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Produktinformation
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Das Spielprinzip lässt sich am besten als Adventure beschreiben. Der Spieler steuert nicht Mickey selbst, sondern eine Hand, mit der man Türen etc. anklicken kann und Mickey somit sagt, dass er die Tür öffnen soll. Überhaupt ist das ganze Spiel sehr wortkarg gestaltet worden. Mickey stößt ab und zu einen seiner typischen Ausrufe hervor (von "Oh boy" über "That's not nice"), ansonsten konzentriert sich das Spiel ausschließlich auf Bildersprache. Bei dem recht simplen Spielablauf (meist gibt es nur eine Möglichkeit, die man anklicken kann) sind allerdings auch keine ausführlicheren Erklärungen nötig.
Die Grafik ist recht schön und kindgerecht gestaltet worden, wenn sie sicherlich auch keine neuen Maßstäbe für den GameCube setzt. Das Spielprinzip ist wenig actionreich und sehr geradlinig -- die Fantasie der kleinen Spieler wird durch das vorgegebene Prinzip nicht angeregt. Insgesamt durchschnittlich. --Ines Heidrich
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Die Geschichte beginnt in Mickeys Haus, während diese tief und fest den Schlaf der Gerechten schläft. Plötzlich erscheinen seltsame Lichtmuster in Mickeys Spiegel, und der Geist der schlauen Maus löst sich vom Körper und betritt die magische Welt hinter dem Spiegel. An dieser Stelle steigt der Spieler mit ins Game ein und steuert fortan die Geschicke Mickeys auf der Suche nach den verlorenen Scherben des magischen Spiegels, auf das sie wieder in die normale Welt zurückkehren kann.
Dabei agieren wir wie in diesem Genre üblich mit der Maus auf dem Schirm, indem wir Dinge anklicken, kombinieren oder an anderer Stelle verwenden. Ohne der Story vorgreifen zu wollen, erleben wir die fantastischsten Dinge, wie eine Fahrt in der Holzeisenbahn, nachdem uns die Fee verkleinert hat, oder einen Flug im Plastikflugzeug, während wir uns auf der Flucht vor der Gummiente befinden. Doch auch Tanzeinlagen a la "Space Channel 5" und diverse andere Minigames wurden integriert. Dabei ist das was uns auf dem Schirm gezeigt wird, grafisch immer von aller erster Güte. Schon die lieb gemachten Kinderzimmerwelten mit den typisch kindlichen Eindrücken versehen können begeistern, erst Recht die Mimik die Mickey an den Tag legt, welche eine unglaubliche Bandbreite aufweist. Ganz ohne Worte versteht sie es immer das Richtige zu Vermitteln, alleine durch ihren Gesichtsausdruck. So ertappt man sich dabei, wie man z.B. immer wieder auf den Spiegel im Gang klickt, um die Grimassen zu sehen die Mickey daraufhin schneidet, oder doch ein zweites mal die Tür zum Geist öffnet um ihr erschrecktes Gesicht sehen zu können.
Die Grafik muss sich also nicht verstecken, ganz im Gegenteil wird das typische Disney-Flair hervorragend wiedergegeben. Mickeys Mimik weiß vollends zu überzeugen und auch die anderen Charaktere hätten besser kaum mehr dargestellt werden können. Dazu gesellt sich eine interaktive Kamera die immer das wichtigste im Sichtfeld hält und uns die einzelnen Zimmer immer aus der optimalen Position zeigt, so dass man auf die manuelle Steuerung dieser fast komplett verzichten kann. Die Schnitte zwischen den aktiven Teilen und den Videosequenzen sind so gut umgesetzt worden, dass man die Übergänge praktisch nicht mehr wahrnimmt. Hier bemerkt man klar die Erfahrung Capcom's im Genre der Point&Click-Adventures.
Ebenso gut gelungen ist die Soundkulisse, welche neben der orchestralen Musik viele typische Geräusche und vor allem Mickeys Gebrabbel bereithält. Die technische Realisierung des Sounds darf man als nahezu perfekt bezeichnen, da die Einsätze der Sounds immer zum Spielgeschehen passen und die Qualität des Tones in der obersten Liga spielt. Für ein Spiel mit einer so jungen Zielgruppe nicht unbedingt selbstverständlich.
Das Gameplay richtet sich natürlich an die jüngeren Videospieler, weswegen der geübte Zocker keinerlei Probleme mit den leichten Rätseln haben wird. Auch ist die Spielzeit mit drei bis fünf Stunden schon etwas Gering, allerdings nur wenn man den optimalen Weg durch das Spiel geht, was eigentlich nicht zu empfehlen ist, da man dann eine ganze Menge Spaß versäumt. Da bekommt man mit etwas kindlichem Gemüt schon mehr geboten, wenn man alle Dinge erst einmal anfasst und schaut was sich damit machen lässt. Denn die magische Welt hinter dem Spiegel ist eine Welt die zum experimentieren einlädt und nicht bezwungen werden will. Allerdings darf man nicht unerwähnt lassen, dass man mitunter ziemlich ratlos durch die Zimmer läuft um das nächste Rätsel zu suchen, da der nahezu vollautomatische Spielaublauf sich manchmal zu verselbstständigen scheint, was Mickey von ganz alleine in andere Zimmer gehen oder Gegenstände benutzen lässt, ohne das der Spieler dazu einen Anlass gab.
Fazit:
"Disneys Magical Mirror" dürfte eins der besten Disney-Games der letzten Zeit sein. Die technische Umsetzung, egal ob es den Sound, die Grafik oder das Gameplay betrifft, ist wunderbar gelungen und versteht es hervorragend das Disney-Feeling einzufangen. Damit dürfte dieses Game, trotz der eigentlich angepeilten Zielgruppe, auch so manch Erwachsenen in seinen Bann ziehen, auch wenn diese nach nur wenigen Stunden Mickey aus der Traumwelt befreit haben sollten. Walt Disney würde sich sicher freuen über dieses gelungene Kunstwerk seines Universums, würde er noch unter uns weilen. Somit stellt dieser Titel einen absoluten Pflichtkauf für alle Fans von Disneys Zeichentrickfiguren dar.
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