Fashion Sale Hier klicken calendarGirl Prime Photos Sony Learn More sommer2016 fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen79
4,7 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:7,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 11. Dezember 2002
1989 markiert für mich den Fall zweier Mauern. Der Berliner Mauer und der Mauer in meinem Kopf, von der alles, was nicht Heavy Metal war abprallte wie Regen von einem Blechdach. Als mir meine Schwester diese Platte unterschob, freilich mit dem Hintergedanken mir zu beweisen, dass nicht alle Musik in der Keyboards zum Einsatz kommen, klingen muß wie Boy George, fiel mein pubertäres musikalisches Weltbild zusammen wie ein Kartenhaus.
Ich halte "Disintegration" für das beste Album der englischen Band The Cure. Die Musik ist gegenüber den Vorgängeralben weitaus trauriger und schwermütiger ausgefallen, hier gibt es nichts Tanzbares, stattdessen herrscht epische Nachdenklichkeit vor, voller Melancholie, voller Gefühl.
Die Stimme Smith's throhnt verträumt über den bombastischen Klangteppichen ( plainsong ), zerbricht beinahe vor Angst und nahendem Wahnsinn ( Lullaby ) oder versinkt traurig resigniert zwischen den Klangwelten ( the same deep water as you ).
Dabei gelingt ihm das Kunststück niemals zu dick aufzutragen oder weinerlich zu wirken.
Zusammen mit dieser Stimme entwickeln die ausnahmslos überzeugenden Kompositionen auf "Disintegration" ein merkwürdiges Eigenleben und finden zu einer Größe, die ich nur als erhaben bezeichnen kann. Wer die beklemmenden Songs dieses Albums ( insbesondere: Plainsong, fascination street, prayers for rain, pictures of you, the same deep water... ) noch nicht kennt, hat etwas einzigartig Schönes versäumt.
"Disintegration" ist zweifellos ein Meilenstein der englischen Popmusik, seine Faszination ist bis heute ungebrochen.
Wer dem Wavegenre eher zwiespältig gegenübersteht, wer glaubt diese Musik verliere sich in todessehnsüchtigem Pathos, gespielt von Musikern die daherkommen wie Totengräber die vergessen haben ihre Antidepressiva zu nehmen, gerade diesen Musikliebhabern möchte ich "Disintegration" wärmstens empfehlen. Hört euch diese Platte ein und lasst euch eines Besseren belehren. Legt diese CD ein, lehnt euch zurück und lasst euch von the Cure entführen in eine Welt voller Schönheit und Melancholie.
Fünf Sterne für ein Meisterwerk das bis heute auf einen würdigen Nachfolger wartet.
44 Kommentare|59 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Mai 2010
Mit "Disintegration" haben sich The Cure 1989 ein Denkmal gesetzt. Alles, was die Band danach veröffentlichte wurde fortan an diesem Album gemessen. Irgendwie auch ein Fluch, denn Robert Smith & Co. gelang danach nichts vergleichbar Gutes mehr. Die remasterte Version weiß einerseits zu überzeugen, andererseits enttäuscht sie mich aber auch. Das Album wurde perfekt aufgearbeitet und klingt um Weiten besser als das 1989er Original. Ein großer Teil der Demos und die alternativen Versionen sind sehr interessant und zeigen einige der Titel in ihrem Anfangsstadium. Die bisher unveröffentlichten Tracks hätten es allerdings auch nicht verdient auf "Disintegration" oder als Single-B-Seiten zu erscheinen, da sie nicht die Atmosphäre des Albums und des damaligen Cure-Flairs innehaben - mal abgesehen vom grandiosen "Pirate Ships".

Die Version von "Out Of Mind" und die "Guide Vocal"-Tracks sind allerdings eine Frechheit, denn Smith's Gesang stammt definitiv nicht aus dem Jahr 1988 sondern wurde wahrscheinlich 2009 neu eingesungen und auf die Demo-Versionen gepackt. Das Gleiche tat er schon einmal bei den angeblichen Demos auf der The Glove-Deluxe-Edition und bei den "Kiss Me..."-Studiodemos. Den Fans gegenüber ist das nicht fair.

Ein weiterer Minuspunkt leider auch für "Entreat Plus". Sicherlich ist es super, endlich alle "Disintegration"-Titel als Live-Version hören zu können, doch leider wurde der Klang stark verändert, Drums und die Bassläufe stark komprimiert, sodass es bei weitem nicht an die Original-"Entreat" heranreicht. Diese klang bzw. klingt "entrückt" und "luftig", während "Entreat Plus" fast wie die Aufzeichnung eines beliebigen Rock-Konzerts daherkommt. Manchmal ist weniger eben mehr.
88 Kommentare|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Januar 2004
Was hier Robert und Co. abgeliefert haben, gehört für mich schlichtweg zu einem der besten Alben aller Zeiten - und das meine ich wörtlich! Das Album klingt nach nun knapp 15 Jahren (Mai '89) immernoch taufrisch - was die Produktion sowie das Songwriting angeht (Die Firma HP hat übrigens "Pictures of you" für ihre Fernsehwerbung entdeckt). Neben einigen "Hits", die auf dem Album vertreten sind (das besagte Pictures of you, Lovesong, Lullaby und natürlich Fascination street) finden sich echte Perlen von the cure, wie etwa Plainsong, Last dance, Prayers for rain, Disintegration, oder Untitled auf diesem Album. Ich verstehe allerdings manche Reaktionen nicht (sogar die einiger renomierter Musikzeitschriften) , welche die Disintegration zu einem düsteren Gothicalbum degradieren wollen, denn das Album ist niemals düster oder traurig. Man darf allerdings von wunderschöner Melancholie sprechen (und diese nicht mit Düsterness verwechseln!). Dieses Album kann einfach keiner "Schublade" gerecht werden (Gothic, Darkwave oder was auch immer), sondern zählt zu einem der besten Pop-Alben aller Zeiten (wenn nicht überhaupt sogar DAS Beste)!!!!! Also, the cure's Disintegration lohnt sich wirklich für jeden, der anspruchsvolle, sphärische, ausgefeilte, zeitlose und detaillierte (kurzum: perfekte) Popmusik liebt - und deshalb nicht nur was für "Grufties" oder "Waver"!!!!!
11 Kommentar|31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Juni 2010
Kurz vor den 90ern, im Mai 89, wurde das erste Mal 'Disintegration' von The Cure veröffentlicht. Zu einer Zeit, in der die Wende In Deutschland kurz bevorstand und in der in England noch immer die "Eiserne Lady" Margaret Thatcher die Geschicke auf der Insel lenkte. Nicht ganz unumstritten, viel e gingen auf die Straße, die Stimmung war angespannt und für manche perspektivlos.

In dieser Zeit, genau am 1. Mai, platzte das Album von The Cure "Disintegration" hinein. Ein Werk, das sehr tiefgründig und zurückgezogen klang. Der Sound war anders als die ausgehenden Produktionen der 80er. In Deutschland war David Hasselhooffs "Looking For Freedom" auf Platz eins, in den Billboard Charts lief "Like a Prayer" von Madonna.

Das Album "Disintegration" verkaufte sich damals trotz Bedenken der Plattenfirma millionenfach. Die Singles "Lullaby" und "Lovesong" enterten weltweit die Charts und die Liveauftritte der Gruppe waren fast weltweit ausverkauft. Ein schöner Erfolg für The Cure.

2010, mehr als 21 Jahre nach der Originalveröffentlichung folgt nun die Special-Edition mit drei CDs des Albums. Es gibt eine Menge Bonusmaterial auf der Disk 2 und eine komplette Liveversion des Albums aus "Wembley" auf CD 3, teilweise veröffentlicht als Livealbum "Entreat". Das Booklet enthält interessante Fotografien und kurze, informative Erläuterungen zur Entstehung des Albums von Robert Smith.

Das Remaster des Albums empfinde ich [subjektiver Eindruck] als durchaus gelungen. Die Authentizität des eigentlichen Klangs des Originals aus den Spätachtzigern ist einerseits erhalten geblieben, andererseits ist eine frische Nuance spürbar, vor allem in der Ausgeglichenheit der Höhen mit den Mitten, ebenso eine leicht Zunahme der Dynamik. Das Hörvergnügen ist, soweit man das Originalalbum kennt, keinesfalls gemindert.

Wer das Album noch nicht hat und neugierig auf "alte" neue Musik aus den Spätachtzigern ist, [eigentlich fast schon 90ern] mit behutsam, zeitgemäß, restauriertem Klang, sollte zugreifen. Wer's kennt, wird wissen was zu tun ist :-)
11 Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 1. November 2012
The Cure standen 1989 auf dem Zenith ihrer Karriere. Mit "Lovecats", "The walk", "In between days" und "Close to me" hatten sie bereits Songs vorgelegt, die das Jahrzehnt prägten, New Wave, psychedelische Überspanntheit und Pop zusammenbrachten, ein großartiges "Best of"-Album veröffentlicht ("Staring at the sea"), das viele Fans die Band - mitsamt ihrem depressiven Frühwerk - überhaupt erst entdecken ließ und anschließend das übervolle Doppelalbum "Kiss me Kiss me Kiss me" aufgenommen, auf dem sich für jeden der vorgenannten Stile mehrere Songs auf einmal finden ließen und depressiven Wave ebenso enthielt wie exaltierte Popsongs, kraftvollen Gitarrenrock und zerbrechliche Balladen.

"Disintegration" sollte nun wieder völlig anders werden. Robert Smith, schreibt er in den Liner-Notes zur Wiederveröffentlichung dieses epochalen Albums, beschäftigte sich damals viel mit Filmmusik und entwickelte daraus die Idee, Songs nicht mehr im 3-Minuten-Takt, sondern epischer, ausgefeilter und umfassender, zu entwickeln. So wurde, trotz des umfangreichen Songmaterials, die Zahl der Albumsongs schließlich konsequent eingegrenzt, manches Lied dafür jedoch auf die Dauer von zweien ausgedehnt. Das ermöglichte der Band, eine atmosphärische Dichte zu erzeugen, die keines ihrer vorigen Alben erreicht hatte. Schon der Eröffnungssong PLAINSONG gleicht einer Ouvertüre, deren Thema und Arrangement das Album gleichsam vorweg nimmt und eine Grundstimmung aufbaut, die bis zum Ende trägt.

Unheilschwer und dunkel ist dieser Sound, gewaltig und Schmerz verzerrt, erfüllt von getragenen Melodien und Klängen, die sich in PRAYERS FOR RAIN in einem echten Gewitter entladen, bevor THE SAME DEEP WATER AS YOU nochmals tiefgründigere Verzweiflung suggeriert. Erst anschließend, weit nach den berühmten Single-Auskopplungen PICTURES OF YOU, LOVESONG, und natürlich dem höchst ironischen LULLABY folgt das Herz- und Titelstück, das ruhelose DISINTEGRATION, auch dies ein Gewitter, aber eines aus Worten, gehetzt wie in einem Fieberwahn, in dem Robert Smith seiner Wut freien Lauf lässt. Erst elf Jahre später mit "Bloodflowers" erreichten The Cure, dann schon in umbesetztem Lineup, eine vergleichbare Ausdrucksstärke.

Gemeinsam mit dem 1982 veröffentlichten "Pornography" erklärte Smith "Disintegration" und "Bloodflowers" zur "Dark Trilogy", die 2002 bei zwei denkwürdigen Konzerten im Berliner Tempodrom jeweils komplett live aufgeführt wurden (Der Mitschnitt wurde später auf DVD veröffentlicht). Die Songs von "Disintegration" bildeten 1989 schon den Kern der "Prayer"-Tour, mit dem The Cure ausgehend vom Roskilde-Festival im Mai bis zu Auftritten in den USA im September auf Welttour ging. Bei zwei Konzerten in der Londoner Wembley-Arena war dabei "Entreat" entstanden, ein Livemitschnitt von acht der 12 "Disintegration"-Songs, den The Cure zugunsten der Förderung von Kindern mit Lern- und Entwicklungsstörungen (mencap.uk) veröffentlichten.

Die Deluxe-Version von "Disintegration" enthält auch das ursprüngliche Entreat-Album, allerdings ergänzt um Liveversionen, die auf dem Original fehlten; darunter PLAINSONG sowie das nur selten auf Konzerten gespielte THE SAME DEEP WATER AS YOU, LOVESONG und LULLABY. Wie schon bei den Deluxe-Wiederveröffentlichungen voriger Alben hat Robert Smith viel Detailarbeit auf einen kohärenten Zusammenschnitt verwendet, der den Entwicklungsprozess der Studioaufnahmen nachvollziehbar macht, angefangen von den ersten Demofassungen über die gemeinsamen Bandproben - bis zu den endgültigen Studioauffassungen - und deren Live-Inszenierung.

Als I-Tüpfelchen gibt es erstmals die bislang nur als mp3-file durch das Internet segelnden PIRATE SHIPS. Der Coversong (das Original stammt von Judy Collins) war ursprünglich zum 40-jährigen Jubliäum von Elektra entstanden - jetzt beschließt er die Bonus-Disc mit insgesamt 20 Demoversionen und Studiotapes. Heute, im Jahr 2010, immerhin 21 Jahre nach "Disintegration" und 10 Jahre nach "Bloodflowers", scheint die Zeit reif für eine Anknüpfung an diese reife Bandphase. Mit Simon Gallup, natürlich Robert Smith selbst und dem zwischenzeitlich ausgestiegenen Porl Thompson, der 2005 zu The Cure zurückkehrte, ist der Kern der Band weiterhin vorhanden und, so hofft es die weiterhin treue und beträchtliche Fangemeinde, noch zu mancher Großtat fähig. Das bislang letzte Studioalbum "4:13 Dream" erfüllte diese Erwartungen noch nicht, aber, wie kürzlich in einem Fan-Forum zu lesen war: "Cure Fans sind komische Menschen. Gib ihnen eine 21 Jahre alte CD mit einigen neuen Versionen, dazu ne neue Microsite, und sie flippen völlig aus ..."
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Juli 2000
Nie werde ich die Gänsehaut vergessen, die ich bei den ersten zarten Klängen von "Plainsong" verspürte...eiskalt lief es mir den Rücken herunter bei dieser unendlichen Melancholie, die die ersten drei Songs "Plainsong", "Pictures Of You" und "Closedown" so glaubhaft vermitteln, dass man als Zuhörer förmlich die innere Leere und Trostlosigkeit spüren kann, in der Robert Smith gefangen zu sein scheint. Das ehrliche Gefühl der Trauer, der Ohnmacht zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Album und hält den Zuhörer fest in seinem Bann. Man ist einer Ohnmacht gleich nicht imstande, die Stop-Taste zu betätigen, so intensiv wird man von diesem genialen Album berührt (gefesselt) und von The Cure auf einen Seelentrip entführt, bei dem man am liebsten nur noch weinen möchte - und zwar vor Ergriffenheit! "Disintegration" wirkt niemals aufgesetzt, sondern immer absolut ehrlich und authentisch. Bei "The Same Deep Water As You" wird man von den mächtigen "Keyboardteppichen" dermaßen "erdrückt", dass man tatsächlich meint, keine Luft mehr zu bekommen bzw. zu ertrinken. Ähnlich ist es bei dem Song "Disintegration", der insbesondere durch den sich im Verlauf des Songs panisch steigernden Gesang Robert Smiths beim Zuhörer das Gefühl beginnender Panik erzeugt. Auch wenn das ganze Album nur so nach Verlust, Trauer und Schmerz schreit, so ist es dennoch keine Platte, die einen deprimiert - im Gegenteil gerade, wenn ich mal down bin, entfaltet dieses geniale Meisterwerk seine "heilende" Wirkung und baut mich wieder auf. Außerdem sind ja auch mit den Singlehits "Lullaby" und "Love Song" zwei eingängige Popnummern vertreten, die die düstere Schwermut des Albums durchbrechen und etwas auflockern. Auch heute noch - nach x-maligem Hören - fesselt mich dieses Album und nach wie vor läuft mir bei den ersten zarten Klängen von "Plainsong" ein wohliger Schauer über den Rücken...
0Kommentar|20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Januar 2003
es gibt heutzutage wenige bands, welche der musik willen im musikbusiness (geblieben) sind. the cure sind ein solcher musikdinosaurier. mit "disintegration" haben sie vor jahren schon einen meilenstein in sachen new wave gelegt. nicht umsonst wird diese scheibe selbst von der band als ein teil der "cure-trilogy" bezeichnet; ein kunstwerk, dessen überleben wir der entschlossenheit des kopfs der band verdanken: die lyrics zu diesem album wären nämlich ohne sein beherztes eingreifen in den flammen eines studiofeuers verbrannt. das in einer zeit, als die texte noch nicht standartmässig auf irgend einer festplatte verewigt wurden. es gibt kaum eine band, welche die texte ihres vordenkers so gut in musik umsetzen kann. angefangen bei dem bombastischen und trotzdem romantischen "plainsong" bis hin zu dem verzweifelt schönen "untitled" erweist sich dieses werk als herzerwärmende nahrung für hörer, welche in der heutigen konsumorientierten zeit unter der einfältigkeit des musikangebots leiden und sich nach inhalten sehnen. selten hat eine band so konsequent ihren weg verfolgt und trotz der rasanten veränderungen in der musikindustrie ihr gesicht wahren können. dies ist umso mehr bemerkenswert, als dass die songs auf "disintegration" eine heutzutage schon fast als unmöglich scheinende zeitlosigkeit aufweisen; dies vielleicht darum, weil sich diese art von musik so sehr vom mainstream unterscheidet, dass ein vergleich kaum in frage kommt. dieses kunstwerk ist jedem hörer zu empfehlen, der vor der versteckten schönheit der melancholie nicht zurückschreckt sondern darin eine neue art von lebensfreude erfahren will......der englische poet shelly drückt es folgendermassen aus: "we look before and after...and pine for what is not....our sincerest laughter with some pain is fraugth...our sweetest songs are those...that tell of saddest thought...."
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Oft hat man Rezensionen, in denen leichtfertig das Wort Meisterwerk verwendet wird. Das ist schlecht für die Kunden, denn wenn man es dann mal wirklich mit einem richtigen Meisterwerk zu tun hat, denken viele:
Na, es wird doch wieder nur ein halbes Meisterwerk sein.

Jetzt können Sie mal alle Bedenken über Bord werfen, denn hier haben wir ein wahres Meisterwerk. Ein Meilenstein der Musikgeschichte. Eine Sternstunde der Independent-Kultur. Ein Wunderwerk vor dem Herrn. Jedes Stück ist ein Volltreffer, und fast jedes hat Überlänge. Man gewöhnt sich daran, dass Robert Smith immer erst nach zwei Minuten meint, jetzt könnte man mal langsam zu singen beginnen.

Als dieses Album fertig war, hatte The Cure ein echtes Problem: Wie sollten sie das noch übertreffen? Wer die Messlatte einmal so unverschämt hoch gelegt hat, kann mit allem, was danach folgt, nur nachlassen. Aber diesen Preis war es wert. Ohne "Disintegration" wäre die Musikwelt ein bisschen ärmer.
0Kommentar|25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. März 2004
Gruft ? Dark Wave ?? Alles Mumpitz, dies ist atmosphärisch gute Musik, die sich nicht in eine Schublade pressen läßt, kommerziell und trotzdem independent ist und zu der man ausgezeichnet Liebe machen kann. Traummusik, die textlich mit beiden Beinen auf der Erde steht. Songs zum Joggen, nebenbei-hören und träumen, zum weinen und Lachen. Auch ein unverzichtbares Album für Jazz-Fans und Leute die einfach gute Musik mögen.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Februar 2006
gleich vorweg: für synthies hab ich normalerweise nicht sehr viel über, aber mit "disintegration" haben die mannen um robert smith neue dimensionen des gothic-wave, nein eigentlich sogar des pop geschaffen, die für mich auch heute noch gradmesser darstellen.
"disintegration" ist so dicht, so durchgängig gut, dass es dem hörer schwerfällt, den wahren höhepunkt des albums zu benennen. für mich ist es wahrscheinlich "plainsong", einer der besten album-opener der musikgeschichte, allein für diesen song lohnt es sich, das album zu kaufen. gleiches gilt aber auch für "love song", pictures of you", "the same deep water as you" oder "lullaby".
doch es ist die kohärenz und dichte, die dieses album zu einer ausnahmeerscheinung macht, nicht einzelne songs.
als referenzpunkt fällt mir nur "murmur" von R.E.M. ein, das eine ähnliche stimmmung verbreitet und ähnlich stark ist, wenngleich es aus einer ganz andern ecke des pop kommt(darf man in diesem zusammenhang eigentlich überhaupt von pop sprechen, ist es doch fast eine "beleidigung" dieser beiden ausnahme-platten!!).
the cure waren jedenfalls nie besser als 1989, dem absoluten höhepunkt ihrer karriere, auch wenn sie erst später mit "friday i'm in love" ihren endgültigen mainstream-durchbruch schafften. ein guter song, aber "disintegration" ist pures genie!
beim kauf dieser patte kann man jedoch eigentlich nichts falsch machen, es sei denn zu lange zu warten!!
22 Kommentare|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden