei. Ein Meisterwerk.
In "Land of Promise" wird der verstorbene Reggae-Artist Dennis Brown gesamplet. Heraus kommt ein reggaetypischer Beat, der nicht reggaetypischer sein könnte - chillig. Doch auch hier hat es der Text wieder einmal in sich. Jr.Gong und Nas schwelgen hier in Träumen. Wie wäre ein Amerika in Afrika? Ja richtig gehört. "Johannesburg would be Miami/Somalia like New York". Das hier ist keine (verrückte) Vorstellung im Kopf, nachdem man Marihuana konsumiert hat. Hier wird der Wunsch nach einem geeinten Afrika aufgegriffen, ein Traum der Afrikaner, das "versprochene Land". Die von mir etwas vernachlässigten lyrischen Fähigkeiten von Mr.Jones, finden hier berechtigt Erwähnung "Promise Land no fables/This where the truth's told/Use them two holes/Above your nose/To see the proof yo!". Hier der Beweis, dass der Mann aus Kingsbridge nichts verlernt hat!
In 'In His Own Words' bildet das Instrumental eine Gitarre, wodurch das Lied gleich eine ganz andere Stimmung mit sich bringt. Hier wird für Abwechslung gesorgt. Ein Song, der dank des genialen Refrains von Stephen Marley, durchaus auch für die breite Masse an Hörern geschaffen ist. Doch auch die Botschaft sollte nicht vergessen werden.
Der nächste Track ist eine Klasse für sich. 'Nah Mean' hat ein durchaus seltsames Instrumental, dass irgendwie an ein Kinderlied erinnert, aber dann wieder doch nicht. Ich gebe zu, es kann ziemlich nerven. Achtet man aber auf die Texte, merkt man bald, dass es sich hier um ein geniales Musikstück handelt.....oder auch nicht. Hier ist es echt Geschmacksache. Mehrmals hören!
Mit 'Patience' kommt eine weitere Perle auf uns zu. Ein sehr ergreifender, philosophischer Titel. Ich glaube kaum, dass ich je einen so tiefgründigen/nachdenklichen Song gehört habe. Hierzu will ich nicht zu viel sagen. Jeder muss es mit eigenen Ohren gehört haben. Gesamplet wird 'Sabali' von Mamadou & Mariam. Für diesen Song allein lohnt es sich die Platte zu besorgen!
Unsere Generation ist Inhalt des nächsten Tracks 'My Generation'. Damian und Nas zeigen hier mit der Hilfe von Lil Wayne unserer Generation, dass sie das Zeug dazu haben eine Veränderung zu bewirken. R&B Sängerin Joss Stone singt hier mit Unterstützung eines Kinderchors den Refrain und vermittelt das Gefühl, dass wir alle Zusammengehören. Die drei Hauptinterpreten stehen sich in Nichts nach und verbreiten wahre Botschaften. So heißt es laut Nas 'Education is real power', während Jr.Gong der Ansicht ist dass wir trotz Wirtschaftskrise eine Veränderung herbeiführen können 'Because we rising up despite of the economy' und Lil Wayne ruft zum Zusammenzuhalten auf 'If we all come together/Then they can't divide one/Don't worry 'bout it/Just be about it'.
Den Schluss macht das emotionale 'Africa Must Wake Up'. In erster Linie scheint das Lied nur für Afrika und seine Bevölkerung bestimmt zu sein. Jedoch sprechen die drei Künstler, K'naan wieder mit im Boot (diesmal auf Somali (?)), die komplette Menschheit an und stellen klar, dass wir alle miteinander Verwandt sind. Schöner könnte ein Abschluss nicht sein.

Die musikalische Untermalung trotz nur so vor Abwechslungsreichtum, sei es ein eher hip-hop-angehauchter Track ('As We Enter'), ein Reggae Song ('Land of Promise') oder ein exotischer Track ('Tribal War'), dieses Album hat es. Die Botschaft, die hier rübergebracht wird, betrifft jeden Menschen. Sie ist sehr kritisch verpackt und regt zum Nachdenken an, auf das es der Letzte endlich verstanden habe, wo es mit uns hingeht, wenn wir so weitermachen.
Dieses Album ist Musik für die Welt. Deswegen ist es für mich musikalisch als auch lyrisch gesehen DAS Album überhaupt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Meisterwerk 24. Mai 2010
Von JazzMatazz TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Eine gefühlte Ewigkeit ist es her, als das gemeinsame Projekt von Nas und Damian Marley namens "Distant Relatives" angekündigt wurde. Jetzt, nach diversen Verschiebungen, ist die Platte endlich draußen, passend zum nahenden Sommer. Wie man sich sicher denken kann, besteht der Sound der beiden aus einer Mischung ihrer musikalischen Herkünfte: Hip Hop und Reggae, aber auch viele afrikanische Elemente finden sich hier wieder und das nicht ohne Grund, denn mit "Distant Relatives" wollen Nas und "Jr. Gong" auch auf die Probleme des schwarzen Kontinents aufmerksam machen. Produziert wurde die komplette Scheibe von Damian Marley und dessen Bruder Stephen, als Gäste wurden K'naan und Lil Wayne mit ins Boot geholt.

Als Opener dient das schon etwas länger bekannte "As We Enter", dessen treibender Beat und flotter Rhythmus einen sofort packt, gute Stimmung verbreitet und schon ein erster Indikator dafür ist, dass Nas und Damian wunderbar miteinander harmonieren. Mit "Tribes At War" folgt schon gleich ein weiterer mehr als gelungener Track, man könnte ihn fast schon als kleines Meisterwerk bezeichnen. Kraftvolle Drums und Background-Gesang, die dem Song eine Note verleihen, als wäre er tatsächlich von einem Stamm Ureinwohner entsprungen, sorgen für eine unheimliche Power, die man auch in den Performances von Nas und Damian, sowie dem Gast K'naan spürt, während sie auf die viele Gewalt in Afrika eingehen. Nicht von minderer Qualität ist "Strong Will Continue", mit dem es weiter geht. Man spürt zu jeder Sekunde, dass dieses Lied den Menschen neue Hoffnung geben soll. Das Instrumental dabei ist wieder erste Sahne. Energiegeladene E-Gitarrenriffs werden mit einem gefühlvollen Pianostück kombiniert, besonders im Refrain, der richtig bombastisch rüberkommt, sorgt das für einige Gänsehautmomente. Reggae Flavor bekommt man mit "Leaders" geboten, das sich mit seinen relaxten Klängen Zugang zum Gehör verschafft. Mit von der Partie ist Stephen Marley, der gemeinsam mit Bruder und dem Rapper aus Queensbridge kritische Worte an all die Führer der Welt richtet. War hier nun etwas Entspannung angesagt, kommt "Friends" fast schon wie harter Tobak rüber, tatsächlich wird mit Freundschaft aber ein positives Thema angesprochen. Behäbig wummert der Beat, dazu ein paar Trommeln und eine Gitarrenmelodie, die sofort unter die Haut geht und einen dadurch der Song durch und durch berührt.

Perfekt für den Sommer eignet sich das fröhliche "Count Your Blessings", dessen flotte Takte sofort die Sonne scheinen lassen und für gute Laune sorgen - große Klasse! Dem folgen mit "Dispear" und "Land Of Promise" wieder ein energiegeladener und ein Reggae mäßiger Track. Im Grunde wiederholen sich die Styles also, aber da wirklich jedes Lied für sich selbst steht und seine Aussage hat, kann keinesfalls von Eintönigkeit die Rede sein. Im Gegenteil, man kommt oft kaum aus seiner Begeisterung für "Distant Relatives" heraus. Auch die spirituelle Seite kommt nicht zu kurz. "In His Own Words" könnte man wohl auch problemlos in einem Gottesdienst spielen, denn nicht nur durch Nas und Damian, auch durch die Sänger im Hintergrund und die allgemein sehr positive Stimmung des Liedes wird einem bewusst, wie viel man aus seinem Glauben gewinnen kann. Nach dem Headbanger "Nah Mean" und dem mystisch angehauchten "Patience" erreichen wir mit "My Generation" einen Titel, der vielen Fans aufgrund der Personalie Lil Wayne sicher einige Skepsis bereitet hat. Wie man sich schon am Namen denken kann, ist dieses Lied an die jungen Leute von heute gerichtet und was sie bewirken können, wenn sie sich anstrengen. Joss Stone performt gemeinsam mit einem Kinderchor den Refrain, was wieder ein bisschen die tolle Gottesdienststimmung von "In His Own Words" hervorruft, auch wenn die Thematik eine andere ist. Während der Strophen ist das Ganze etwas flotter gehalten, Damian und Nas machen wie immer einen guten Job, aber auch Weezy hängt sich rein, rappt so wie früher und auch sein Text dreht sich um die wirklich wichtigen Dinge im Leben - bitte mehr davon in Zukunft, Mr. Carter! Zum Abschluss werden mit "Africa Must Wake Up" (feat. K'naan) noch einmal nachdenkliche Töne angestimmt, die dazu aufrufen endlich etwas zu tun, um all die Missstände dort zu beseitigen. Ein würdiges Ende eines grandiosen Albums.

Mit "Distant Relatives" gelang Nas und Damian Marley ein wirklich großartiges Werk, vielleicht sogar schon der erste Black Music Klassiker des neuen Jahrzehnts. Die Produktionen sprühen nur so von Herzblut und Liebe zur Musik, noch dazu sollen die Texte aufrütteln bzw. Kraft geben, manchmal vielleicht ein bisschen naiv, aber nie sinnlos. Bleibt als Fazit nur eines zu sagen: dieser perfekte Stilmix ist nicht nur für Hip Hop oder Reggae Fans geeignet, sondern jeden, der sich mit Black Music auch nur ein bisschen verbunden fühlt.
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